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Urklangmeditation von Dr. Joachim Schneider
„In diesem Augenblick liegt der Schlüssel zu Glück und Gesundheit. Wenn wir diesen Augenblick verpassen, verpassen wir unser ganzes Leben.“ Unsere Gedanken führen uns ständig weg von diesem Augenblick in die Zukunft oder die Vergangenheit. Wir denken darüber nach, was war oder was sein wird. Unsere Gedanken flüchten geradezu vor diesem Augenblick in irgendeine Ablenkung, in eine Arbeit, den Konsum, oder ein Beziehungsdrama, um der Langeweile, Ruhelosigkeit, der Sinnlosigkeit, und vielleicht sogar dem Schmerz, den wir in diesem Augenblick empfinden, zu entrinnen. Wenn wir vor diesem Augenblick davonrennen, verpassen wir die tiefe Ruhe, die dieser Augenblick in sich birgt. Wir verpassen die Chance, den Sinn in unserem Leben zu finden und den Schmerz zu heilen.
Geschichte der Urklangmeditation „Folge jedem Wunsch. Er wird dich zu Gott führen." (Deepak Chopra) Deepak Chopra, der „Guru von Hollywood" (PM Biographie Feb. 2006) lernte in den achtziger Jahren von Maharishi Yogi das Meditieren. Er begann bald darauf seine eigenen Fortbildungsprogramme zu entwickeln und entdeckte 1991 Urklangmeditation in Zusammenarbeit mit Amerikanischen und Indischen Wissenschaftlern. Urklangmeditation unterscheidet sich von anderen Formen von Meditation wie zum Beispiel Visualisierung, Affirmation, Gebet, oder Konzentration darin, dass diese Meditation nicht das Ziel hat, die Gedanken zu verändern, sondern diese zu beobachten und zuzulassen. Urklangmeditation hat ihre Wurzeln in der jahrtausende alten, vedischen Tradition Indiens. Ayurveda, die traditionelle Gesundheitslehre Indiens, Yjotish, die indische Astrologie, Vastu, das indische Feng Shui, Vedanta, die Philosophie der Veden, sowie Yoga entstammen ebenfalls dieser vedischen Tradition. Urklangmeditation geht auf einen klassischen Text dieser Yogatradition, die „Yoga-Sutren von Patanjali", sowie die Philosophie von Adi Shankara (788 - 820 n. Chr.), einem der bekanntesten vedischen Philosophen, zurück. Von Patanjali stammen praktisch alle bekannten Yogatechniken einschließlich der Urklangmeditation, die er am Besten und Genauesten beschrieben hat. Laut Patanjali ist Yoga mehr als ein Entspannungstraining, bei dem man Körperposen und Atemtechniken übt. Die klassische Bedeutung des Wortes „Yoga" ist das, was die Einheit von Körper, Geist und Seele hervorbringt. Laut Adi Shankara gehen alle Phänomene des physischen Universums auf eine Intelligenz zurück. Shankara nennt diese Wahrheit, „Advaita", den Nicht-Dualismus. Diese Intelligenz manifestiert sich auf 3 Ebenen: (1) dem physischen Körper mit der natürlichen Umwelt, dem Körper und seiner Lebensenergie, (2) dem unscheinbaren Körper, bestehend aus Ego, Verstand, Intellekt und Gefühlen, und (3) dem Kausalkörper, dem Bereich der individuellen Seele mit ihrer Berufung, den archetypischen Energien wie Held oder Narr und des „Spirit", des zeit- und raumlosen, allgegenwärtigen Bewusstseins. Es ist leicht, sich im unscheinbaren Körper zu verlieren und Rollen, Beziehungen, und Dingen verhaftet zu sein. Wer sich von den Verhaftungen des unscheinbaren Körpers löst, und den physischen Körper von Stress und Giften befreit, kann die ursächliche Kraft des Kausalkörpers erfahren, seine Bestimmung finden und diese mit Hilfe der archetypischen Energien verwirklichen. Mit Urklangmeditation bewegt man sich von der physischen zur unscheinbaren und kausalen Ebene und wieder zurück, und wird sich dadurch des Yoga, der Einheit von Körper, Geist und Seele bewusst.
Was sind Urklänge? Urklänge sind Schwingungen der Natur: Beispielsweise der Wind in den Bäumen oder die Wellen am Strand. Die Urklänge für Urklangmeditation sind Schwingungen des Weltalls, die vor Tausenden von Jahren von indischen Gurus während der Meditation entdeckt, und relativ zur derzeitigen Position des Mondes aufgezeichnet wurden. Jeden Tag gibt es drei bis vier verschiedene Urklänge und der Urklang ändert sich alle 6 bis 8 Stunden.
Warum Urklangmeditation? Schon Joachim Berendt sagte, die Welt ist Klang. Klänge sind von allen Empfindungen die unscheinbarsten. In den Upanishaden steht:
„Die Essenz der Erde ist das Wasser.
Laut Deepak Chopra ist der Urklang zur Geburtszeit die genaueste Schwingung überhaupt, um individuelles Bewusstsein auf globales Bewusstsein auszuweiten.
Was bewirkt Urklangmeditation? Urklangmeditation führt vom Trubel in die Stille, und gibt dem Körper eine tiefe Beruhigung. Mit dieser Ruhe heilt sich der Körper, indem er Stress, Müdigkeit und Gifte, die sich ein Leben lang aufgestaut haben, abwirft. Dieser Reinigungsprozess erleichtert es, auf die Signale des Körpers mehr und mehr zu hören, was zu körperlicher und geistiger Gesundung, dem Umkehren des Alterungsprozesses, und dem mühelosen Abwerfen ungewollter Abhängigkeiten führt. Wissenschaftliche Untersuchungen mit dieser Form von Meditation zeigen, dass bei regelmäßiger, mehrmonatiger Meditation auch Heroinabhängigkeiten sich quasi von selber auflösen können. Zusätzlich zur körperlichen und mentalen Gesundung, findet sich der Mensch und verwirklicht sich mehr und mehr. Die Komfortzone weitet sich aus, man findet den Mut zur Veränderung, und erkennt, dass „Wirklichkeit" nur eine Ansammlung von Gedanken ist, das Ergebnis sozialer Konditionierung. Es wird einem mehr und mehr klar, dass es in diesem Augenblick unbegrenzte Möglichkeiten gibt, man immer die Wahl hat, und dass jeder seines Glückes Schmied ist. Der Mensch kehrt zu seiner Essenz zurück, und erinnert sich daran, dass unabhängig von gegenwärtigen Lebensumständen, Alter oder Aussehen, man vollkommen, vollkommen liebenswert, und vollkommen geliebt ist. Urklangmeditation stärkt die innere Kraft, und hilft dabei, sein Leben von innen heraus zu gestalten. Sicherheit, Selbstbewusstsein und Macht, die auf Status, Beziehungen, dem Kontostand und gesellschaftlicher Akzeptanz basieren, halten nur so lange an, wie der Titel, das Geld, die Beziehung und das Ansehen bestehen. Ein Leben, das auf äußere Gegebenheiten baut, verbirgt nur unsere Ängste anstatt sie zu heilen. Wahre Sicherheit, wahres Selbstbewusstsein, wahre Macht kommt von innen, ist unabhängig von äußeren Umständen und kann uns von unseren Ängsten heilen. Urklangmeditation führt auf angenehme Weise zu einem Umdenken. Im Unterschied zur Wissenserweiterung oder der Ansammlung von Erfahrungen innerhalb einer Denkschiene, entwickelt der Einzelne bei regelmäßiger Urklangmeditation mehr Leichtigkeit und eine tiefere Wertschätzung für das Leben, die ihm dabei hilft Lebenskrisen wie dem Verlust des Arbeitsplatzes, Insolvenz, oder lebensbedrohlichen Situationen mit mehr Gelassenheit zu begegnen und zu meistern. Über Urklangmeditation findet der Einzelne Zugang zu verschiedenen Bewusstseinszuständen. Neben Schlafen, Träumen, und Wach sein, machen regelmäßig Meditierende eine direkte Erfahrung der Seele (Atma Darshan), werden sich ihres zeit- und raumlosen Beobachters bewusst, erkennen, dass die „Wirklichkeit" nur ein vom Gehirn geschaffener Traum ist, und dass jeder Mensch eine Vielzahl an Rollen spielt. Urklangmeditation ermöglicht, sich mit seiner Seele, dem allgegenwärtigen Bewusstsein anstatt mit seinem Ego zu identifizieren. Dadurch lässt sich der Mensch nicht mehr von den „guten" und „schlechten" Dingen des Lebens durcheinander bringen. Der Einzelne kann sogar mit der Welt als solches verschmelzen, so dass er sich als das Weltall sieht. Diese Sichtweise, auf Sanskrit „Ahambramasme"- Ich bin das Universum" - ermöglicht es mit jedem Wesen auf dieser Erde, und mit der Natur, mitfühlen zu können.
Wie wendet man Urklangmeditaton an? „Lieben heißt erlauben." (Deepak Chopra) Urklangmeditation kann von jedem Menschen, unabhängig von Alter, Religion, oder Gesundheitszustand leicht erlernt und selbstständig ausgeübt werden. Gemäß der vedischen Philosophie ist jeder Weg der richtige Weg und jeder Mensch bedarf eines einzigartigen Weges zur Verwirklichung. Es ist daher nicht notwendig seinen Lebensstil zu ändern, oder irgendwelchen Gruppen beizutreten, um Urklangmeditation auszuüben. Es ist auch nicht notwendig an Urklangmeditation zu glauben, oder diese Technik intellektuell zu verstehen, um die positive Wirkung dieser Meditation zu erfahren. Um Urklangmeditation zu lernen ist es wichtig einen qualifizierten Meditationslehrer oder eine Lehrerin zu haben, von der man seinen individuellen Urklang erhält. Mehr Informationskontaktadressen unter http://www.chopra.com. Urklangmeditation ist mühelos. Es ist nicht notwendig sich zu konzentrieren, irgendetwas zu kontrollieren, sich anzustrengen, oder zu "versuchen" zu meditieren. Man muß auch keine Yogaposition einnehmen, aufrecht sitzen, oder in irgendeiner Stellung verharren, wenn dies nicht mühelos möglich ist. Es ist nicht einmal notwendig sich zu entspannen. Genau wie positiv denken zu "müssen", kann auch sich entspannen wollen oder sich entspannen "müssen" sehr anstrengend und für viele eine schier unüberwindbare Hürde sein. Stattdessen soll man einfach das zulassen, was der Körper machen möchte. Wenn es einen juckt, kann man sich ruhig kratzen Die einzige Regel bei der Urklangmeditation ist sich wohl zu fühlen. Die Meditation wird zum Mikrokosmos dafür, wie jemand sein ganzes Leben angeht. Sanft und mühelos meditieren hilft dabei den Rest seines Lebens sanft und mühelos zu handeln. Wer sich während der Meditation anstrengt und sich zwingt, aus welchen Gründen auch immer 20 Minuten lang unbequem sitzen zu bleiben, sitzt wahrscheinlich schon seit 20 Jahren „unbequem" an einem Arbeitsplatz oder in einer Beziehung. Gemäß dem Grundsatz, „So wie ich dies tue, mache ich alles" hilft die mühelose Urklangmeditation dem Meditierenden dabei, das mühelose Leben zu üben. Gedanken, Geräusche, Empfindungen im Körper gehören alle dazu. Wenn die Aufmerksamkeit vom Urklang auf andere Gedanken, Empfindungen oder Geräusche abschweift, kehrt man wieder ganz sanft und mühelos zum Urklang zurück. In einem von Deepak Chopra's Meditationskursen sagte eine Teilnehmerin, sie hätte während der Meditation mit dem Erzengel Gabriel gesprochen. Deepak Chopra antwortete: „Sind Sie ganz sanft und mühelos wieder zum Urklang zurückgegangen?". Unabhängig davon, wie tiefgreifend das Meditationserlebnis ist, wenn man wieder zum Urklang zurückkehrt, kann man noch tiefer gehen. Gedanken während der Meditation sind ein Zeichen, dass der Körper Stress abwirft. Wenn einem während der Meditation langweilig wird, oder man denkt "Ist das doof", "so eine Zeitverschwendung", "ich will aufgeben", dann ist das ganz toll. Der Körper wirft über die Meditation auf angenehme Weise den Stress ab, der sich ein ganzes Leben lang angesammelt hat. Es ist also nicht der Zeitpunkt zum Aufhören. Wenn man jetzt aufhört, bleibt der Stress im Körper. Stattdessen ist es wichtig, sich vorab auf eine Meditationszeit zu entscheiden, und diese Zeit einzuhalten. Es ist wichtig, alle Erwartungen, die man an die Meditation hat, los zu lassen. Unabhängig davon ob man einschläft, ruhelose Gedanken hat, sich wie im Himmel fühlt, eine Vision bekommt oder ein anderes tief greifendes spirituelles Erlebnis hat, ist jede Meditation eine gute Meditation. Man bekommt immer das, was der Körper braucht. Es ist nicht notwendig die Meditation zu bewerten oder seine Meditationserlebnisse mit denen anderer Menschen zu vergleichen. Viele Menschen hören leider mit dem Meditieren auf, nur weil sie nicht die Erlebnisse anderer aufweisen können. Das Entscheidende beim Meditieren ist nicht das Meditationserlebnis, sondern wie sich das Leben des meditierenden Menschen verändert. Über Meditation stellen sich Veränderungen im Leben auf angenehme Weise ein. Regelmäßige Meditation, im Idealfall zwei mal täglich je eine halbe Stunde ist wichtig, um deren Vorzüge zu erleben. Meditieren ist wie Wasser aus dem Meer holen und es in den Swimmingpool hinterm Haus leeren. Wenn ich regelmäßig Wasser hole und das Wasser in den Swimmingpool gieße, kommt der Tag, an dem ich in diesem Pool schwimmen kann. Dann erfährt man, dass der Spirit jenseits der Gedanken eine wirkliche Kraft ist. „Geheimnisvoll, unfassbar aber wirklich. Wirklicher als Schwerkraft, wirklicher als Zeit." Deepak Chopra.
Literatur:
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |