|
Einführung in die Biochemie
Zu Beginn ein paar wichtige Lebensdaten von Dr. Wilhelm Schüßler 1821 Am 21. August geboren als Wilhelm Heinrich Schüßler in Bad Zwischenahn im Großherzogtum Oldenburg 1853 Beginn des Medizinstudiums in Paris 1854 Studium in Berlin 1855 Promotion zum Dr. med. in Giesen. Anschließend an der Universität in Prag Fortsetzung des Studiums 1857 Nachträgliches Abiturium am Alten Gymnasium in Oldenburg 1858 Am 2. Januar Zulassung zum Dr. med. Schüßler arbeitet als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Erste Wohnung in der Kurwickstraße. 1872 Beginn der Arbeiten an der "abgekürzten Therapie" 1873 Erster Artikel mit dem Titel: "Eine abgekürzte homöopathische Therapie" in der "Allgemeinen Homöopathischen Zeitung Nr. 12" 1874 Erscheinen der 1. Auflage "Eine abgekürzte Therapie" 1885 Gründung des 1. Biochemischen Vereins Deutschlands (Durch Rechnungsrat Meyer in Oldenburg). Damit Beginn des Biochemischen Vereinswesens 1889 Dr. med. Schüßler stirbt am 30. März Das Lehrgebäude Dr. Schüßlers Es sind drei Grundpfeiler auf denen sich im wesentlichen das Lehrgebäude der Schüßlerschen Biochemie aufbaut: I. Die kleinste Lebenseinheit ist die Zelle. 2. Rudolf Virchows berühmter Satz: "Das Wesen der Krankheit ist die pathogen (krankhaft) veränderte Zelle." 3. Der Grundsatz Moleschotts: "Gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt." Die Grundsätze Dr. Schüßlers 1. Lehrsatz: "Alle Krankheiten entstehen durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen." 2. Lehrsatz: "Durch Zuführung der fehlenden Stoffe tritt die Heilung ein." (durch Moleschotts angedeutet) 3. Lehrsatz: "Die Zuführung der Mineralstoffe darf nur in allergeringsten Mengen erfolgen." 4. Lehrsatz: "Die Zuführung der fehlenden Stoffe muss in solch einer Verdünnung erfolgen, dass der Übertritt des heilwirksamen Salzes unmittelbar durch die Mundhöhle, des Schlundes und der Speiseröhre direkt ins Blut erfolgt."
Anwendung der Schüsslersalze: - Im Magen werden sie zerstört (Säure). - Langsam im Munde zergehen lassen. - Wasserlösungen (Heiße 7) - Möglichst kleine Schlücke und kauend trinken. - Gelangt über die Mundschleimhäute direkt ins Kapillarsystem. Eine normale Funktion unserer Zellen wird durch eine richtige Ernährung gewährleistet. Die Zellnahrung wird durch den Blutstrom an die Zelle gebracht.
Laut Dr. Schüßler gibt es zwei Gründe für eine Erkrankung: - Fehlen eines bestimmten Stoffes oder - Selbstvergiftung Welche Einflüsse wirken nun auf die Zelle und deren Protoplasma? Es ist ein pathogener (krankhafter) Reiz!!! Elektrischer (physikalischer, pathologischer)
Reiz: Mechanischer Reiz: Physikalischer Reiz Chemischer Reiz: Toxischer Reiz: aus der Umwelt: Zivilisationstoxine: Medikamente:
Nachdem Herrn Dr. med. Heinrich Schüßler bewusst geworden war welche Faktoren unsere Zellen beeinflussen, suchte er nach einer Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Im Laufe der Zeit entwickelte er eine Art der biochemischen Heilweise die uns heute als „Biochemie“ bekannt ist (Bio = Leben, Chemie = Die Lehre von der Gesamtheit chemischer Vorgänge in der belebten Natur). Der Homöopath Dr. Schüßler suchte ein Heilverfahren, das so überschaubar und einfach ist, dass es jeder für sich anwenden kann. Er entdeckte durch Verbrennen von menschlichen Zellen 11 Mineralverbindungen, die im Körper enthalten sind und für Zellaufbau, Stoffwechsel, ein intaktes Immunsystem, für die Regenerationskraft sowie Entsäuerung und Entgiftung notwendig sind. Er schloss daraus, dass diese immer für den Körper vorrätig sein müssen. Für ihn bedeutete Krankheit, dass die Zelle daran gehindert wird, die erforderliche Nahrung aufzunehmen, wodurch der Stoffwechsel gestört wurde. Abhilfe oder Heilung versprach er sich davon, wenn den Zellen die fehlenden Stoffe direkt über das Blut zugeführt werden oder die Entgiftung direkt durch gesundes Blut erfolgt. Seine Salze stellte er aus natürlichen Heilquellen durch Verdampfung bzw. aus Steinmehlen und anschließend potenziert her. Als Trägersubstanz verwendete er Milch- bzw. Rohrzucker. Wirkung auf den Körper Der Stoffwechsel spielt sich in der Zelle ab und hierbei sind in der Hauptsache die Mineralsalze beteiligt.
Stoffwechselstörungen entstehen durch unsere „zivilisierte Nahrung", durch Erdstrahlen, durch Elektrosmog, durch mangelndes und falsches Trinken von sauren Quell- und Mineralwässern, durch Impfgifte, durch Medikamenten-, Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Weiterhin ein zu hoher Salzkonsum, Industriezucker und weißes Mehl. All das ist für viele Zivilisationskrankheiten unserer Zeit verantwortlich. Die Folge davon ist, dass unser Körper langsam übersäuert. In vielen Fällen werden zwar Mineralsalze in ausreichender Menge dem Körper zugeführt, diese können von der Zelle jedoch nicht verwertet werden, weil eine Resorptionsstörung vorliegt. So kann beispielsweise unter Umständen eine Blutuntersuchung ein ausreichendes Vorhandensein von Mineralsalzen ergeben, jedoch sind die erkrankten Zellen nicht in der Lage, die Mineralsalze aus dem Blut auf zu nehmen. Dr Schüßler schloss daraus, dass der Zustand des Körpers, seine Gesundheit, von seiner Fähigkeit, die Mineralsalze richtig zu verwerten abhängig ist. Als Homöopath war es für ihn also naheliegend, die Mineralstoffe zu potenzieren, damit diese nicht sofort von der Niere wieder unverarbeitet ausgeschieden werden. Durch ein frühzeitiges Ausscheiden gelangen nämlich die Mineralien nicht ins Blut und damit nicht in die Zellen. Durch die richtige Potenzierung toleriert das menschliche Regulierungssystem die Mineralien und lässt diese so lange im Blut zirkulieren bis diese von den Zellen aufgenommen werden. Er potenzierte die Mineralsalze, damit diese andere Eigenschaften in ihrer Wirkung aufweisen und dadurch in der Lage sind, die Zellfunktion anders zu beeinflussen als das molekulare Mineral in seiner Grundsubstanz. Die von Dr. Schüßler ausgewählten Mineralsalze fördern die Stoffwechselfunktion der Gewebe, Zellen und Organe, weshalb sie auch als Funktionssalze bzw. Funktionsmittel bezeichnet werden. Anwendung der Mineralsalze In akuten Fällen: 1/2 bis 2-stündlich 2 Tabletten trocken auf der Zunge zergehen lassen. Wichtiger Hinweis: Die Wirkungsweise erfolgt über die Mundschleimhäute, unter Umgehung des Verdauungstraktes. Die Salzsäure des Magens würde die Wirkung sofort zerstören. Wenn auch die Behandlung von Krankheiten weitgehend den Fachleuten zukommt, so gilt doch immer noch die vom Biochemischen Bund Deutschlands vertretene Auffassung, dass eine praktische Gesundheitsvorsorge besser ist als jede Krankheitsbehandlung. Insoweit erscheint es auch gerechtfertigt, durch frühzeitige Bekämpfung alltäglicher Gesundheitsstörungen mit Hilfe der Schüßlerschen Mittel eine vernünftige Selbsthilfe zu betreiben und dadurch einer sich anbahnenden Erkrankung die Spitze abzubrechen. So sind die nachfolgenden Vorschläge zu verstehen; wer die Anzeigen einer Erkrankung einigermaßen aufmerksam beobachtet, wird eine Verschlimmerung leicht erkennen und in der Lage sein, Rat und Hilfe des Fachmanns rechtzeitig einzuholen. 1. Mit Ausnahme von Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 11 Silicea, die in D 12 gebräuchlich sind, werden alle Funktionsmittel in D6 gegeben. Ob im Einzelfall andere Potenzen wirksamer sein können, hat der Arzt oder Heilpraktiker zu beurteilen. 2. Die biochemischen Mittel werden als Tabletten mit einem Gewicht von 0,25 g hergestellt. So sind sie leicht zu dosieren und auch für Berufstätige einfach anzuwenden. 3. Chronische (oder langwierige) Krankheiten verlangen, 3 – 4 x täglich 2 Tab. ca. eine 1/2 Std. vor den Mahlzeiten zu lutschen, bei Bedarf auch mehr. Akute Zustände verlangen regelmäßig 1/2 bis 2-stündlich 2 Tab. trocken auf der Zunge zergehen zu lassen. Wichtiger Hinweis: Die Wirkungsweise erfolgt über die Mundschleimhäute, unter Umgehung des Verdauungstraktes. Die Salzsäure des Magens würde die Wirkung sofort zerstören. Erscheinungen, die gewissermaßen zwischen diesen beiden Zuständen liegen, verlangen ein- bis zweistündlich 1 Tablette. Werden mehrere Mittel verordnet, sollen sie im Wechsel gegeben werden. 4. Das Einnehmen geschieht der optimalen Wirkung wegen 1/4 bis 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten oder 1 Stunde danach. Man lässt die Tabletten grundsätzlich langsam im Munde zergehen. Keinesfalls soll man sie einfach schlucken wie Pillen oder Dragees, denn bereits die Aufnahme der feinstverteilten Arzneistoffe durch die Mundschleimhaut ist wichtig und gehört mit zum Heilplan. Eine Ausnahme ist das Mittel Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) bei Schmerzanfällen und Krampfzuständen: Pastillen – 10 Stck.– in heißes Wasser geben (ca. 1/4 Tasse abgekochtes, heißes Wasser) umrühren mit einem Plastiklöffel und schluckweise (noch warm) in den Mund nehmen und kauen jeweils 1 – 2 Minuten. im Mund behalten (Mundschleimhäute aufnehmen lassen) dann erst abschlucken. Jedes weitere Mineral kann genauso genommen werden. Man bezeichnet diese Darreichungsart der Kürze halber mit dem volkstümlichen Ausdruck „heiße Sieben". Wenn mehrere Mittel gleichzeitig eingenommen werden müssen, empfiehlt es sich, diese alle hintereinander in zeitlichen Abständen von 1/4 Std. und länger zu lutschen. Umschläge: Es werden 10 Tabletten des jeweiligen Mittels in frisch abgekochtem Wasser, ca. 1 Liter, aufgelöst und damit der Umschlag getränkt. Salben: Sie dienen zur Unterstützung durch ihre äußerliche Wirkung. Die in ihnen enthaltenen Salze werden über die Haut aufgenommen. Was tun bei Allergie gegen Milchzucker? Das jeweilige Mineralsalz auflösen (wie bei Heiße 7), kauend im Mund belassen, jedoch am Ende nicht runter schlucken, sondern ausspucken. Nach ca. 2 Minuten. sind die Minerale aufgenommen. In jedem Krankheitsfalle sind die Charakteristiken der in Frage kommenden Mittel genauestens zu lesen und gegeneinander abzuklären. Im Zweifelsfalle, wie auch bei längeren Störungen des Wohlbefindens, die länger als 3 Tage dauern, insbesondere bei ernsteren Störungen, ist der Rat eines Fachmannes, Heilpraktikers oder Arztes einzuholen.
der klassischen Biochemie
Nr. 1 Calcium fluoratum D 12 Gefäß-/Elastizitätsmittel/ Hart- und Weichmacher
Nr. 2 Calcium phosphoricum D 6 Aufbaumittel
Nr. 3 Ferrum phosphoricum D 12 Fiebermittel/Entzündungsmittel (1. Stadium)
Nr. 4 Kalium chloratum D 6 Entzündungs- (2. Stadium)/Schleimhautmittel
Nr. 5 Kalium phosphoricum D 6 Nervenmittel (Kalium statt Valium) Fiebermittel ab 39 Grad
Nr. 6 Kalium sulfuricum D 6 Stoffwechselmittel Entzündungsmittel (3. Stadium)
Nr. 7 Magnesium phosphoricum D 6 Krampf-, Kolik-, Schmerzmittel
Nr. 8 Natrium chloratum D 6 Blutmittel
Nr. 9 Natrium phosphoricum D 6 Entsäurungsmittel
Nr. 10 Natrium sulfuricum D 6 Entschlackungsmittel
Nr. 11 Silicea D 12 Bindegewebs-/Eitermittel (ohne Ausgang bzw. Abfluss)
Nr. 12 Calcium sulfuricum D 6 Eitermittel (mit Ausgang bzw. Abfluss)
Calcium fluoratum D12 Gefäß/Elastizitätsmittel/ Hart- und Weichmacher
Calcium fluoratum kommt in der Natur als Flussspat
vor sowie in den Knochen, im Zahnschmelz, im elastischen Gewebe
und in den Zellen der Oberhaut.
Seine ausgesprochenen Beziehungen zum Bindegewebe prädestinieren das Mittel zur Behandlung von Erscheinungen infolge von Bindegewebs- und Blutgefäßschwächen wie Hämorrhoiden, Krampfadern, Arterienverkalkung. Es fördert die Zahnschmelzbildung und kann vorteilhaft mit Silicea kombiniert werden. Es wirkt sehr langsam und muss bisweilen wochen- sogar monatelang eingenommen werden. Calcium fluoratum ist das Bindegewebsmittel, Hautmittel, Gefäß- und Drüsenmittel der Biochemie. Aus diesem Mittel hergestellte Salben verwendet man z. B. bei Hautrissen und Falten indem man sie gut einmassiert. Gegenspieler also nicht gleichzeitig anwenden sind die Mittel der Nr. 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12.
Calcium phosphoricum D 6 Aufbaumittel
Calcium phosphororicum oder der phosphorsaure Kalk ist zellbildend und ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Knochensystems. Er ist angezeigt bei mageren, blutarmen und rasch erschöpften Menschen, besonders bei Kindern und alternden Frauen mit Calciummangel, ebenso bei mangelhafter Durchblutung, besonders der Schleimhäute, bei Zahnbeschwerden der Säuglinge und Knochenschwäche im Klimakterium. Calcium phoshoricum ist das Knochenmittel, es ist ein Blutmittel, Frauenmittel, Kindermittel, Kräftigungsmittel, Muskel- und Nervenmittel. Es ist ein langsam wirkendes Mittel, es entfaltet seine Wirksamkeit nur in langen Zeiträumen. Salben, die aus diesem Mittel hergestellt werden, sind z. B. nach Knochenbrüchen zur besseren Verheilung, aber auch bei Schmerzen nach alten Knochenbrüchen und bei Neigung zu Katarrhen erfolgreich verwendet worden Gegenspieler also nicht gleichzeitig anwenden sind die Mittel der Nr. 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12.
Ferrum phosphoricum D 12 Fiebermittel/Entzündungsmittel (1. Stadium)
Ferrum phosphoricum oder phosphorsaures Eisen ist unentbehrlich für die Blutbildung und die Muskeln. Es findet zur Grippeprophylaxe und als Fiebermittel Anwendung bei frischen fieberhaften Erkältungskrankheiten des ersten Stadiums (Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen), bei Störungen des Magen-Darmkanals und Kopfschmerzen. Bei einem beginnenden Schnupfen sind die Dosen stündlich zu wiederholen. Ferrum phosphoricum ist das Entzündungsmittel, das Fiebermittel der Biochemie. Es ist gut anzuwenden bei körperlicher Belastung, schweren Arbeiten, aber auch bei Wanderungen, insbesondere Bergwanderungen, speziell Höhenwanderungen. Es hilft auch sehr gut bei Kreislaufschwäche. Salben: Anzuwenden als Wundsalbe bei frischen entzündlichen Verletzungen, Quetschungen und Verstauchungen. Gutes Massagemittel bei kalten Füßen! Ferrum phosphoricum verträgt sich mit allen Mitteln, die im Wechsel gegeben werden.
Kalium chloratum D 6 Schleimhaut-/Entzündungsmittel (2. Stadium) Kalium chloratum ist das Fiebermittel
des zweiten Stadiums mit fibrinösen Absonderungen. Es wirkt
besonders auf die Schleimhäute und wird angewandt bei Stockschnupfen,
Halsentzündungen und allen Katarrhen der Rachen- und Nasenhöhle
mit zähem Sekret.
Salben: Für Verletzungen
mit nachfolgender Schwellung, trockene Hautausschläge wie Kopfschuppen
und Schuppenflechte, auch Warzen.
Nr. 5. Kalium phosphoricum D 6 Nervenmittel (Kalium statt
Valium) Kalium phosphoricum ist ein wichtiger
Bestandteil der Nerven- und Gehirnzellen, der für die Arbeitsleistung
der Gehirnzellen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Es wird bei
allen nervösen Störungen verwendet: Erschöpfungszustände,
Gedächtnisschwäche, Schlaflosigkeit, Nervosität,
Herzklopfen und nervöse Herzbeschwerden.
Gegenspieler dieses Mittels sind:
1, 2, 4, 6, 8, 9, 10, 12.
Nr.
7 Magnesium phosphoricum D 6
Magnesium phosphoricum ist das Krampf- und Schmerzmittel der Biochemie. Es wirkt entspannend auf Nerven und Muskeln. Es ist angezeigt bei allen Arten von Krämpfen des Magen-Darm-Kanals, der Gallen- und Harnblase, bei Koliken, krampfartigem Husten, Asthma, juckenden Hautaffektionen, Durchblutungsstörungen. Salben: Bei reißenden, schießenden Schmerzen, bei Krampfzuständen und Durchblutungsstörungen infolge von Verkrampfung. Nächtliche Armschmerzen. Hinweis: Die „Heiße 7“ (10 Tabletten in einem Glas mit heißem Wasser aufgelöst und schluckweise trinken, bis Besserung eintritt.) wirkt entkrampfend bei Koliken und Schmerzen. Gegenspieler: Die Nummer 7 der Biochemie verträgt sich mit allen Mitteln im Wechsel.
Nr.
8 Natrium chloratum D 6
Natrium chloratum kommt in allen Körperflüssigkeiten vor und spielt eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt des Organismus, indem es in die Zelle hineinzieht und die Bildung der roten Blutkörperchen anregt. Daher wird es auch das „Wassermittel“ der Biochemie genannt. Es ist angezeigt bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Katarren der oberen Luftwege. Es unterstützt die Funktion der Muskeln und Nerven und fördert allgemein die Neubildung körpereigener Zellen. Darüber hinaus fördert es den Nährstrom zur und in die Zelle. Natrium chloratum reguliert das „Säure-Basen-Gleichgewicht“. Salben: Bei wässrigen Absonderungen der Haut, Brandwunden, Insektenstichen, Einrissen der Mundwinkel, sowie bei Ergüssen und teigigen Schwellungen im Bereich größerer Gelenke. Gegenspieler: 1, 2, 4, 5, 6, 9, 10, 12.
Nr.
9 Natrium phosphoricum D 6
Natrium phosphoricum verbindet die günstigen Wirkungen des Phosphors auf das Nervensystem mit denen des Natriums auf den Stoffwechsel. Es wird angewandt bei Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Gicht, Rheumatismus, Ischias, Neuralgien und Entzündungen, sowohl bei akuten als auch chronischen Erkrankungen, die auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind. Natrium phosphoricum ist das Neutralisationsmittel bei Übersäuerung, Lymphdrüsenschwellungen, Gallen- und Nierensteinen und Blasenkatarr usw. ... Ist ein Mittel gegen Stoffwechselstörungen, ein Blutsalz – wird zur Bluterhaltung benötigt – ist notwendig zur Aufrechterhaltung des Säuren-Basen-Gleichgewichts. Salben: Drüsensalbe. Besonders angezeigt bei fettiger und großporiger Haut gegen Mitesser und Pickel. Zur leichten Massage bei Gelenkschmerzen geeignet, desgleichen auch bei Druckgefühl in der Lebergegend. Gegenspieler: 1, 2, 4, 5, 6, 8, 10, 12.
Nr.
10 Natrium sulfuricum D 6
Natrium sulfuricum, oder schwefelsaures Natrium, beeinflusst die Ausscheidung der mit Abbaustoffen beladenen Gewebeflüssigkeit, fördert die Nierentätigkeit, beeinflusst die Tätigkeit des Darmes und der Leber. Anzuwenden bei Leber- und Gallenstörungen, Durchfällen, Blähungen und als Ausleitungsmittel zum Entgiften des Körpers, z.B. nach Operationen. Natriumsulfat/Glaubersalz findet sich in den Gewebssäften und ist nützlich bei Krankheiten der Ausscheidungsorgane, Hautausschlägen und Ödemen, Unterschenkelgeschwüren, grippalen Infekten, rheumatischen Erkrankungen. Es schleppt aus der Zelle heraus. Natrium sulfuricum ist ein Mittel zur Entschlackung des Stoffwechsels. Ist eines der Blutsalze, hilft bei Grippe, Flechten und alten Wunden. Salben: Bewährt sich als Salbenverband bei nässenden Ekzemen und Flechten. Gegenspieler: 1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 12.
Nr.
11 Silicea D 12
Silicea oder Kieselerde ist ein wichtiger Bestandteil der Zellen des Bindegewebes, der Haut, der Haare, Fingernägel, sowie des Stoffwechsels der Haut und sorgt für die Leitfähigkeit der Nerven. Es wirkt bei Haarausfall, brüchigen Fingernägeln, spröder und unreiner Haut. Verordnet wird es bei allen eitrigen Prozessen, bei schlecht heilender Haut und zur allgemeinen Regeneration. Anwendungsmöglichkeiten sind: Gerstenkorn, Fisteln, Nachtschweiß, Schlaflosigkeit infolge von Gedankenflut, Eiterungen, Nierensteine, Bindegewebsschwäche. Verhärtungen von Drüsen, Furunkel, Karbunkel, chronischen Gliederschmerzen rheumatischer Art. Silicea ist neben Calc. fluor – Nr. l – das Bin-degewebsmittel der Biochemie, wird mit diesem Mittel oft im Wechsel gegeben. Silicea resorbiert Ausscheidungsrückstände und Schadstoffe. Salben: Fördert das Ausreifen von entzündlichen Eiterungen, Geschwüren, Karbunkeln, Nagelgeschwüren und Fisteln. Nährcreme bei trockener Haut mit Faltenbildung. Gegenspieler: Verträgt sich im Wechsel gegeben mit allen Mitteln.
Nr.
12 Calcium sulfuricum D 6 Calcium sulfuricum, oder schwefelsaurer Kalk, hat ausgesprochene Beziehungen zur Haut und zu den Schleimhäuten. Es wird bei Nasen- und Zahnfleischblutungen angewandt (wirkt ähnlich wie Silicea). Es wird dann als Ausscheidungsmittel angewandt, wenn ein offener Ausgang nach außen vorhanden ist, Fisteln, Furunkel usw.. Es kann nicht verwendet werden, wenn kein Ausgang vorhanden ist. Es ist ein wichtiges Mittel bei allen eitrigen
Prozessen. Es steigert die Blutgerinnung und regt den Stoffwechsel
an. Salben: Bei Erkrankungen im HNO- und Bronchialbereich zur Förderung der Sekretion bei festsitzendem Schleim. Unterstützt die Behandlung bei Erkrankungen im Leber-Galle-System. Gegenspieler: 1, 2, 4, 5, 6, 8, 9, 10. Für Calcium sulfuricum lässt sich kein ausgiebiges Konstitutionsbild erstellen.
Dr. Schüßler hat später das 12.
Mittel, Calcium sulfuricum, aus seiner Therapie eliminiert, so dass
sich sein eigentliches Repertoire auf elf Mittel reduzierte. Von
seinen Nachfolgern wurde Calcium sulfuricum jedoch wieder aufgenommen.
Es zählt heute zu den relevanten Mitteln der Biochemie.
Eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen biochemischen Funktionsmittel von Hr. Dieter Schmitt finden Sie hier!!
Eine "Biochemische Frühjahrskur" gegen die Frühjahrsmüdigkeit finden Sie hier! Kontakt: Angelika
Gräfin Wolffskeel
Eichenweg 4 97950 Gerchsheim Tel.: 09344/928880 www.graefin-wolffskeel.de E-Mail: praxis@graefin-wolffskeel.de
|
||||||||||||||||||||||||||||
Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |