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von Dr. Wolfgang Schmitt
Wir träumen von Reisen ins Weltall. „Unsere Intuition nutzen“ oder „Auf unsere innere Stimme hören“ sind Beschreibungen dafür, dass jeder Mensch in sich wertvolle Ressourcen besitzt. Dieser innere Reichtum steht jedem zur Verfügung und wartet darauf, genutzt zu werden. Nur wenigen gelingt es, dieses reichhaltige unbewusste Wissen über den wahren Sinn und die Möglichkeiten des eigenen Lebens auszuschöpfen. Wertimaginationen öffnen die Wege zu diesem inneren Wissen. Sie sind sehr hilfreich, wenn Sie sich echten Veränderungen in Ihrem Leben stellen wollen.
Wir alle träumen. Meist sind uns unsere Träume nicht bewusst und bleiben auch nicht im Bewusstsein hängen. Nur manchmal erinnern wir uns an einige Episoden. Manche Träume vergessen wir nicht, obwohl wir auch dann ihre Botschaft oft nicht enträtseln können. Wir wissen nicht, was dieser Traum uns wirklich sagen will. Träume sind ein Indiz für die Existenz des Unbewussten, für Bereiche in uns, die uns nicht bewusst sind. Dennoch existieren sie. Und wir sollten uns fragen: Was ist ihre Funktion für unser Leben als Menschen? In vielen alten Traditionen, wie z.B. im Schamanismus, gibt es Methoden, um diese Traumzustände bewusst zu erzeugen und zu nutzen. Bei einigen therapeutischen Richtungen werden diese bewussten Träume in Form von Imaginationen gezielt eingesetzt, wie bei der katatym-imaginativen Psychotherapie von Hanscarl Leuner. Das Grundprinzip ist sehr einfach: Wir schließen unsere Augen, entspannen uns und erwarten Bilder, die in uns auftauchen. Unsere inneren Augen sind Zeugen dieser Bilder. Die äußeren Augen bleiben geschlossen. Diese Bilder sind nicht von unserem Verstand geschaffen. Wir können sie nicht mit unserem Willen herbeiführen. Sie entstehen und geschehen in uns. Wir tauchen ein in die innere Welt wie beim Träumen, nur dass wir parallel – wie in einem Kino – mit unserem Bewusstsein anwesend sind. Inhalte und Botschaften aus diesen unbewussten Bildern und Geschehnissen sind zumeist so überraschend, dass uns schnell klar wird, dass eine andere Instanz als unser Verstand Regie führt. Diese Instanz können wir Seele nennen oder den unbewussten Geist. Der Vorgang hört sich einfach an, bedarf aber einer fachkundigen Führung und Begleitung, um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen.
Der Psychotherapeut und Schüler Viktor E. Frankls, Dr. Uwe Böschemeyer, Jahrgang 1939, hat eine sehr differenzierte und wirkungsvolle Methode entwickelt, um den heilsamen Weg zu unserem inneren Wissen durch Imaginationen systematisch zu öffnen: die Wertimagination.
An manchen Punkten in unserem Leben stecken wir immer wieder fest und wissen nicht mehr weiter. Im Prinzip wurde alles schon besprochen und gesagt. Wir bleiben in den ausgetretenen Pfaden unseres Verstandes hängen, mit dessen Möglichkeiten wir an Grenzen stoßen. Auf dieser Ebene kommt nichts Neues dazu. Die Blockade liegt meist auf einer tieferen, unbewussten Ebene, in den Bereichen unserer Seele. Deswegen liegt es nahe, dort nach Auswegen zu suchen, um uns neue Perspektiven für unsere Entwicklung zu eröffnen.
Eine Wertimagination ist zu vergleichen mit einer Reise in ein völlig unbekanntes Land mit einer fremden Sprache. Eine solche Reise ist mit durchaus ernst zu nehmenden Risiken verbunden, wenn man sich nicht auskennt. Sie alleine zu unternehmen, ist nicht zu empfehlen. Wahrscheinlich liegt darin der Grund für diese Schranke in uns zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten, die normalerweise nicht leicht zu überwinden ist, außer im Traum. Die Methode der Wertimagination ist mittlerweile durch Dr. Böschemeyer und seine Schüler über Jahrzehnte systematisch erprobt und erforscht worden. Die Ausbildung dafür erstreckt sich über zwei bis drei Jahre mit anschließender Supervision. Ein so qualifizierter Begleiter ist in der Lage, einen Wertimaginanden sachkundig auf diesen inneren Reisen zu begleiten.
In den Wertimaginationen lernen wir die tiefere Seite unseres Geistes kennen. Normalerweise verstehen wir unter „Geist“ vor allem unsere denkenden oder intellektuellen Fähigkeiten. In diesen Imaginationen erleben wir ein geistiges Potenzial, das weit über unser bewusstes Denken hinausgeht, einen schier unendlichen Reichtum an Bildern, Konzepten und Botschaften. Sie sind immer eng verbunden mit unseren persönlichen Bedingungen. In diesem unbewussten Geist steht uns eine wirkliche Schatzkammer zur Verfügung. Wir sollten sie nutzen, um unser Leben zu öffnen und zu seinem vollen Potenzial zu verhelfen. Durch die Entwicklungen der Wissenschaften in den letzten Jahrhunderten haben wir diese metaphysischen Bereiche unserer Lebenswirklichkeit zunehmend vernachlässigt und unsere Sicht einengend reduziert auf das rein Sichtbare und Physische. Wir Menschen werden einen enormen Entwicklungsschub erreichen, indem wir lernen, diese reichen Quellen unseres unbewussten Geistes in unser Leben zu integrieren. Kontakt:
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |