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Lebens-Impuls-Begleitung

von Gabriele Weck

 

 


„Mein Herz weitet sich und
Schmerz entweicht.
Ich staune: In mir ordnet sich etwas neu.
Ich richte mich mehr auf und kann mich mehr annehmen damit,
dass ich auch andere einmal belästigen
darf mit meinem Drang,
zu ihnen zu wollen.“

Zitat aus meinem Buch
„Wo bitte geht‘s ins Licht?“

Die Lebens-Impuls-Begleitung basiert auf medialen Durchgaben. Diese gehen davon aus, dass Störungen auftauchen, weil unser Denken und Handeln in die „falsche Richtung geht“, sozusagen wir gegen unsere inneren Impulse leben. Wir bewegen uns durch unser Verhalten gegen neue Wachstumsimpulse in Richtung (materielle) Sicherheit und Schmerzvermeidung. Damit geraten wir in eine Sackgasse und laufen Gefahr, gegen eine scheinbar unüberwindbare Wand anzukämpfen. Die dabei entstehende Schuld am Misserfolg suchen wir außerhalb, bei anderen wie z.B. den Eltern, unseren Kindern, dem Chef oder dem Wetter … und vor allem beim Partner, sowie bei uns selbst. Durch die Lebens-Impuls-Begleitung erkennen wir wieder die Liebe in uns, mit deren Hilfe wir unsere wahrhaftigen Impulse – mit anderen in Freude und gegenseitiger Achtsamkeit begegnen und austauschen wollen – leben können.

Generell gibt es in meinen Augen keine Schuld oder falsches Verhalten. Wir sind ein Segen – auch und gerade mit all unseren Haken und Ösen –, um uns gegenseitig da abholen zu können, wo ein Impuls im Schmerz früherer Erfahrungen eingeschlossen ist. So wählen wir auch den richtigen Partner aus, weil es eine unbewusste Anziehungskraft gibt und der sprichwörtliche Topf zum Deckel passt. Genau dort, wo der eine sein Leid tief in seinem Topf verborgen hat, wirkt der andere durch sein gegensätzliches Verhalten wie ein Deckel, von dem man sich manchmal eingeengt fühlt. Das Verstehen und Umsetzen der Lebens-Impuls-Begleitung hilft uns dabei, unterschiedliche Zusammenhänge zu erkennen, um diese für die Selbstheilung zu nutzen, damit zum Wohle beider Partner schmerzliche Erfahrungen aufgelöst werden können. Denn schließlich will die Liebe nicht ein Leben lang nur Topf zum Deckel sein, sondern sich gleichberechtigt mit dem Partner ergänzen und beglücken.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:
Hannelore malte als Kind gerne und erschuf dabei in ihrer Fantasie eine märchenhafte Welt. Darin war sie die Prinzessin, der alle zu Füßen lagen. Doch die Realität sah anders aus. Die Eltern besaßen eine Metzgerei, in der jeder kräftig mit anpacken musste, wodurch sie oft genug aus ihren Träumen gerissen wurde. Sie vermisste immer häufiger, liebevoll umsorgt zu werden und mit den Eltern Spaß zu haben. Umarmungen gab es in ihrer Familie nicht, was ihr weh tat. Mit der Zeit lernte sie, diesem Schmerz aus dem Weg zu gehen bzw. zu unterdrücken.

Hannelore drehte als Erwachsene den Spieß um und tut nun alles für die Wünsche und Nöte anderer. Ihre eigenen Bedürfnisse nach Entspannung und Umsorgtsein werden unterdrückt, bis sie nicht mehr weiter weiß.
Nachdem sie mein Buch über die Lebens-Impuls-Begleitung gelesen hat, weiß sie, dass bei manchen Problemen Beziehungsstörungen mit dem eigenen Partner die Ursache sein können. So bittet sie ihren Mann Hans, die Abhängigkeiten in ihren Verhaltensmustern mit ihr zu bearbeiten. Er sieht jedoch keinen Handlungsbedarf, denn es soll alles so bleiben, wie es ist. Doch Hannelore leidet darunter, dass sie im Stress ist und jeder sich mit seinen Sorgen an sie wendet, während Hans am Feierabend angeln geht oder vor dem Fernseher liegt.

Hans spiegelt ihr mit seinem Verhalten, was in ihr wartet, gelebt zu werden: sich zu entspannen und einem Hobby nachzugehen. Jedes Mal, wenn sie ihn so sieht, kommen schmerzhaft ihre Erinnerungen an die eigene Kindheit hoch und sie ärgert sich über ihn. Sie mag es nicht, wenn er die Beine hochlegt, weil sie sich selbst das nicht zugesteht. Wenn sich solche Impulse melden, schaltet sich schnell ihr Kopf ein, der sagt, was es noch Wichtiges zu erledigen gibt. Die Entspannung, die sie nach innen verdrängt, drängt sie auch mit dem Ärgern nach außen weg zu Hans.

Durch die Selbsthilfe der Lebens-Impuls-Begleitung eröffnet sich für Hannelore ein neuer Weg: Sie kämpft nicht mehr länger gegen das Hobby und die Entspannungsphasen ihres Mannes, sondern nimmt sein Verhalten als Geschenk für sich selbst an. Sie verzeiht ihm, indem sie sich an die eigene Regung zu dem gleichen Impuls, sich entspannen zu wollen, aus der Kindheit erinnert. Damit baut sie eine Brücke der Liebe und des Verständnisses zwischen beiden auf und erfährt: „Was ich Hans verzeihe, verzeihe ich auch mir selbst.“ Sie erinnert sich: „Ich wollte mich in meiner Kindheit immer dann entspannen, wenn meine Mutter vorher viel Druck auf mich ausübte, was noch alles zu tun sei. Manchmal hielt ich es mit ihr nicht mehr aus und flüchtete mich über das Malen in meine Fantasiewelt. Vermutlich ergeht es Hans in unserer Beziehung genauso. Auf ihn schob ich das Bedürfnis nach Entspannung mit meinem mich Ärgern über ihn und beschränkte mich darauf, gut für andere sorgen zu wollen. Ich verzeihe Hans, dass es ihm mit mir genau so geht, wie mir umgekehrt in der Kindheit mit meiner Mutter. Bisher mache ich ihm Druck, was er noch alles für mich tun sollte, wenn er abends nach Hause kam. Deswegen flüchtete er zum Angeln und in die Entspannung, weil er es mit mir nicht mehr aushält.“

Die Regung zum bisher störenden Verhalten des Gegenübers im eigenen Erleben zu finden, ist der besondere Schritt, den die Lebens-Impuls-Begleitung von anderen Hilfen unterscheidet. Wenn wir auf diese Weise verzeihen, ist unser Herz sofort offen für das Gegenüber, für sich selbst und die bisher unterdrückten Impulse. So erlebt sich Hannelore nach dem Verzeihen sofort frei und liebevoll mit Hans, der sich von ihr damit endlich einmal verstanden fühlt.

Für ihn ist die Welt so in Ordnung, aber für Hannelore noch nicht. Es fehlt ihr, dass ihr Mann sich auch in ihrem Verhalten wiederfindet. Die Lebens-Impuls-Begleitung besagt, dass zwei Menschen sich begegnen, um sich gegenseitig in ihrer seelisch-geistigen Weiterentwicklung zu unterstützen, um ihre Anteile aus dem inneren Schmerz zu befreien. Hans tut sich damit schwer, dies zu erkennen, denn das Sorgen für andere ist der von ihm unterdrückte Impuls.

Hans erging es in der Kindheit genau umgekehrt wie Hannelore. Er durfte nicht helfen. Immer dann, wenn er sah, wie viel sein Vater zu tun hatte, spürte er Liebe und freudige Aufregung, mitmachen zu wollen. Sein Vater schickte ihn dann ärgerlich weg und sagte: „Dafür bist du noch zu klein.“ So blieb diese Regung in seinem Innern schmerzhaft verborgen. Seitdem harrt er resigniert im Rückzug der Entspannung aus und glaubt, dass ihn niemand will und seine Frau viel besser für andere sorgen kann als er. Auch Hans gelingt es nun mit den 7 Schritten der Lebens-Impuls-Begleitung, diesen unterdrückten Bereich zu sich zurückzuholen. Bisher hat er seine Frau dafür kritisiert und oft gesagt: „Setz dich endlich einmal hin. Das ist ja kaum auszuhalten.“ Jetzt kann er eine Brücke der Liebe zu ihr aufbauen, indem er ihr verzeiht und sich selbst ebenso: „Ich verzeihe dir, dass du dich so um andere bemühst. Du tust es aus Liebe und freudiger Aufregung, zeigen zu wollen, was alles an Fähigkeiten in dir steckt. So ging es auch mir in der Kindheit mit meinem Vater.“
Das gemeinsame Verzeihen macht die beiden frei, ihr Verhalten ändern zu können. Hannelore erlaubt es sich nun manchmal, Nein zu sagen, wenn andere etwas von ihr wollen und ruht sich aus. Sie will sich Farben kaufen und wieder malen. Hans hingegen staunt über sich selbst. „Ich glaube, ich fange jetzt erst an zu leben. Ich bin richtig aufgeregt und froh, wenn ich etwas für Hannelore und andere Menschen tun kann.“ Beide fühlen sich nach all den Jahren der Missverständnisse und gegenseitigen Kritik wieder offen, leicht, um liebevoll miteinander umgehen zu können.

Die Lebens-Impuls-Begleitung zeigt uns, wie viel Selbstheilungskraft eine beseitigte Störung in sich birgt. Ganz gleich, wie groß ein innerer Schmerz sein mag, Gott liebt uns und ermöglicht mit jeder Begegnung ein Heilungsangebot im Verhalten des Gegenübers zu erkennen. Mit der Selbsthilfe oder dem therapeutischen Gespräch der Lebens-Impuls-Begleitung können wir diese Chance erkennen und für uns umsetzen. Über das Verzeihen und Sichergänzen im Verhalten des Gegenübers können wir mehr Freude, Lebenslust und Leichtigkeit erfahren. Der Versuch lohnt sich.
Was „Druck machen“ und „sich bekämpfen wollen“ alles bewirken kann, hat uns die Menschheitsgeschichte und unser eigenes Leben zur Genüge gezeigt. Es gibt immer eine gute Lösung, wenn wir bereit sind, uns so wie wir sind anzunehmen und zu lieben.

Die Autorin:
Gabriele Weck lebt mit ihrer Familie inmitten von Natur im lieblichen Taubertal und führt in Bad Mergentheim eine Praxis. Als Geistheilerin und Medium empfängt sie geistige Hilfen, die sie auch als Bücher und CDs zur Selbsthilfe veröffentlicht. Informationen sowie Lese- und Hörproben finden Sie im Internet.

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Ein Vortrag der Autorin Gabriele Weck zum Thema „Lebens-Impuls-Begleitung“ findet am Donnerstag, dem 14.05.09, um 20.00 Uhr im Praxiszentrum für Lebensimpulse, Hölderlinstr. 2, 97980 Bad Mergentheim, statt. Info und unter

Kontakt:

Praxiszentrum für Lebensimpulse
Gabriele Weck
Hölderlinstr. 2
97980 Bad Mergentheim
Tel.: 079 31/434 53
E-Mail.: info@lebensimpulse.de
www.lebensimpulse.de

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Copyright 2000 – 2009 Dieter Schmitt

 

 

Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.