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Kinesiologie EDU - Kinesiologie
Die pädagogische Kinesiologie "Edu-Kinestetik" wurde von Dr. Paul Dennison entwickelt. Er ist Sonderpädagoge und seine Motivation beruhte auf der Erfahrung eigener Lernprobleme. Seine Störung der visuellen Wahrnehmung, der Sprache und seine Linkshändigkeit erschwerten ihm das Lernen und Leben. Über die Edu-Kinestetik balancierte er sich selbst und tut es noch. 1969 eröffnete Paul Dennison sein erstes Lernzentrum. Sein Schwerpunkt lag in der Förderung von Kindern mit Lernstörungen, der Legasthenie im Besonderen. Auch heute arbeitet er in Lernzentren mit Kindern und Studenten. Das Leitmotiv der Edu-Kinestetik lautet: "Bewegung ist das Tor zum Lernen"
Es gilt, über Bewegung Blockaden zu überwinden. Es sind Kinder in Lernbehindertenschulen, die bei einer entsprechenden Förderung/bzw. Änderung der Lernbedingungen die Regelschulen besuchen könnten. Unser Schul-/Gesellschaftssystem ist ein eher sitzendes, linkshirnorientiertes (in der Regel Sprachhirn). Damit wird es den bewegungsstarken, praktischen, kreativen, rechtshirnorientierten (in der Regel Gestalthirnhälfte) Kindern und Erwachsenen erschwert, ihre Begabungen auszudrücken und Anerkennung zu finden. Dr. Paul Dennison schreibt in seinem Buch "Befreite Bahnen" (10. Auflage 1995, S. 17 oben): "Lernbehinderungen sind keine Krankheiten. Es sind vielmehr Störungen im Kommunikationsnetz, das das Kind mit seiner Welt verbindet. Beim lernbehinderten Kind liegt eine "Blockierung des Systems" vor, da es durch den heutigen Leistungsdruck und das Konkurrenzdenken in der Schule blockiert wird." Das "BRAIN-GYM" ist die wohl bekannteste Balanceform der Edu-Kinestetik, gerade im Bereich des Lernens. Dabei möchte ich betonen, dass BRAIN-GYM Kindern und Erwachsenen unabhängig von irgendwelchen Schwierigkeiten hilft, bzw. gut tut! Es erleichtert und unterstützt unser Handeln. Im BRAlN-GYM werden drei Dimensionen balanciert: - Lateralität
= rechts/links Bei der Lateralität geht es um Kommunikation zwischen Hirnhälften, Körperseiten und Menschen. Die Fähigkeit des Kreuzens der Mittellinie ist Grundlage für das Erlernen der Kulturtechniken, das Führen von Gesprächen, das Erfassen von Zusammenhängen usw. Die erste und damit sehr wichtige X-Bewegung ist das Krabbeln. Hier wird die Basis für spätere Koordinationsleistungen gelegt. Balanciert wird vor allem mit Mittellinienbewegungen, z. B. der liegenden Acht und X-Bewegungen. In diesem Bereich werden das Gleichgewicht und die Koordination geschult.
Stichworte für die Zentrierdimension sind Organisation und Ordnung. In der Zentrierung sind wir in unserer Mitte und zeigen Flexibilität in außergewöhnlichen Situationen. Ich fühle: - Ich habe Boden unter den Füßen.- Ich fühle mich sicher. - Ich bin geerdet. Aus der Zentrierung gefallen fühle ich: - Ich stehe neben
mir. Dort wo Hektik
oder Fahrigkeit auftauchen, fehlt es an Zentriertheit.
Es gibt Menschen, die sich ständig in einem Überfokus befinden. Sie stehen unter Dauerstress, permanentem Leistungsdruck, haben nur ihr Ziel im Kopf und neigen dazu über andere hinwegzufegen. Der oft zu starke Handlungsdruck schafft unangemessene Handlungen, eingeschränkte Sichtweisen und Selbstblockaden. Der Zustand des Unterfocus zeigt sich in einer nach hinten geneigten Körperhaltung (im Gegensatz zum Überfokus). Dieses drückt auch eine emotionale Haltung aus: - Ich möchte
mich verkriechen. Menschen im Unterfokus
werden oft unterschätzt bzw. trauen sich zu wenig zu. Die Angst
leitet sie.
Kontaktadresse: Tamara Gersitz Aktuelle Veranstaltungen von Fr. Tamara Gersitz
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |