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Heilsame Schwingungen
Mantren – die Quellen neuer Kraft

von Marlene Schödlbauer

 

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Die Kraft, aus der wir beim Singen Energie schöpfen. Ihre Rezitation kann unser Bewusstsein von störenden Einflüssen befreien.
Sanskrit, die älteste Sprache der Menschheit, wird auch Devanagari, wörtlich „Sprache der Götter“, genannt. Sie besteht aus Urklängen, die den eigentlichen Schwingungen eines Objektes oder einer Handlung entsprechen.
Da die Sanskrit-Worte die tatsächlichen Klangmanifestationen sind, benutzen wir sie für Meditation (Japa) und zum Singen (Kirtan). Manche Mantras können übersetzt werden, aber ihre Übersetzungen haben nicht die gleiche Kraft.
Das uralte Wissen von der heilenden Kraft des göttlichen Klangs ist seit jeher bekannt. In allen Kulturen wissen die Menschen, dass uns Worte Kraft geben.
Klang besteht aus Schwingungen und ist Energie. Ein Sanskrit-Mantra ist mystische Energie, die in einer Klangstruktur eingeschlossen ist. Um diese Energie zu aktivieren, wiederholen wir das Mantra in einem bestimmten Rhythmus. Die volle Wirkung entfaltet sich nach 20- bis 40-minütiger, täglicher Wiederholung. Dadurch entsteht eine entsprechende Schwingung im Geist, die Energie manifestiert sich. Eine Hilfe für die bessere Konzentration kann das Singen und Meditieren mit einer Mala sein. Sie ist dem Rosenkranz ähnlich und hat 108 Perlen. Eine große Perle (Meru) symbolisiert das Absolute (Brahman).
Die durch Mantras geschaffenen Gedankenmuster sind positiv, nützlich und beruhigend.
Niemand hat sich hingesetzt, um Mantras aufzuschreiben, wie man Lieder komponieren würde. Mantras sind Energien, die schon immer im Universum existieren, daher können sie nicht erfunden oder vernichtet werden. Sie wurden von selbstverwirklichten Weisen (Rishis) im überbewussten Zustand entdeckt und weitergereicht. Die Wissenschaft der Mantras ist sehr exakt, weshalb es wichtig ist, sie korrekt auszusprechen.
In Indien ist der Gebrauch solcher Worte oder Silben von allen Yoga-Traditionen jedoch ganz besonders hervorgehoben worden. Mantras, wie sie dort genannt werden, wurden in Indien schon immer als heilig erachtet. Sie bewirken in uns Heilung und bringen uns mit dem Heiligen in Berührung.
Diese kraftvollen, hochenergetischen Worte oder Silben bieten uns einen tiefen Zugang zum Herzen und lassen uns den göttlichen Ursprung unserer menschlichen Seele spüren.
Auch auf der physischen Ebene kann man viel von der Mantra-Wiederholung (Japa) profitieren. Die verschiedenen Organe und Zellen des Körpers werden entspannt und energetisiert. Gifte werden aus dem Körper entfernt und das Nervensystem wird entspannt. Die niedrigeren Emotionen wie Ärger, Gier, Hass und Eifersucht werden aufgelöst und durch reine Eigenschaften wie Liebe, Freude und Mitleid ersetzt.
Obwohl Mantras (heilige Gesänge) in allen alten Kulturen verwendet wurden, gilt Indien als das Land, in dem das Rezitieren von Mantras zur höchsten Blüte geführt wurde.
Ja, man kann das Singen, Rezitieren oder wie es auch manchmal praktiziert wird – das stille „Sprechen“ der Mantren – als kraftvolle Medizin bezeichnen. Eine Medizin, die die Kraft besitzt, uns singend an unsere wahre Herkunft zu erinnern: Freude, Liebe, Wahrheit.
Es gibt verschiedene Arten von Mantren:

1. Nirguna Mantras
Abstrakt, formlos, eigenschaftslos
z.B. Om – der Urklang aller Klänge, Soham – Ich bin Das


2. Saguna Mantra

Mantra mit Eigenschaften und Form
Für die meisten Menschen ist es leichter, eine Beziehung zu einem Gottheiten-Mantra zu entwickeln. Sie suchen einen Aspekt aus, der zu ihnen passt und zu dem sie eine Beziehung herstellen können.
Das Mantra von Saraswati: Om Aim Saraswatyai Namah (Göttin der Beredsamkeit, Weisheit, Musik und der schönen Künste)
Es eignet sich für künstlerische und kreative Menschen, die sich auch von diesem Mantra magisch angezogen fühlen.


3. Bija Mantras (z.B. Ram – ram – ram)
Einsilbige Wurzel- oder Samen-Mantras. Nur mit ausdrücklicher Anleitung eines Lehrers sollte man diese Mantren wiederholen.

4. Andere Mantras
Insbesondere Mantras in anderen Sprachen wie z.B. Kyrie Eleison oder Halleluja, afrikanische Mantren Yemahaassessu usw.

Es gibt einfache Mantren, die besonders Kinder zum begeisterten Mitsingen anregen. Auch geistig behinderte Menschen reagieren stark auf die Klangschwingungen der Mantren.
Das Singen von Mantras ist eine wunderschöne, freudvolle Methode, das Herz zu öffnen und innere Gefühle der Liebe, Hingabe und Einheit zu wecken.
Die Kraft und Lebendigkeit, die in den Mantren liegt, fliegt wie ein Funken glühender Liebe und ergreift die Herzen der Menschen – und dann gibt es nur noch ein Herz, welches in vielen verschiedenen Körpern schlägt.


Omshanti


Kontakt:
Yogalehrerin Madalasa
Mantra-Singen und Konzerte:
Marlene Schödlbauer
Hollerstr.6
63853 Mömlingen
www.yoga-united.com

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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.