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Shiatsu

Die harmonisierende Kraft des Shiatsu

 

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Wer hat noch nicht durch eine Shiatsu-Massage - eine mit achtsamer Zuwendung einfühlsame, unaufdringliche Berührung - Wärme, Entspannung und Wohlbefinden erfahren? Shiatsu heißt Fingerdruck und bedeutet darüber hinaus Kommunikation durch Berührung. Um den Bedürfnissen des/der Klienten/in gerecht zu werden, bedarf es neben der Beherrschung von Behandlungstechniken und intellektuellem Studium des Shiatsu-Systems vor allem der Sensibilität des/der Praktizierenden. Shiatsu basiert auf der 4000 Jahre alten östlichen Medizin und Philosophie, welche sich u.a. mit der Stärke und Harmonie der in bestimmten Energiebahnen (Meridianen) fließenden feinstofflichen Körperenergie, auch Ki genannt, befasst. Ki ist die Lebenskraft, die jegliche Aktivität des Körpers, des Geistes und der Seele aufrecht erhält. Verschiedene Techniken wie Dehnen, Halten und Verlagern des Körpergewichtes auf bestimmte Körperbereiche des/der Empfangenden unter Benutzung der Hände, Daumen, Finger, Unterarme, Füße und Knie des/der Praktizierenden regen den Energiefluss, die Blut- und Lymphzirkulation an, verbessern Beweglichkeit und Körperhaltung und beugen Erkrankungen vor.

In der Vorgeschichte (ca. 530 v. Chr.) entstand in China Shiatsu aus einem System von Übungen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Erlangung der Sinneskontrolle. Es umfasste die Selbstmassage und Druckpunkt-Therapie zur Entgiftung und Verjüngung. Im 20. Jahrhundert fand eine Verbindung der traditionellen östlichen Medizin mit der westlichen Medizin statt. In Japan wurden verschiedene Shiatsu-Schulen unter Namikoshi, Masunaga und Ohashi gegründet, welche auch die unterschiedlichen Anschauungsweisen der Lehrer repräsentierten. Während die Einen sich mehr auf die traditionelle östliche Medizin, Akupunktur-Punkte, den Aspekten der Emotionen und Lebensweise, vor allem der Ernährung nach den 5 Elementen bzw. Makrobiotik, konzentrierten, maßen andere Schulen der westlichen Physiologie mehr Bedeutung bei. Mischstile entstanden.

Im Folgenden möchte ich Ihnen die östliche Denkweise etwas näher bringen:

Ki ist die Energie, welche alle Materie - auch Vorstellungen, Emotionen und Gedanken - belebt. Die Lebensessenz Jing ermöglicht das Durchlaufen organischer Veränderungen von der Geburt über Wachstum bis hin zum Verfall. Bewusstsein, Unterscheidungsvermögen und Vernunft werden mit Shen bezeichnet. Ki, Jing und Shen sind die drei Schätze unseres Lebens.

Um unser Leben zu erhalten, müssen wir neben dem bereits ererbten Ki durch Luft und Nahrung Energie aufnehmen. Ki fließt durch ein Netzwerk von Energiebahnen (Meridianen), auf welchen sich bestimmte Punkte (Tsubos) zur Tonisierung bzw. Sedierung befinden. Ist dieser Energiefluss durch unterschiedliche Stärken (Zuviel/Zuwenig) gestört oder blockiert, fühlt sich der Mensch unwohl bzw. krank. Um die Körpergeistseele-Harmonie wieder herzustellen, bedarf es der Lokalisierung der Disharmonie unter Beachtung der 5 Elemente, deren Zuordnungen zu den Jahreszeiten, Emotionen, Organmeridianen und der Konstitution nach Yin und Yang, den weiblichen und männlichen Aspekten im Menschen, welche ineinander fließen und jeweils wieder daraus hervorgehen.

Jetzt, im Winter, welcher dem Element Wasser entspricht, befindet sich die Yin-Qualität des Körpers im Ruhezustand. Wie die Schneeflocke, ein Symbol des Winters, ihre Schönheit und Vollkommenheit durch ihren kristallinen Aufbau zum Ausdruck bringt, so beinhaltet der Winter die Zeit der Klarheit und das Bewahren der eigenen Ressourcen. Schnee bedeckt die Erde und schützt die Lebensessenz.

"Schneeflocken sind zart und zerbrechlich. Aber sieh nur, was sie erreichen, wenn sie zusammenhalten."

Alles rund ums Wasser finden Sie hier!

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Dieter Schmitt
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Widmen wir uns nun eine Weile der Vielfalt des Elementes Wasser; es kann nass, flüssig, klar, trüb, warm, kalt, anpassend, kraftvoll, gewaltig, überschwemmend, ruhig, nachgiebig sein und ist lebensnotwendig. Seine Farbe ist blau oder auch schwarz. Die mit ihm verbundenen Organe sind die Nieren und die Blase. Die Nieren sind das Fundament der angeborenen Konstitution und somit Wurzel der Lebensenergie. Sie speichern und potenzieren Kraft und beherbergen den Willen. Die Blase speichert den flüssigen Abfall des Körpers und scheidet ihn aus. Ihre Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichen Mengen ist erstaunlich. Von 15.00 bis 19.00 Uhr regiert das Wasserelement. Es ist die Zeit, den Müll des Tages loszulassen.

Auf weitere Modalitäten, welche dem Wasserelement zugeordnet werden, wie z. B. Angst, der Norden, Kälte, Ohren, Genitalien, Speichel, salziger Geschmack, um nur einige zu nennen, möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde.

So ist es sinnvoll, im Winter den Blasenmeridian, den längsten Meridian des Yangs, zu berühren. Auf dem Blasenmeridian, der u.a. links und rechts der Wirbelsäule verläuft, befinden sich die Zustimmungspunkte für alle Organe und er führt einen starken Bezug zur Wirbelsäule. Der Nierenmeridian, dem Yin zugeordnet, spricht die Gefühle im tiefen inneren Selbst auf der geistig-seelischen Ebene an. So ist die Winterzeit eine Zeit des Entsorgens, Klärens und Beschützens. Dieser Prozess des Körpers kann durch die Massage des Blasen- und Nierenmeridians entsprechend unterstützt werden. Ich darf Sie hierzu herzlich einladen.

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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.