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OPC - Traubenkernextrakt von Dieter Schmitt
Jeder Winzer kennt die Kerne und die Schale der Traube, die als Abfall nach dem Keltern zurückbleiben. Was die meisten jedoch nicht wissen, ist, dass sich in den roten Traubenkernen des sogenannten Abfalls das bisher stärkste bekannte Antioxidans befindet. Bereits 1947 entdeckte der damalige französische Biochemie-Student Jack Masquelier zufällig – wer an den Zufall glaubt – in den rostbraunen Innenhäuten der Erdnuss, die als Mastfutter für Tiere in der damaligen Nachkriegszeit ebenso als Eiweißquelle für die Menschen verwendet werden sollte, auf diesen sensationellen Stoff, den wir mittlerweile unter dem Namen Oligomere Proanthocyanidine – kurz OPC – kennen. Dem Umstand, dass sein Laboratorium an eine medizinische Fakultät für Forschung angeschlossen war, verdanken wir, dass OPC dahingehend untersucht wurde, welche Auswirkungen es im menschlichen Organismus hat, und ob es überhaupt aufgenommen werden kann. Lange vor unsere Zeit wussten Urvölker um die positive Wirkung von OPC sowie deren Gewinnung. So wurde beispielsweise der Seefahrer und Entdecker Jack Cartier (1491–1557) auf einer Expedition im Golf des Sankt Lorenz-Stromes im Winter 1534/35 von einem Wintereinbruch überrascht und durch den vereisten Fluss nahe der Halbinsel Quebec festgesetzt. Während sein Schiff mit Besatzung festsaß, erkrankten viele durch die einseitige Ernährung und fielen dem Skorbut (Vitamin-C-Mangel, Verbluten durch Zerfall) zum Opfer. Einheimische Indianer retteten Cartier und den Rest der Besatzung das Leben, indem diese einen Tee bzw. Sud aus OPC-haltiger Rinde und Nadeln eines Pinienbaumes herstellten, wodurch innerhalb kürzester Zeit die Besatzung gesundete. Heute weiß man jedoch, dass diese Küsten-Pinie nur wenig Vitamin C enthält. Es waren sogenannte Flavonole, welche die Wirkung von Vitamin C um das Vielfache potenzieren, die der Besatzung das Leben retteten. Wie wir heute wissen, befindet sich OPC nicht nur in der Rinde und den Nadeln der Pinie, sowie in der Innenhaut der Erdnuss, sondern vor allem in roten Beeren wie Holunder, roten Weintrauben und Johannisbeeren. Überall dort, wo Öle im Pflanzenreich vor Oxidation (dem „Zerfall“) besonders geschützt werden sollen, baut die Pflanze solche Flavonole auf: in ihrer Haut (Schutz vor Außeneinflüssen) und in ihren Samen (Schutz für die nächste Generation). Daher findet man diese Substanzen in vielen Blättern, Schalen, Rinden und Kernen bestimmter Pflanzen, die wir teilweise essen können oder nicht, sowie in bestimmten Früchten. Moderne Verarbeitungsmethoden und lange Haltbarkeit zerstören diese lebenswichtigen sekundären Pflanzenwirkstoffe, weshalb diese fast vollständig aus unserer Nahrungskette verschwunden sind. Die wertvolle Wirkung von OPC
OPC ist deshalb so wertvoll für unseren Körper, da seine extrem hohe antioxidative Wirkung (siehe INFOBOX „Antioxidantien“) dabei hilft, aggressive, zellschädigende Substanzen im Körper (z.B. „freie Radikale“ – siehe INFOBOX Seite 16) zu neutralisieren. Weitere antikanzerogene und entzündungshemmende Wirkungen sowie eine Verbesserung der Sehkraft, eine Stärkung des Immunsystems und eine Verlangsamung des Alterungsprozesses (bedingt durch den Zellschutz) sind stark anzunehmen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass OPC die durch Elektrosmog verursachte oxidative Zellschädigung abmildern kann. Daher sollte Traubenkernextrakt bei keiner Antiaging-Behandlung fehlen. Wie viel OPC braucht der Mensch? OPC aus roten Traubenkernen wird beispielsweise als kalt gepresstes Traubenkernöl, Traubenkernriegel angeboten, wobei das Traubenkernmehl die höchste Konzentration an OPC aufweist. Somit können wir feststellen, dass es kaum einen Bereich in unserem Körper gibt, der nicht positiv von OPC beeinflusst wird. Wer dachte, dass das Edelste der Weintraube der Saft sei, der muss künftig umdenken. Die wahre Stärkung für Geist und Körper steckt in den Kernen .... Antioxidantien – Antioxidantien spielen eine Schlüsselrolle im Immunsystem und in der Verzögerung von Alterungsprozessen im Körper. Unter dem Begriff Antioxidantien werden bestimmte Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenstoffe usw. mit einer spezifischen (sog. antioxidativen) Wirkungsweise zusammengefasst. Wegen ihrer gemeinsamen Eigenschaft, die durch freie Radikale ausgelösten Oxidationsvorgänge im Körper zu verhindern, heißen sie Antioxidantien (= Radikalfänger). Sie neutralisieren freie Radikale, indem sie biochemische Verbindungen mit ihnen eingehen. Die meisten Antioxidantien „spenden“ den freien Radikalen, die nach einem Reaktionspartner gieren, ein Elektron und wandeln sie dadurch in stabile, ungiftige Stoffwechselprodukte um. Diese können die Körperzellen weder verschlacken noch schädigen.
Was sind freie Radikale? Sauerstoff ist für alle Verbrennungsvorgänge, durch die Körperenergie gewonnen wird, unerlässlich. Im Verlauf von Reaktionen im Körper kann er jedoch eines seiner acht Elek-tronen verlieren, die normalerweise stabil und paarweise miteinander verbunden sind. Das ist der Moment, in dem das nun unvollständige Sauerstoffmolekül zum „freien Radikal“ wird. Das „freie“, partnerlose Elektron ist nun äußerst bestrebt, sich auf schnellstem Wege wieder ein Partnerelektron zu suchen. Es reagiert deshalb mit dem nächstbesten benachbarten Molekül, indem es ihm ein Elektron entreißt. Das Molekül, das durch den Angriff des Sauerstoffradikals ein Elektron verliert, wird dabei gewöhnlich beschädigt. Wenn der Vorgang nicht gestoppt wird, kann das durch den Verlust des Elektrons beschädigte Molekül selbst zum Radikal werden. Es ist leicht einzusehen, dass auf diese Weise eine Kettenreaktion von zellschädigenden Prozessen in Gang gesetzt wird. Freie Radikale sind also instabile, stark reaktive Moleküle, die sehr schnell die sie umgebenden Moleküle oxidieren. Sie werden deshalb auch Oxidantien genannt.
Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich.
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |