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Ein Interview zu diesem Thema mit der Reichenberger Dipl. Astrologin Wilhelmine Schmitt. "Frau Schmitt Sie sind Dipl. Astrologin mit langjähriger Erfahrung. Wären Sie bereit, mir einige Fragen zur Astrologie zu beantworten?" "Natürlich, gerne. Ich werde bemüht sein, ihre Fragen über Astrologie lebensnah und mit verständlichen Worten zu beantworten." "Frau Schmitt, wozu Astrologie und wie oder wo ist sie einzuordnen?" "Darüber
streiten die Gelehrten. Astrologie ist weder ein allwissendes Orakel noch
eine Grenz- oder Geheimwissenschaft, die nur außergewöhnlichen
Menschen zugänglich ist. Sie ist auch keine Zukunftsdeuterei, wie
viele glauben, oder ein bequemer Weg Verantwortung abzuschieben, indem
man sich dem Schicksal der Planeten ergibt. Die Astrologie nimmt Ihnen
die Entscheidungen nicht ab, aber sie hilft Ihnen die richtigen Entscheidungen
zu treffen. Sie zeigt uns Möglichkeiten und Grenzen. "Das hört sich an als würden Sie, nachdem Sie mein Horoskop erstellt haben, mich womöglich besser kennen als ich mich selbst."
"Das ist durchaus möglich, das kommt darauf an wie gut Sie sich kennen. Ein guter Astrologe erkennt seinen Klienten in seiner Ganzheit. Er weiß wie er denkt, fühlt und handelt und wird seine Worte so wählen, dass sein Gegenüber sie als heilsam und wohltuend empfindet. Darüber hinaus zeigt das Horoskop natürlich auch Ihre geheimsten Gefühle, Ihre Seelenstruktur, welche Frau Sie liebenswert finden, Ihre Fähigkeit zu Lieben, Ihre Lebenseinstellung, welcher Beruf für Sie der geeignetste ist, auch in welcher Lebenssituation Sie zur Zeit stehen, wie sie am besten zu bewältigen ist und vieles mehr." "Das hört sich ja alles sehr positiv an, Frau Schmitt, und trotzdem, ich muss gestehen, ich fühle mich nicht so wohl bei dem Gedanken, dass Sie mich, nachdem Sie mein Horoskop in Händen haben, so gut kennen und mir womöglich noch etwas über meine Zukunft erzählen." "Das würde ein guter Astrologe auch niemals tun, das wäre keine seriöse Astrologie. Sie bestimmen Ihre Zukunft selbst durch Ihr Denken und Handeln in der Gegenwart. Ein Beispiel bietet uns die Natur. Wenn Sie einen Garten Ihr Eigen nennen, können Sie auch nur das ernten, was Sie in der Vergangenheit säten. So gestaltet jeder Mensch sein Schicksal und sein Leben selbst. Die Astrologie, oder präziser ausgedrückt: die Planetenkonstellationen in einem Horoskop, bezwingen nicht, sondern befreien. Das sagte schon Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten. "Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt". Die Astrologie ist ein Weg, der dem Menschen mehr Klarheit über sich selbst aufzeigt und darüber hinaus noch viel Lebenshilfe in schwierigen Lebenssituationen bietet." "Frau Schmitt, das was Sie jetzt sagten veranlasst mich zu der Frage: Welche Menschen kommen zu Ihnen und was für Beweggründe stehen dahinter?" "Da gibt es viele
Gründe weshalb ein Mensch einen Astrologen aufsucht. Ich kann natürlich
nur meine Erfahrungen weitergeben, gehe jedoch davon aus, dass sich die
Beweggründe nicht so sehr voneinander unterscheiden. Meist stehen
die Ratsuchenden in einer sehr wichtigen Lebensphase, die sie zwingt,
sich intensiv mit sich selbst auseinanderzusetzen. Zum Beispiel: bei Berufswechsel,
Scheidung, Krankheit, Probleme mit Kindern oder anderen Bezugspersonen
und viele andere Lebenssituationen die ein Überdenken erfordern. "Frau Schmitt, können sie mir ganz konkrete Beispiele benennen, in welchen Situationen Menschen die Hilfe der Astrologie in Anspruch nehmen?" "Prinzipiell sind die Ratsuchenden, wie schon im letzten Lichtstrahl-Magazin erwähnt, in einer für sie wichtigen Lebenssituation, wie z. B. Scheidung, Umzug, Berufswechsel, Kündigung, Krankheit u.s.w. und suchen nach einer optimalen Lösung. Das Horoskop zeigt das Leben des Geborenen in seiner ganzen Vielfalt. So sind unter anderem, anhand der Planetenbewegung, auch alle wichtigen Phasen des Lebens zu ersehen. Ein guter Astrologe sieht bei der Erstellung des Horoskopes, an den derzeitigen Planetkonstellationen, in welcher Lebenssituation der Geborene jetzt steht, obwohl er ihn und seine Lebensumstände nicht kennt. Im Gespräch wird dann genau diese Situation besprochen, die Ursache erklärt und Möglichkeiten aufgezeigt um die bestmöglichste Lösung zu finden. Welche Vorgehensweise der Ratsuchende wählt, muss der Geborene selbst entscheiden, kein guter Astrologe würde das für ihn tun. Leider wird die Astrologie noch zu oft als Zukunftsdeuterei missbraucht, wodurch ihre wahren Werte nicht erkannt, und wirkliche Hilfe nicht gegeben werden kann." "Was meinen sie mit wirklicher Hilfe, Frau Schmitt?"
"Wirkliche Hilfe bedeutet nicht, dem anderen zu helfen indem ich seine Lebenssituation in die Hand nehme, Erledigungen für ihn tätige, vor denen er Angst hat. Diese Art der Hilfe macht ihn nur noch unfähiger, seine Situation in den Griff zu bekommen. Wirkliche Hilfe ist, den Ratsuchenden zu befähigen, durch das Gespräch seine Lage klar zu erkennen, ihm verschiedene Lösungen aufzuzeigen und ihn zu ermutigen zu handeln, damit er eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen kann. Allzuoft heißt wirkliche Hilfe auch nichts zu sagen und abzuwarten bis der Mensch seine Erfahrungen gemacht hat, die ihm dann die richtige Lösung erkennen lassen. Eine sehr gute Hilfe
in Krisensituationen
bietet die Astrologie durch die Berechenbarkeit der Zeitdauer bestimmter
Lebenssituationen. Für die Menschen die in einer schwierigen Lage
sind, ist die Angabe der Zeitdauer eine große Hilfe, sie schöpfen
Hoffnung, da sie jetzt wissen, dass auch diese Zeit vorüber geht.
Doch sollte nicht versäumt werden, dem Ratsuchenden zu erklären
weshalb er in diese Lage, so wie sie sich zeigt, gekommen ist, denn nichts
geschieht willkürlich, alles hat seinen Sinn. Wird der Sinn nicht
erkannt, wird eine noch konkretere Situation kommen, um wieder auf die
zu erkennende Thematik aufmerksam zu machen. "Frau Schmitt, nun habe ich ein viel klareres Bild von den Möglichkeiten der Astrologie. Wie gehe ich vor, wenn ich die Hilfe eines Astrologen in Anspruch nehmen möchte?" "Das ist relativ
unkompliziert. Sie benötigen Ihren Geburtstag, den Geburtsort und
die Geburtsminute für die Erstellung ihres persönlichen Geburtshoroskopes.
Die Geburtsminute kann beim Einwohnermeldeamt des Geburtsortes erfragt
werden. Seit Bismarcks Zeiten ist es die Pflicht der Hebammen und
Geburtshelfer, die genaue Geburtsminute eines Neugeborenen festzuhalten. Die Astrologie bietet darüber hinaus noch Einblick in die menschlichen Evolutionszyklen. Jeder weiß heute, dass das Zeitalter des Wassermannes begonnen hat. So wie durch das vorhergehende Fische-Zeitalter die Menschheit geprägt wurde, kann durch die Astrologie, anhand der Wesensstrukturen des Tierkreiszeichens Wassermann, auch die Wassermann-Zeit und die Verhaltensweisen und Entwicklung der Menschheit, und das in allen Bereichen, vorhersehbar gemacht werden. Dies ist ein hochinteressantes Thema und wurde in meinem Buch "Transformation" ausführlich beschrieben." "Frau Schmitt, würden sie bitte für die Leser des Lichtstrahl-Magazins die Wassermann-Zeit noch etwas genauer erläutern?" "Das Wassermann-Zeitalter
beginnt spürbar und sichtbar ca. im Jahre 1950 n. Chr. und endet
ca. im Jahre 4050 n. Chr. Das entspricht einem Zeitraum von 2100 Jahren.
Solange brauchen wir Menschen um die Thematik des Tierkreiszeichens Wassermann
zu durchleben und zu verstehen. Der Beginn eines neuen Zeitalters kündigt
sich in Wirklichkeit jedoch schon einige Jahrhunderte vorher an. So wurde
z. B. im 18. Jahrhundert, durch die Erfindung der Dampfmaschine oder des
U-Bootes, der Übergang der Fische-Zeit in das Wassermann-Zeitalter
erkennbar. Der Wassermann wird
in der Astrologie als exzentrisch, freiheitsliebend, rebellisch und revolutionär
angesehen, (sein Herrscher, Uranus, wurde in der Zeit der französischen
Revolution entdeckt), aber auch als brüderlich, sozial und zukunftsorientiert
denkend, intuitiv, experimentierfreudig und erfinderisch. Er liebt die
Überraschung, das Ausgefallene, Paradoxe, Absurde und wird sehr oft
als Außenseiter, Einzelgänger und Sonderling, ja sogar als
abnormal bezeichnet. Sein wichtigstes Bestreben sind geistiges Wachstum
und freie Entfaltungsmöglichkeiten. Er will ständig die Welt
verbessern, erneuern, verändern und ist deshalb als Reformator bestens
geeignet. Er hat seine eigene Weltanschauung, es gibt für ihn keine
allgemein gültigen Spielregeln und Gesetze, er schafft sich seine
eigenen, doch diese sind niemals gegen Schwache, Hilflose gerichtet. Er
ist ein Luft-Zeichen und Luft = Geist. So wird der zukünftige Mensch
sich zum Geist-Menschen hin entwickeln. Die Thematik des Wassermanns in
seiner Ganzheit erfassen zu können würde den Rahmen dieses Magazins
sprengen. Mehr Wissenswertes darüber findet der interessierte Leser
in meinem Buch "Transformation". "Würden Sie einige markante, für den Leser erkennbare Beispiele wiedergeben?"
"Der Wassermann
ist z. B. unter anderem auch der Androgyne, der Geschlechtlose, was erklärt
weshalb sich viele Menschen in der heutigen Zeit einer Geschlechtsumwandlung
unterziehen, die Homosexualität und lesbischen Beziehungen zunehmen.
Der Mensch ist auf der Suche nach der idealen Liebe. Wirkliche Liebe kennt
keinen Rassismus, ihr ist es egal ob jemand eine rote, gelbe, schwarze
oder weiße Hautfarbe hat, welche Sprache er spricht oder welchem
Geschlecht er angehört. - Werden wir noch
tiefer sinken, uns zum Tier-Menschen entwickeln? Eine Veränderung
muss sein, denn wir sind an einem Punkt angelangt an dem uns nur eine
Veränderung retten kann. Jetzt in der Wassermann-Zeit bietet sich
uns die bestmöglichste und einzige Chance zur Veränderung. Deshalb
sprach ich davon, dass diese Zeit, in der wir jetzt leben, so wichtig
für die gesamte Entwicklung der Schöpfung ist. "Frau Schmitt, wie und wann ist eigentlich die Astrologie entstanden?" "Nachweisbar wird die Astrologie seit 7000 Jahren vor Christus praktiziert. Meiner Meinung nach wurden die Grundvoraussetzungen dafür seit es Menschen gibt geschaffen. Der Mensch bemerkte, dass aller Segen und alles Unheil vom Himmel kam, so begann er die Zeichen des Himmels zu erforschen. Vom Himmel kam das Helle und das Dunkle, die lebensspendende Wärme, aber auch die tödliche Hitze, der Regen, die Sintflut, die Überschwemmungen, der Sturm, die Kälte und der Schnee. Die Sonne brachte das Licht, was Leben bedeutete, die Dunkelheit dagegen Ruhe und Tod und so war es kein Wunder, dass die Sonne schnell als oberste Gottheit angesehen wurde. Dann wandte man sich dem nächtlichen Himmel zu, wo die Sterne so schön glitzerten. Ein Gestirn fiel besonders auf da es sein Gesicht ständig veränderte: der Mond! Es müssen Jahrtausende vergangen sein, ehe die Menschen entdeckten, dass die Phasen des Mondes abzählbar waren. Das war die Grundlage der Astrologie. So begann der Mensch den Himmel und die Natur weiter zu beobachten. Er suchte nach Orientierungspunkten und entdeckte, dass die Gestirne am Firmament beweglich waren und das Bild des Himmels veränderten, manche Gestirne jedoch, zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, wieder an ihrem Ausgangspunkt zurückkehrten. Dass die beiden größten Lichter: Sonne und Mond, den Tag und die Nacht hervorbrachten. Nach diesen Beobachtungen stellten sie fest, dass die Sonne nach zwölf Mondzyklen wieder an der selben Stelle auf und unter ging. Das Messen der Zeit begann. Die Sonne prägte den Tag, der Mondzyklus den Monat. War die Sonne durch alle zwölf Mondzyklen und Bildabschnitte hindurchgewandert, ging sie wieder an der selben Stelle auf wie vor zwölf Mondzyklen. Das Jahr ward gefunden. So wurden durch das Schauen in den Himmel die Grundlagen für unseren heutigen Kalender geschaffen."
"Das ist ja interessant Frau Schmitt, das heißt ja, dass unser Kalender durch die Astrologie entstanden ist, die Menschen ihn anerkennen und trotzdem viele die Astrologie ablehnen oder sogar abwerten." "Jeder Mensch hat seine Gedankenfreiheit und die wenigsten wissen um diese Zusammenhänge. Der Mensch hat sich eben zu sehr von der Natur, dem Natürlichen getrennt und dadurch ging viel Wissen verloren. Anders die damaligen Menschen, da gab es noch vieles zu erforschen, was für uns heute als selbstverständlich angesehen oder nicht mehr anerkannt wird. Die Evolution nimmt eben ihren Lauf und das ist gut so. Versetzen wir uns in die damalige Zeit, in der es zum Beispiel keinen elektrischen Strom gab; das hatte zur Folge, dass die Sonne, wenn sie am Himmel erschien und das Licht und die Wärme brachte, freudig begrüßt, ja sogar umjubelt wurde. Der Mond hingegen war furchterregend und unberechenbar, brachte er doch die Dunkelheit mit sich, zeigte ständig ein anderes Gesicht, bis er letztendlich vom Himmel total verschlungen schien. So begannen die Menschen, nachdem die silberne Scheibe immer kleiner wurde, den Mond herbeizubeten. Sie führten Tänze auf um ihn gut zu stimmen, ihn wieder herbei zu zaubern, brachte er doch zu gewissen Zeiten auch in der Dunkelheit etwas Licht. Und der Erfolg blieb nicht aus, die silberne Scheibe begann wieder zu wachsen. So nahm die Entwicklung ihren Lauf. Da gab es ja nicht nur die Sonne und den Mond am Firmament, da gingen Sternengruppen auf und unter, andere - die an den Polen etwa -drehten sich um ihre eigene Achse und auf der Bahn der Sonne wandelten außerdem noch andere Gestirne. Sternengruppen ergaben Bilder und diese Bilder wurden nach Sagen, stellvertretend für Götterabläufe und Schicksale benannt, doch es waren symbolische Namen, viele davon Tiernamen. Dies schuf die Voraussetzung für die noch heute gültigen Sternbilder, die in der Astronomie gebräuchlich sind und von sehr vielen Menschen, selbst von Astronomen, irrtümlicherweise mit den zwölf Tierkreiszeichen der Astrologie verwechselt werden. Da der Himmel in erster Linie ein Bilderbuch und kein Rechenbuch war, teilte man die Sonnenbahn in zwölf Bildabschnitte ein, denen man Fabel- beziehungsweise Tiernamen gab, die identische Wesenszüge und Verhaltensweisen zeigten, wie die Geschehnisse am Himmel. So kam die Menschheit zu den heute noch gültigen zwölf Tierkreiszeichen. Tier- und Fabelnamen wurden also an den Himmel projiziert und im Laufe der Zeit mit menschlichen Erlebnissen verbunden. Das irdische Leben wurde mit dem himmlischen Ablauf verglichen und umgekehrt. Alles was am Himmel geschah, musste nun auch auf der Erde seine Entsprechung finden. Zuerst waren diese Erfahrungen ganz allgemeiner Art und wurden auf den Witterungsablauf bezogen, später dann auf Völker und deren Herrscher. Dann begann man nicht nur den allgemeinen Schicksalsablauf oder den der Völker mit dem Himmelsgeschehen in Zusammenhang zu bringen, sondern verglich auch die Geschehnisse in seiner eigenen Familie, seiner Freunde, seines eigenen Lebens mit denen des Himmels. So wurden die Vorgänge am Himmel vermenschlicht. Kannte nicht jeder so einen wieselflinken Boten, der um seinen Herrn herumtanzte, wie der Planet Merkur am Himmel? (Merkur der Götterbote). Oder wer wusste nicht von dem Krieger, der dem Mächtigsten die Stirn bot, wie der rotglühende Mars dies mit der Sonne tut? (Mars der Kriegsgott.) Wer kannte etwa nicht das kleine helle Licht des Glücks, das einem die Venus am nächtlichen Himmel ankündigt? (Venus das kleine Glück.) So wurden jedem Planeten seine ihm eigensten Analogien zugeordnet, erkundet durch das Beobachten des Himmels, der Natur und der Tiere. Man stellte fest, dass Menschen und auch Tiere, die bei gleichem Sonnenstand am Himmel geboren wurden, erstaunlich ähnliche Verhaltenweisen zeigten. Die Analogie der Tierkreiszeichen wurde erfunden. Mit der Zeit jedoch hatte man auch das messbare Schicksal erfunden, denn die Zeit ist Schicksal; was jemand in seiner Zeit erlebt, ist sein Schicksal. Alles Lebendige ist schließlich durch die Zeit messbar. Zum Messen und Bestimmen des Unlebendigen braucht man nur drei Dimensionen: Höhe, Breite, Länge. Aber zum Messen des Lebendigen bedarf es der vierten Dimension: der Zeit. Mit der Zeit verändert sich alles Lebendige. Nichts ist wiederholbar. Wie jemand seine Zeit nutzt, verrät sein Schicksal, genauer sein Charakter, der sein Schicksal ist Damit wurde die Grundvoraussetzung für die heutige Astrologie gefunden, da durch das Horoskop der Charakter des Geborenen zu ersehen ist. Doch somit begann auch die Zeit der Zukunftsdeuterei, denn durch das Berechnen der Umlaufzeit der Planeten, können Ereignisse scheinbar vorhersehbar gemacht werden und diese Methode nutzen, zum Nachteil seriöser Astrologie, auch viele Astrologen. Das hatte und hat zur Folge, dass die Astrologie viele Hoch- und Tiefzeiten erfuhr und erfährt." Frau Schmitt, wie ist es zu erklären, dass es so viele Fehlprognosen bei den Vorhersagen in der Astrologie gibt? "Das liegt daran, dass alles Geschehen: das Vergangene, Gegenwärtige sowie das Zukünftige, dem freien Willen des Menschen unterliegt und nicht den Berechnungen eines Astrologen. Wie schon J. W. von Goethe sagte: Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt! Aus dem Stand der Gestirne des Geborenen sind Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Schwächen, Krankheits- und Berufsneigungen und vieles mehr zu erkennen, jedoch, und das ist auch meine ganz persönliche Meinung, keine zukünftigen Geschehnisse. Der Mensch bestimmt seine Zukunft durch sein Verhalten in der Gegenwart, denn die Gegenwart schafft die Zukunft. Was ich jetzt säe, kann ich in der Zukunft ernten. So ist jeder selbst für sein Schicksal verantwortlich und kein Astrologe sollte durch Zukunftsprognosen das Schicksal des Menschen bestimmen, sondern ihn in dem Wissen bestärken, dass er durch das göttliche Geschenk seines freien Willens sein Leben selbst bestimmen kann." Ist es nicht gerade der Blick in die Zukunft weshalb die meisten Menschen einen Astrologen konsultieren? "Ja und Nein. Ein kosmisches Gesetz besagt, dass der Mensch, so auch der Astrologe, die Energie anzieht, die er in sich trägt. So findet jeder Mensch seinen Helfer oder Lehrer, der ihn, seinem jetzigen Bewusstseinszustand gemäss, beraten wird. Das ist auch wichtig und richtig, denn der Ratsuchende sollte in seinem Wachstumsprozess weder gehindert noch überfordert werden. Vielleicht braucht der eine oder andere konkrete Zukunftsprognosen um zu sich selbst zu finden. Hat nicht so mancher Mensch durch Fehldiagnosen gelernt, sich nur noch auf sich selbst zu verlassen, auf seine innere Stimme zu hören und nicht alles zu glauben, was ihm durch andere in sein Unterbewusstsein hineingeredet wird? Zukunftsprognosen sind in der Astrologie ein heikles Thema. Jeder Mensch – und nicht nur der Astrologe – hat die Fähigkeit, Geschehnisse der Zukunft in einer Art und Weise zu schildern, die tiefe Eindrücke hinterlassen. Das Unterbewusstsein lagert diese Bilder ein und speichert sie. Ergibt sich in der darauffolgenden Zeit ein Erlebnis, was an das Vorhergesagte erinnert, werden diese Bilder in das Bewusstsein geholt. Da unsere Gedanken Schöpferkraft haben, verwandeln sie das Bild, was einst in das Unterbewusstsein eingelagert und jetzt hervor geholt wurde, in Realität um. Es passiert genau das, was unbewusst die ganze Zeit im Innern schlummerte. Diese Realität wurde jedoch nicht aus dem eigenen, freien Willen geschaffen, sondern durch Fremdeinwirkung. Es ist jedoch jedem Astrologen oder Ratsuchenden selbst überlassen, welchen Weg er bei seinen Beratungen und bei der Suche seiner Selbstfindung wählt, und Wege gibt es viele, auch in der Astrologie." Würden Sie uns einige schildern? "Es gibt natürlich außerhalb der Astrologie ebenfalls gute Wege der Selbstfindung, außerdem ist das Leben selbst ein guter Lehrmeister. Wie schon erwähnt findet jeder den Meister, den er jetzt in seiner Lebenssituation braucht. Ein guter Astrologe (Adressen siehe Adressrubrik) wählt, der jeweiligen Lebenssituation des Ratsuchenden entsprechend, den Weg aus, der ihm die bestmöglichste Chance bietet. Da gibt es z. B. die viel angewande Methode der Charakterstrukturanalyse, die sich bestens dazu eignet sich selbst zu erkennen. Transite und Direktionen lassen die jetzige Situation erkennen, geben Hinweise und zeigen Lösungen. Wissenschaftler in Amerika fanden heraus, dass die Prinzipien, die im einzelnen Menschen wirken, auch in den Nationen, in der gesamten Menschheit zu beobachten sind, wobei ich hier die Mundanastrologie, die älteste und wieder neu entdeckte Form der Astrologie, ansprechen möchte. Die Mundanastrologie ist auf dem Wissen aufgebaut, dass es ein globales Bewusstsein gibt. Hier werden die kosmischen Geschehnisse nicht auf den einzelnen Menschen, sondern auf die Welt, auf Völker, Nationen, Staat, Städte, Parteien, auf wirtschaftliche, finanzpolitische, kulturelle, sportliche oder andere Institutionen bezogen, die wiederum durch den einzelnen Menschen gebildet werden. Betrachten wir das Ereignis am 11. September 2001 in Amerika, dann stellt sich die Frage: wie kann ein solch tragisches Ereignis, eine solche Katastrophe geschehen, wenn es kein Massenbewusstsein gibt? Schauen Sie in Ihre Fernsehzeitschrift, hier finden Sie die Antwort. Werden nicht alle Katastrophenfilme in Amerika produziert und dadurch ein Massenbewusstsein genährt? Geht man davon aus, dass es ein Massenbewusstsein gibt, ist dieses Geschehen nicht verwunderlich. Das Horoskop von Amerika gibt dem Astrologiekundigen weitere Hinweise. Doch alles hat auch seine positiven Seiten. Dieses erschütternde Ereignis hat uns aus unseren persönlichen Problemen herausgerissen und in den Zustand des Miteinander-verbunden-sein gebracht. Wir sind für kurze Zeit zu einem globalen Bewusstsein zusammengeschmolzen und unsere scheinbar großen Probleme sind nicht mehr so wichtig gewesen. Die Mundanastrologie ist auch die Grundbasis für ein Geschäfts- oder Firmenhoroskop, das in der heutigen Zeit immer mehr Anklang findet. Benötigt werden hierbei die Gründungs- oder Eröffnungsdaten. Eine recht neuzeitliche, jedoch für mich persönlich nicht bevorzugte Methode, ist die Stundenastrologie. Es gibt Astrologen, die überwiegend die Stundenastrologie praktizieren. Das Fragehoroskop. Hierbei wird ein Horoskop zu einer speziellen Frage erstellt. Die Berechnung beruht auf dem Zeitpunkt der Frage. Das Ereignishoroskop ist ein Horoskop, das für einen bestimmten Zeitpunkt z. B. Hochzeitstag, Prüfungstag oder für ein gravierendes Ereignis erstellt wird. Ein weiterer empfehlenswerter und erfolgreicher Wege ist die Partnerschaftsastrologie. Das Partnerhoroskop, in der Fachsprache die Synastrie genannt, ermöglicht den Einblick in die Beziehung von zwei Personen, z. B. zwischen Paaren, Mutter und Kind, Bruder und Schwester, Angestellten und Chef usw. und ermöglicht ein besseres Verständnis füreinander, um die Beziehung zueinander zu verbessern. Die Beziehungshoroskope, Composite, Combin oder Schnittpunktvergleichshoroskop, geben Auskunft über das Zusammenwirken von Paaren, Familien, Gruppen, Büroteams usw. Es können bis zu zwölf Personen mit einbezogen werden. In der medizinischen Astrologie z. B. sind mitgebrachte oder jetzt erworbene Krankheitsneigungen zu ersehen und wie der Heilwerdungsprozess unterstützt werden kann. Die wirksamste und erfolgreichste Methode in der Astrologie ist meines Erachtens die psychologische Astrologie, da sie dem Ratsuchenden wirkliche Hilfe in allen Lebenslagen anbietet. Keine Entscheidung wird ihm abgenommen, eigenständiges und eigenverantwortliches Handeln gefördert. Probleme und Schwächen werden bewusst angeschaut und Lösungsvorschläge angeboten. Darüber hinaus wird durch die neugewonnene Selbsterkenntnis die zwischenmenschlichen Beziehungen verbessert. Ebenso können, wie in der medizinischen Astrologie auch, Blockaden, Traumata, Phobien oder Ängste erkannt und aufgelöst werden, was das Leben in großem Maße erleichtert. Die karmische Astrologie basiert auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung und setzt voraus, dass der Ratsuchende mit der Wiedergeburt vertraut ist. Oftmals wurde die Ursache für ein Geschehen schon in einem früheren Leben gesetzt und wird erst in diesem Leben wirksam. Das heißt: alles was uns in diesem Leben geschieht wofür wir durch unser Verhalten in der Vergangenheit keine Erklärung finden, ist die Auswirkung einer Ursache aus einem Vorleben. Die Seele sucht sich bei ihrer Wiedergeburt die Personen aus, mit denen sie genau diese Wesensstruktur, die der Veränderung bedarf, erleben darf, damit sie sich weiter entwickeln kann." Frau Schmitt, wollen Sie damit sagen, dass sich ein Mensch ganz bewusst einen alkoholsüchtigen Vater oder Mutter aussucht? Ja! Jeder Mensch ist hier, um sich zu vervollkommnen. Dieser Mensch hatte mit großer Wahrscheinlichkeit in einem früheren Leben Suchtprobleme und ist jetzt hier, um sich diesbezüglich weiterzuentwickeln. Da er weiß, dass er sich in diesem Leben nicht mehr an sein Vorhaben erinnern wird, sucht er sich z. B. einen Trinker als Vater, der ihm zeigt, welche Auswirkungen die Alkoholsucht nach sich zieht. Das Leid und die Sorgen, die er damals verursacht hat, darf er nun selbst erleben. Dies ist die beste Chance für ihn, niemals ein Trinker zu werden. Einen Trinker als Vater zu haben ist, wie die meisten Menschen annehmen, kein von Gott auferlegtes Schicksal, sonder eine selbst gewählte Entwicklungschance, die dem freien Willen des Geborenen entsprungen ist. Dies ist für mich eine vollkommen neue Perspektive, die mich und wahrscheinlich auch einige Leser, zum Nachdenken auffordert und auch sehr verständlich klingt. Durch die karmische Astrologie können viele unbegreiflichen Geschehnisse begreifbar gemacht werden, so auch weshalb ein Kind mit einer Krankheit geboren wird, Eltern ihr Kind durch einen tragischen Unfall verlieren, oder was Erbkrankheit bedeutet. Diese Themenbereiche sind in meinem Buch „Transformation“ ausführlicher dargelegt. Die spirituelle Astrologie ist, wenn ich jetzt einmal werten darf, die höchste Form der Hilfe die einem Menschen zuteil werden kann. Das Geburtshoroskop zeigt, weshalb diese Seele hier angetreten ist und was sie zu ihrer Vollkommenheit beitragen kann. Möglicherweise ist sie auch gekommen, um der Menschheit selbstlos zu dienen, indem sie die Spiritualität lebt. Ein spiritueller Mensch ist verbunden mit seinem höheren Selbst, weiß um die Schönheit und Wahrheit der Schöpfung, liebt und umarmt das Leben, verurteilt und wertet nicht, lehnt niemanden ab. Wahre Spiritualität bedeutet, in jedem Menschen, jedem Tier und in der Schöpfung das Göttliche zu sehen, die „Ich bin“-Präsenz und die eigene göttliche Quelle im Innern zu leben. Die psychologische, karmische und spirituelle Astrologie sind für die seelisch-geistige Weiterentwicklung des Menschen und der gesamten Menschheit von enormer Wichtigkeit, da sie uns und die gesamte Menschheit auf unserem Evolutionsweg enorm unterstützen. Ich hoffe ich konnte Ihnen und den Lichtstrahl-Lesern einen Einblick in die Welt der Astrologie vermitteln. Ausgangsbasis für eine gute Beratung ist natürlich immer das Geburtshoroskop, denn nichts kann sich verwirklichen, was nicht als Anlage im Menschen enthalten ist, die Anlagen wiederum sind im Geburtshoroskop zu ersehen." Frau Schmitt, vielen Dank für dieses ausführliche und interessante Gespräch. Ich bin überzeugt, dass Sie den Lichtstrahl-Lesern nur einen kleinen Einblick in die Welt der Astrologie vermitteln konnten. Mich selbst und sicher auch viele Leser, hat Ihr Gespräch sehr beeindruckt. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Beratungen.
Weitere Kontaktadressen zum Thema Astrologie finden Sie in unserer Adressrubrik oder im Lichtstrahlhaus.
Die Astrologin Frau Wilhelmine Schmitt lebt und praktiziert in Reichenberg. Neben ihrer über 25jährigen Arbeit mit der Astrologie ist Sie auch noch Autorin von zwei Büchern mit dem Titel: "Transformation - zurück zu Gott" und "Die 12 Kinder des Himmels". Die beiden Bücher sind keine rein astrologischen Bücher, geben jedoch dem Leser auch einen kleinen Einblick in die interessante Welt der Astologie. Jedes von ihr erstellte Horoskop ist individuell auf den Geborenen abgestimmt und nicht mit Zeitungshoroskopen, Zukunftsprognosen oder mit einem ausgedruckten Computer-Horoskop zu vergleichen. Es spiegelt genau den Horoskopeigner mit all seine Facetten, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten wider. Sie haben während der Beratung die Möglichkeit auch Fragen, die Sie bewegen, zu stellen. Sei es zu Ihrer Person, Ihrem Beruf, dem Grund Ihres Daseins oder was auch immer. Während der Sitzung werden Sie nicht mit Fachausdrücken der Astrologie konfrontiert, sondern mit der Sprache Ihres Herzens. Neben der Einzelberatung gibt es auch die Möglichkeit des Partners - oder Beziehungshorokopes, eines Geschäfts - oder Firmenhoroskopes, bis hin zum Horoskop einer Familie und einer ganzen Fußballmannschaft, die alle zusammen auch ein Horoskop ergeben. Nach Anmeldung und Durchgabe Ihrer Geburtsdaten: Geburtstag, Geburtsort und Geburtsminute, (erhältlich bei ihrem Standesamt), vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei ihr. Zukunftprognosen dürfen Sie nicht erwarten. da sie die Meinung vertritt, dass jeder Mensch, mit seinem freien Willen, seine Zukunft durch die Gegenwart bestimmt. Sie ist da für die Menschen die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und eigenverantwortlich handeln möchten, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen, die zur Veränderung bereit und offen sind, für Hinweise und Möglichkeiten. Wenn Sie das Gelesene anspricht, sollten Sie nicht länger zögern diese wirkliche Lebenshilfe in Anspruch zu nehmen. Kontaktadresse: Wilhelmine
Schmitt
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Ein
Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |