Warum Energiemedizin?
Fast unbemerkt vollzieht sich in den Naturwissenschaften eine stille Revolution. Ihre Grundfesten, über Jahrhunderte hinweg scheinbar gültig, beginnen immer mehr zu wanken. Moderne Physiker treffen heute Aussagen, die sich zunehmend mit denen der alten Mystiker decken. Wir befinden uns im Zeitalter der Quantenphysik, in dem wir immer deutlicher erkennen müssen, daß das, was wir als Materie wahrnehmen, nichts anderes ist als eine besondere Zustandsform von Energie. Einstein erkannte mit seiner berühmten Formel E=mc2, daß Energie und Materie beliebig ineinander überführbar sind, und wenn wir uns weit genug in den subatomaren Raum hineinwagen, verschwindet schließlich jegliche "feste" Substanz, bis nur noch komplexe Muster von Informationen vorhanden sind.
Genau solche nichtgreifbaren ("feinstofflichen") Informationen nutzt die moderne Energiemedizin, um "untergeordnete" (materielle und mentale) Prozesse zu beeinflussen. Obgleich wir uns im täglichen Leben daran gewöhnt haben, von unsichtbaren Energien und Informationen umgeben zu sein, die wir völlig selbstverständlich nutzen (z.B. zum Radiohören oder beim Telefonieren mit einem Handy), sind wir uns der steuernden Energien in unserem Körper in der Regel nicht bewußt, es sei denn, wir sind entsprechend ausgebildet oder von Natur aus ungewöhnlich sensitiv. Und doch kennt jeder von uns beim morgendlichen Aufstehen den Unterschied zwischen "energiegeladen sein" und "wenig Energie haben".
Ähnlich in der Medizin. Obgleich sie z.B. in Form von Röntgenstrahlen und Kernspintomographie Energien nutzt, basiert doch die Schulmedizin im Wesentlichen auf dem Weltbild, das die Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert bestimmte. Die Erkenntnisse der Physik des 20. und 21. Jahrhunderts haben in den schulmedizinischen Grundannahmen bisher kaum einen Niederschlag gefunden. Wenngleich wir damit verallgemeinern (und es selbstverständlich Ärzte gibt, die sich hier positiv abheben), so versteht doch die Schulmedizin den Menschen als eine Art Maschine, bei der "Bauteile" repariert oder ausgetauscht werden, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren. Wäre dieses Bild korrekt, und wären wir darüber hinaus tatsächlich ausschließlich von unseren Genen und den chemischen Reaktionen in unserem Körper bestimmt, so würden wir innerhalb weniger Sekunden zu einem biochemischen Brei zerfallen. Übergeordnete energetische Systeme sind erforderlich, um all die komplexen Vorgänge in uns zu steuern und zu kontrollieren.
So zeigen sich auch schnell die Grenzen dessen, was die Schulmedizin als isolierte Disziplin leisten kann. Hervorragend und unersetzbar bei der Behandlung akuter Erkrankungen und als Notfallmedizin, z.B. bei Unfällen, steht sie der steigenden Problematik chronischer Erkrankungen oder aber Krankheiten, die noch gar nicht zum Ausbruch gelangt sind, weitgehend hilflos gegenüber. Wo ursprünglich eine Be-Hand-lung immer etwas mit Berührung und somit menschlicher Zuwendung zu tun hatte, findet der Patient sich heute vornehmlich Apparaten und chemischen Substanzen gegenüber. Spirituelle Aspekte von Krankheit und Gesundheit schließlich finden in der Regel gar keine Beachtung. Damit einher geht eine Kostenexplosion, der unser Gesundheitssystem längst nicht mehr gewachsen ist.
Daß es auch anders gehen kann, zeigt ein Blick nach Amerika. An zahlreichen Universitäts- und Lehrkliniken in den USA gibt es eine "Abteilung für Energiemedizin", und Hunderttausende von Krankenschwestern sind in "Therapeutic Touch" (TT), einer standardisierten Methode der Handauflegung ausgebildet. TT findet sogar bei Operationen am offenen Herzen als unterstützende Behandlung seinen Platz, und an mindestens einer Universität werden Medizinstudenten bereits im Heilen durch Handauflegen ausgebildet.
Der Unterschied liegt im Pragmatismus der Amerikaner. Was funktioniert und Kosten spart, wird gemacht. Als z.B. die Heilerin Rosalyn Bruyere in einem Test bei Unfallopfern mit Aura-Tasten mehr (zutreffende) Informationen gewinnen konnte als einer der führenden Radiologen der Vereinigten Staaten mit einem Kernspin-tomographen, da schickte die Firma General Electrics ihr einige Ingenieure ins Haus – mit dem Ziel, ihre Kernspintomographen zu verbessern. Alles in allem hinkt Deutschland den USA im Bereich Energiemedizin um etwa 20 Jahre (!) hinterher.
Doch wir müssen gar nicht so weit schauen. Auch in den Niederlanden werden Krankenschwestern in TT ausgebildet, und in England arbeiten Ärzte und Heiler gemeinsam in derselben Praxis, bezahlt vom staatlichen Gesundheitssystem. In Krankenhäusern gehören sogenannte "Spiritual Healers" zum Alltagsbild. Dazu befragt, erklärte der Gesundheitsminister, es funktioniere und helfe darüber hinaus noch Kosten sparen.
In Deutschland hingegen findet die Energiemedizin nur zögerlich Eingang in die klassische Lehrmedizin. Doch auch hier findet langsam ein Umdenken statt. Auf den Symposien der vor einigen Jahren gegründeten "Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin" prognostizieren namhafte Mediziner und Wissenschaftler, daß in 100 Jahren die Energiemedizin die heutige Schulmedizin als Standard abgelöst haben wird.
Ganz anders ist die Situation in der sogenannten "Alternativheilkunde". Bei Heilpraktikern und traditionellen Heilern gehören energetische Methoden seit jeher zum Standardrepertoire. So beruhen beispielsweise die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), die Homöopathie wie auch die verschiedenen Methoden des Heilens durch Handauflegen auf einem energetischen Gesundheitsbild.
Wie funktioniert Energiemedizin?
Wenngleich in der praktischen Umsetzung unterschiedlich, teilen doch alle Vertreter der Energiemedizin das Grundverständnis des Menschen als "lebendes Energiefeld" oder zumindest als Organismus, dessen wesentliche Steuerungselemente energetischer Natur sind. Obgleich von uns wissenschaftlich bisher nur in einigen Punkten verstanden, ist das empirische Wissen darum doch schon seit Jahrtausenden in vielen Kulturen verbreitet und in der Erfahrungsheilkunde verankert.
Vereinfacht lassen sich Krankheiten aus Sicht der Energiemedizin auf fünf Ursachen zurückführen:
1. Das Vorhandensein einer krankmachenden Frequenz
Hierzu gehören z.B. Elektrosmog genauso wie negative Gedanken und psychischer Streß oder die Belastung durch chemische Substanzen. (Auch chemische Reaktionen an Rezeptoren im Körper sind letztendlich energetische Vorgänge.) Der Störeinfluß muß beseitigt oder neutralisiert werden.
2. Das Fehlen "gesunder" Frequenzen
Sogenannte Biophotonen aus natürlichen Lebensmitteln wären hier beispielsweise zu nennen, aber auch die aus einer gesunden Sexualität erwachsende Energie, ebenso die Energie liebevoller Zuwendung. Defizite müssen ausgeglichen werden.
3. Fehlverteilung von Energien
Sind die Energien im Körper des Menschen unharmonisch verteilt, und wird dies nicht korrigiert, ist Krankheit letztlich unausweichlich. Dies sei hier stellvertretend am Beispiel der Migräne erläutert. „Rote“ Energie (auf die Energiefarben wird an anderer Stelle eingegangen), die eigentlich im Beckenbereich konzentriert sein sollte, befindet sich stattdessen im Kopf. Ein Schulmediziner wird wahrscheinlich Schmerzmittel verordnen, der Energie-Therapeut hingegen wird versuchen, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wieder eine ausgeglichene Energieverteilung zu erreichen. Der Akupunkteur würde Nadeln setzen, der Shiatsu-Therapeut bestimmte Punkte am Körper drücken, und der Heiler würde beispielsweise durch das Herausziehen von Energie aus den Knien den Energieüberschuß im Kopf beseitigen und so den Schmerz lindern. Für eine dauerhafte Lösung würde er eventuell durch gezielte Energiezufuhr eine (meist vorhandene) Blockade im Halsbereich auflösen oder sonstige Ursachen bearbeiten. Und schließlich würde er dem Patienten zeigen, wie er zukünftigen Beschwerden vorbeugen kann.
4. Zu geringes Energieniveau
Hier sind zwar alle nötigen Frequenzen vorhanden, auch ist die Energie ausgewogen verteilt, jedoch ist ihre Amplitude (ihre „Stärke") zu gering. Es herrscht ein allgemeiner Energiemangel, beispielsweise durch energieraubende Lebensumstände. Kurzfristig bringen Energiebehandlungen Erleichterung, langfristig muß jedoch die Lebensweise umgestellt werden. Auf Dauer helfen nur ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf, körperliche Bewegung, tiefes Atmen, liebevolle Beziehungen und eine allgemeine Streßreduzierung.
5. Zuviel (An-)Spannung
Im Grunde stellt dieser Punkt die Hauptursache für Gesundheitsprobleme dar. Das zu erläutern ist jedoch ein ganz eigenes Kapitel und sprengt den Rahmen dieses Artikels. An dieser Stelle sollen nur ein paar Gedanken dazu genügen. Sowohl körperliche als auch psychische Anspannung (die sich gegenseitig bedingen) erhöhen den Muskeltonus übermäßig. Das Resultat sind orthopädische Probleme, Schmerzen und die verringerte Fähigkeit des Körpers, einen gesunden Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. Giftstoffe werden schlechter abtransportiert, die Anfälligkeit für Störeinflüsse von außen steigt, zwischenmenschliche Beziehungen werden vergiftet, und mit steigender Spannung wird es zunehmend schwieriger, notwendige Veränderungen im Leben vorzunehmen.
Neben einfach zu erlernenden Methoden wie z.B. Progressiver Muskelentspannung, Meditation oder Tai Chi ist wegen der meist zugrundeliegenden seelischen Spannung oft die Unterstützung durch einen guten Freund oder einen Therapeuten sinnvoll.
Welche Methoden gibt es?
Stellvertretend für eine Vielzahl energiemedizinischer Therapien seien hier wertungsfrei einige genannt. (Die Vertreter nicht genannter Disziplinen mögen mir verzeihen!)
a) Verfahren mit Gabe einer energetisierten Substanz
Hierunter fallen Homöopathie, die Verabreichung von Bachblüten sowie die Spagyrik (Pflanzenalchemie).
b) Apparative Verfahren
In dieser Kategorie finden wir u.a. Elektroakupunktur, Bioresonanztherapie und Magnetfeldtherapie.
c) Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin u.ä.
Bei uns bekannt sind hier vor allem die Akupunktur, die Moxibustion sowie Akupressur und Shiatsu, im weitesten Sinne auch die auf dem Meridiansystem basierende Kinesiologie (z.B. Touch for Health).
d) Geistiges / Spirituelles / Energetisches Heilen
Hier finden wir eine Vielfalt von traditionellen und modernen Disziplinen, die sich in Theorie und Praxis teilweise erheblich unterscheiden können. Dies führt immer wieder zu leidenschaftlichen Diskussionen darüber, wer nun die „Wahre Lehre“ vertritt. Allein entscheidend für den Patienten ist jedoch die Wirksamkeit der Behandlung, und die hängt oft mehr von der Erfahrung und der Persönlichkeit des Heilers ab als von der Methode. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Praktiken würde diesen Rahmen sprengen und erfolgt an anderer Stelle.
Einige der bekannteren Methoden sind: Therapeutic Touch, Healing Touch, Cosmic Healing, Spiritual Healing, Reiki, tradition. Handauflegen und medizinisches Qi Gong.
Wer darf was?
Die Anwendung von apparativen Methoden, die Gabe energetisierter Substanzen sowie die Akupunktur ist Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten. Geistiges / Spirituelles / Energetisches Heilen darf auch von Heilern ausgeübt werden. Hierbei ist allerdings die nicht allseits bekannte Einschränkung zu beachten, daß Heiler bei gewerblicher Tätigkeit (d.h. wiederholt und gegen Bezahlung – auch auf Spendenbasis) nur dann nicht unter das Heilpraktikergesetz fallen, wenn sie stets und bei sämtlichen Patienten eine einheitliche Behandlung durchführen. Ein krankheitsbezogenes Vorgehen (wie beispielweise unterschiedliche Handpositionen bei verschiedenen Krankheiten oder die oben erwähnte Migränebehandlung) wird von Gerichten als Ausübung der Heilkunde interpretiert und bedarf einer Zulassung als Arzt oder Heilpraktiker. (Dies kann nur als allgemeiner Hinweis dienen. In letzter Zeit wird die Tätigkeit von Heilern zunehmend wieder schärfer beurteilt. Jeder Heiler sollte daher seine Tätigkeit als Einzelfall rechtlich überprüfen lassen.)
Verordnungen von Heilmitteln und Diagnosen jeglicher (!) Art dürfen in allen Fällen nur von Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt werden, Heilern sind sie untersagt.
Wie finde ich den geeigneten Therapeuten?
Eine Qualifikation als Arzt oder Heilpraktiker kann ein Anhaltspunkt für Qualität sein (muß aber nicht), ebenso das lange Bestehen einer Praxis. Die besten Therapeuten und Heiler findet man aber in jedem Fall über Empfehlung. Eine persönliche Sympathie ist nicht zwingend erforderlich, jedoch sinnvoll, da die Energiemedizin oft auch im psychisch-emotionalen Bereich tiefgreifende Wirkungen erzielen kann. In so einem Fall ist es hilfreich, sich menschlich gut aufgehoben zu fühlen.
Allgemein aber gilt, gleich, ob Sie sich für eine schulmedizinische, eine naturheilkundliche oder eine energiemedizinische Behandlung entscheiden: Generellen Heilungsversprechen durch den Behandler sollten Sie genauso mißtrauisch gegenüberstehen wie überzeugten Negativprognosen. Heilung hat viele Facetten. Sie ist immer möglich, kann aber niemals garantiert werden. Da sie jedoch stets den ganzen Menschen behandelt, wird die Energiemedizin, insbesondere das Heilen durch Handauflegen, auch unabhängig von einem körperlichen Heilungserfolg in den meisten Fällen als eine Wohltat für Körper, Geist und Seele empfunden.
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel soll und kann keine Diagnose und Therapie durch einen Arzt oder Heilpraktiker ersetzen. Der Verfasser gibt weder direkt noch indirekt medizinische Ratschläge, noch verordnet er die Anwendung von energetischen Heilmethoden als Behandlungsform ohne medizinische Beratung. Wer bei sich selbst Krankheitssymptome beobachtet oder vermutet, soll unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker konsultieren. Ebenso wenig soll und kann dieser Artikel eine rechtliche Beratung ersetzen. Jeder, der Energiemedizin gewerbsmäßig ausüben möchte, muß sich vorher über die aktuelle Rechtslage kundig machen.
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