| Der Renaissance der Geomantie von Josef Volsa, Geomant
Noch vor wenigen Jahren war die Geomantie wenig bekannt und nur einige ausgewählte Fachleute und Freaks beschäftigten sich mit dieser Thematik. Man fand lediglich einige Bücher, Beiträge befassten sich mit Sakralgeomantie, dem Teilbereich der Geomantie, der sich mit den Kraftorten und Kraftlinien in Kirchen und auf Kultstätten auseinandersetzt. Hier fanden auch die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen statt. Inzwischen kann man Geomantie definieren als Arbeit im und mit dem Energiefeld der Erde. Dem Schaffen von Räumen und Orten der Kraft. Dem Planen von Gärten und Bauwerken nach den Gesichtspunkten der bestmöglichen Raumqualität. Kaum jemand war sich bewusst, dass dieses alte Wissen auch in der heutigen Zeit wieder seinen Platz finden kann und eine Anerkennung, welche ihm auch zusteht. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Man kann durchaus von einer Renaissance der Geomantie sprechen. Einer Neuentdeckung eines Wissens, das bereits seit mehreren tausend Jahren nachweisbar ist. Die Wiederentdeckung der Geomantie fußt auf mehreren Strömungen. Zum einen hat die Geomantie Einzug gefunden in das Bewusstsein von Rutengängern und Radiästheten. Man kam in diesen Kreisen immer mehr zu der Erkenntnis, dass es angenehmer ist, nach guten Orten zu suchen statt nach schlechten. Dies führte dann zu interessanten Untersuchungen in Kirchen und viele Radiästheten schreiben sich nun bereits statt "Rutengänger" lieber "Geomant" auf die Visitenkarte, weil dies etwas Neues ist, das auch interessanter klingt.
Auch gingen viele gute Vertreter aus dem Bereich Geomantie mit ihrem Wissen in Büchern, Seminaren und Vorträgen nach außen. Hier möchte ich nur etwa Marko Pogacnik oder Blanche Merz nennen, die sich große Verdienste gemacht und Scharen von Anhängern gewonnen haben. Drittens hat auch die Wissenschaft als solche zu dieser Wiederentdeckung beigetragen. Viele dieser Effekte, welche ein Ort auf einen Körper haben kann, sind inzwischen messbar. Als eine der vielen Untersuchungen möchte ich hier lediglich als Beispiel die EEG-Messungen der Gesellschaft für Alternativ- und Energiemedizin anführen, welche die Wirkung der platonischen Körper auf den Organismus analysierte. Was sind die Konsequenzen dieser Wiederkehr der Geomantie? Zum einen sicher eine Bereicherung des persönlichen Erlebens. Seminare der Geomantie ziehen immer mehr Menschen an und werden auch bei sogenannten "nüchtern denkenden" Personen salonfähig. Bedingt durch diese Erlebnisse steigt auch die Anforderung an Gebäude und öffentliche Flächen. Man ist nun geschult im Wahrnehmen dieser unterschiedlichen Raumqualitäten. Daher nimmt man die Raumqualität, welche etwa ein disharmonisch dimensionierter Raum aufgrund seiner Resonanzwirkung als Resonanzraum bietet, nicht mehr hin. Man wünscht auch geomantische Planung, geomantische Verwirklichung von Räumen und von Gärten. Man fordert eine zusätzliche, eine geomantische Dimension des Raumes. Der Aufschwung der Geomantie in den letzten Jahren zeigt diesen neuen Schwerpunkt recht deutlich. Vor einigen Jahren hat der Architekt Dipl.-Ing. Georg Thurn Valsassina vorhergesagt, dass sich in Zukunft die Qualität einer Architektur nach der Qualität ihrer Geomantie richten wird. Wenn man die derzeitigen Strömungen in diese Richtung verfolgt, die Auftragslagen der Geomanten und die wissenschaftlichen Nachweise dieses ehemals als esoterisch eingestuften Bereiches ansieht, wird dies sicher zutreffen, noch bevor dieses Jahrzehnt zu Ende ist.
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |