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Fasten ist die Kur der Natur

von Gabriele Nierichlo

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In unserer Konsumgesellschaft ist der uralte Brauch des Fastens - der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für einen Zeitraum von mindestens 6 Tagen bis zu vier Wochen - leider in Vergessenheit geraten. Das Abnehmen wird, gefördert durch die Massenmedien, als angeblich wichtigster Aspekt des Fastens immer wieder in den Vordergrund gestellt. Dabei sollte die Gewichtsabnahme nur eine untergeordnete Rolle spielen, obwohl hier bei einer einwöchigen Fastenwoche 4 - 8 kg Gewichtsreduktion zu verzeichnen ist.

Beim Fasten geht es aber vor allem um den Abbau von Stoffwechselrückständen, die sogenannte Entschlackung. Als bewusster Verzicht auf Nahrung ist Fasten leichter und wirksamer als jede Diät. Fasten ist eine Reiztherapie und die gründlichste aller Ausscheidungskuren. Der Körper befreit sich von dem, was ihm schadet, und zehrt auf, was für ihn am wenigsten wichtig ist. Fasten löst Stauungen und Blockaden auf allen Ebenen und dadurch werden neue Kräfte freigesetzt.  Doktor Buchinger hebt hervor, dass gerade Fasten eine Totalmobilmachung der Abwehrkräfte auslöst. In diesem Sinne ist methodisches Fasten in der Lage, schwere chronische Krankheiten zur Besserung und Heilung zu führen.

Gesunde Menschen können ein bis zweimal jährlich eine Fastenkur durchführen, jedoch sollte sich jeder freiwillig und selbstverantwortlich für das Fasten entscheiden.

Einen wichtigen Platz nehmen auch die Krankheiten ein, die auf Verschlackung und Blockierung des Bindegewebes zurückzuführen sind, z. B. der ganze rheumatische Formenkreis. Bei den häufigsten Alltagssymptomen, wie grippalen Infekten und Magenverstimmung, ist Fasten oft die schnellste und wirksamste Therapie. Beim Fasten findet also ein wichtiger Ausscheidungs- und Entgiftungsprozeß statt. Die inneren Organe, wie Magen, Bauchspeicheldrüse und der Darm, werden aber geschont. Sie haben gewissermaßen Urlaub und können sich erholen.

Wer noch nie etwas von den positiven Auswirkungen des Fastens gehört hat, ist meist der Ansicht, man kann ohne Essen nicht auskommen und würde sich schon bald kraftlos fühlen. Diese Meinung ist absolut falsch. Wenn wir essen, benötigen wir etwa 30 %  unserer Energie für die Verdauungsarbeit. Wahrnehmen kann man dies durch die Tasse Kaffe nach dem Essen, die man braucht um wieder in Schwung zu kommen. Dem Fastenden steht diese Verdauungsenergie jetzt aber zur Verfügung und es erfolgt eine erhebliche Leistungssteigerung durch die nun verfügbare Verdauungsenergie.

Auch beim Fasten ist ein gutes Wasser unverzichtbar

Warum? Lesen Sie im "Wasser-Praxisbuch" des Autors
Dieter Schmitt
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Das Fasten beginnt mit zwei Entlastungstagen, damit wird der Stoffwechsel auf das Fasten vorbereitet. An diesen beiden Tagen werden nur komplexe Kohlehydrate, wie sie in Obst und Gemüse vorkommen, aufgenommen. Mit dem Apfel wird ganz bewusst die letzte Mahlzeit bis zum Fastenabbruch beschlossen, dieser bindet Fäulnisbakterien und beugt einer Übersäuerung des Stoffwechsels vor. Wichtig ist bei jeder Fastenmethode, wie Teefasten, Saftfasten, Molkefasten, Fasten n. Dr. Buchinger..., eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wie zum Beispiel gutes Wasser, um die anfallenden Stoffwechselgifte auszuscheiden.

Das Fastenbrechen und die Aufbauzeit ist mindestens genauso wichtig wie das Fasten selbst: Jedermann kann fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig brechen.“ (George Bernard Shaw).

Neben gesunder Ernährung, Bewegung und einem ausgeglichenen Leben ist Fasten sicherlich eine hervorragende Art der Gesundheitsvorsorge. Richtig durchgeführt, kann es das Leben im Sinne einer grundlegenden Harmonisierung verändern. Sozial motiviertes Fasten - gemeinsam mit anderen Menschen in einer Gruppe - befähigt zu größerer Solidarität, da der Fastende hier leichter seine eigene Mitte findet.

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Copyright 2000 – 2007 Dieter Schmitt

 

Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.