Das Leben auf unserem Planeten ist wahrlich nicht einfach. Die Probleme sind zahlreich, teilweise schwerwiegend und scheinen fast unlösbar. Was uns gestern noch Sicherheit gab ist heute verschwunden. Kulturelle und moralische Werte, die uns Richtschnur waren, lösen sich immer mehr auf. Die Vielfalt der Meinungen und Möglichkeiten macht es uns oft schwer, eine klare Stellung zu beziehen.
Alles bewegt sich, alles scheint möglich, alles scheint machbar zu sein. Wir streben ständig nach mehr. Nach
• mehr Fortschritt,
• mehr Luxus,
• mehr Reichtum,
• mehr Erfolg,
• mehr Macht
• mehr Glück und
• mehr Befriedigung.
„Wenn ich erst mein eigenes Haus besitze, dann werde ich mich wohlfühlen“. „Wenn mir erst dieses Auto gehört, dann werde ich beliebt sein“. „Wenn diese Schwächen an meinem Körper wegoperiert sind, dann werde ich den richtigen Partner finden“.
Wenn, wenn, wenn – dann, dann, dann. Wir sind auf derartige imaginäre Verheißungen fixiert weshalb wir uns abhetzen und quälen um diese zu erreichen. Unser Blick ist auf diese Ziele in ferner Zukunft gerichtet wodurch wir das Hier und Jetzt sowie uns selbst übersehen. Geld regiert die Welt und meist ordnen wir uns dieser Herrschaft unter und folgen dessen Leitlinien und Regeln. Wer erfolgreich sein will und eine Rolle spielen will „Must have“. Was man haben muss, schreiben uns unsichtbare und ungreifbare Mächte vor.
Es steht außer Frage, dass es Spaß und Freude bereitet, hübsche Kleidung zu tragen, einen schönen Urlaub zu verleben und gut Essen zu gehen. Erspartes für Notfälle zu besitzen ist auch tatsächlich ein sanftes Ruhekissen. Zwei entscheidende und ungeheuer wichtige Fragen jedoch sind: „Ist all das, was ich glaube haben zu müssen, auch tatsächlich aus dem Herzen heraus gewollt?“ „Nährt mich der Besitz wirklich seelisch und geistig, um mir Erfüllung und Frieden zu bringen?“ Weitere Fragen entstehen wie. „Was von all diesen Dingen berührt mein Herz liebevoll und macht auch den Menschen um mich herum Freude?“ „Stärkt es die Liebe und die Beziehung zu meinem Partner?“ „Macht es unser Familienleben froh und glücklich?“ „Was will ich und brauche ich wirklich, um in Frieden mit mir selbst und anderen zu sein?“
Um mich mit diesen wichtigen Fragen befassen zu können, brauche ich Zeit und Ruhe, damit ich mich selbst wahrnehmen kann. Kein anderer außer mir kann das Laufband, auf dem ich renne, stoppen! Wir müssen aufhören, durch Machen und Tun vor uns selbst und den wahren Problemen davonzulaufen.
Auf dieser Erde gibt es unendlich viel Leid. Über 2 000 Jahre nach Christus und dessen Lehre von Nächstenliebe, Mitgefühl und Brüderlichkeit gleicht diese Welt – meiner Meinung nach – immer noch eher einer Hölle als dem Himmel.
Noch immer gibt es Kriege, Hass, Intoleranz, Ignoranz und Unwissenheit. Noch immer ist sich jeder selbst der Nächste. Geld und Macht sind das goldene Kalb, um das wir tanzen.
Sind wir alle arme Opfer, die willenlos von einer unsichtbaren Macht getrieben werden? Oder ist da etwa ein rachsüchtiger Gott, der uns quälen und bestrafen will? Oder gibt es gar keine hohe spirituelle Kraft und alles geschieht zufällig und ist bedeutungslos? Wer ist verantwortlich für all diese Miseren, für all den Unfrieden?
WIR selbst sind dafür verantwortlich! Sie und ich, die Sie diese Zeilen lesen und untätig sind!
Viele von uns glauben, sie könnten unabhängig von anderen leben, hätten mit dem anderen nichts zu tun und wären eigenständig und getrennt vom Rest der Welt.
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Hände aktiv sind, bis Ihr Frühstücksbrötchen auf dem Tisch liegt? Wir brauchen unsere Erde, die den Samen für das Korn aufnimmt, sowie Wasser und Sonne die ihn nähren. Wir brauchen den Bauern, der das Getreide erntet und den Müller, der es mahlt. Wir brauchen Menschen, die das Mehl verpacken und ausliefern. Wir brauchen die Bäcker, die die Brötchen backen und die Menschen in den Läden die es uns verkaufen. Am Ende dieser Menschenkette stehen Sie, der das Brötchen genießt.
Die Suche nach dem wahren Glauben wird
die Menscheit wohl ewig beschäftigen.
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Die Autorin
Wilhelmine Schmitt hat Ihren persönlichen Glauben gefunden.
Mehr darüber:
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Wir bilden uns ein, tun und lassen zu können, was wir wollen, ohne Rücksicht auf andere und glauben, dies hätte keine Auswirkung auf unsere Mitmenschen oder das ganze Weltgeschehen. Wir meinen Menschen, die in einem anderen Land sterben oder gefoltert werden, haben nichts mit uns zu tun! Ebenso Menschen, die alt sind und einsam dahinvegetieren, haben doch nichts mit uns zu tun! Gewinnsüchtige Unternehmer, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln, haben doch nichts mit uns zu tun!
Ich bin ich und Du bist Du und wir sind getrennt voneinander und haben nichts miteinander zu tun. Das ist der große Irrtum, die große Lüge! Wir sind alle miteinander verbunden und keiner kann ohne den anderen existieren. In Wahrheit sind alle eine Einheit. Wie jede einzelne Zelle Ihres Körpers ein wichtiger Teil des ganzen Organismus ist und nur gemeinsam mit den anderen Zellen wirken und leben kann, so ist es auch mit uns Menschen!
Eine kranke, entartete Zelle kann den ganzen Organismus schwächen, so wie eine friedliche, ihre Aufgaben zum Wohle aller erfüllt, um den ganzen Organismus stärken und heilen zu können.
Jeder einzelne Mensch ist ein wichtiger und gleichberechtigter Teil in der großen Menschenfamilie, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit und sozialem Status. So hat jeder Mensch die Verantwortung und gleichzeitig auch die Chance und Kraft, Probleme zu lösen, Umstände zu verbessern und gemeinsam mit anderen die kranke und leidende Erde positiv zu verändern.
Wenn mein selbstsüchtiges, herzloses, intolerantes Denken und Handeln den Körper der Menschheit stören und ihm schaden kann, dann kann mein liebevolles, mitfühlendes und auf das Wohl aller bedachtes Denken und Handeln den Körper der Menschheit stärken und positiv beeinflussen.
Wir sind selbst verantwortlich für unser Denken, Fühlen und Handeln sowie für unser Leben und die ganze Erde. Kein Erlöser oder Retter kann uns von außen diese universelle Verantwortung abnehmen und die existierenden Probleme beseitigen. Jeder selbst, wie auch wir alle gemeinsam haben es in der Hand.
– Es ist daher für jeden von uns wichtig, innezuhalten, hinzusehen und nach Innen zu fühlen.
– Es ist wichtig, die Stimme in uns zu hören, die jeder Mensch im Herzen hat.
– Es ist wichtig, zu überlegen, welchen spirituellen Weg kann ich gehen, um Frieden, Mitgefühl, Toleranz und Liebe in mir zu nähren und zu verwirklichen.
– Es ist wichtig, die Wahrheit über sich selbst, alle Menschen, die Erde und Gott zu erkennen.
– Es ist wichtig, Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit loszulassen und sich weiter zu entwickeln.
Viele Wege führen nach Rom und ich bin sicher, dass es für jeden Menschen einen für ihn passenden spirituellen Weg gibt, der ihn zu Bewusstsein und Frieden führt. Es braucht viel Mut und Kraft, sich der eigenen Verantwortung zu stellen und die Schwierigkeiten in ihrer ganzen Tragweite anzunehmen. Es kostet auch viel Kraft und ein unglaubliches Maß an Disziplin, den Trott des Alltags regelmäßig zu verlassen und die Übungen zu praktizieren, die ihr spiritueller Weg Ihnen vorgibt. Ich weiß aus eigener Erfahrung um all diese Anstrengungen, aber bin fest überzeugt davon, dass es das Beste ist, was wir tun können.
Wenn Sie Ihren persönlichen Weg ernsthaft suchen und konsequent gehen, tun Sie mehr für sich selbst und die ganze Erde als Sie sich vorstellen können!