Die Methode Dorn hat die solideste
Basis, die man sich denken kann: Sie ist buchstäblich
der Natur abgeschaut, ja abgetastet.
Es fing mit Dieter Dorns Hexenschuss
vor 25 Jahren an. Einen Baum wollte er hochlupfen, da kam er
selber nicht mehr hoch! Die Methode „Was von selber kommt, geht auch von selber“ wirkte
nicht. Dorn besann sich auf den alten Schlossbauer, über
den er am Stammtisch früher gelacht hatte. „Schlimmer
kann es eh schon nicht werden“, dachte sich Dorn und machte
sich auf zu dem alten „Knocheneinrenker“. Der renkte
aber gar nicht, sondern Dorn musste mit dem Bein schlenkern,
während der Alte den Wirbel reindrückte. Der Schmerz
war weg und Dorn konnte sofort wieder seine schwere Arbeit tun.
Verblüfft fragte er, ob man so etwas lernen könne. „Du
brauchst es nicht lernen, du kannst es“, über diese
Antwort war der Geheilte noch viel erstaunter.
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Der Autor und Dieter Dorn |
Die Sache ließ Dorn aber keine Ruhe. Seine Frau litt damals
bereits 10 Jahre an starken Kopfschmerzen, die allen medizinischen
Heilversuchen trotzten. Ein Orthopädie-Professor hatte ihm
das Röntgenbild der Halswirbelsäule gezeigt: „Da
sind die Querfortsätze zu lang, die müsste man abmeißeln!“
Als er die Halswirbelsäule seiner Frau betastete, spürte
er Ungleichheiten. Einfühlsam lockerte er die Muskeln, drückte
auf den vorstehenden Wirbel, der glitt in seine richtige Position,
und seit dieser langen Zeit ist Frau Dorn beschwerdefrei.
Heute weiß er: „Wenn ich anatomische Kenntnisse gehabt
hätte, hätte ich alles so kompliziert gesehen, dass
ich mich vieles nicht getraut hätte.“ So aber hat
er die Not des betroffenen Mitmenschen buchstäblich erspürt,
und weil er alle Sinne nur auf das Finden der normalen Funktion
gerichtet hatte, ging alles wie von selbst.
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Seine zweite Patientin war die an
Ischias leidende Nachbarin, eine über 70-jährige Frau, die zweimal die Woche vom
Arzt Spritzen und Bestrahlung bekam. Nachdem man sie schon mehrere
Tage nicht zu Gesicht bekommen hatte, machte man sich Sorgen
und schaute nach ihr. Sie lag im Bett und kam nicht mehr hoch.
Dorn fragte, ob er sich ihr Bein einmal ansehen dürfe und
sah, dass es 5 Zentimeter länger war als das andere. „Wenn
ein Bein rausgeht, muss es auch wieder reingehen“, mit
dieser unkomplizierten Sichtweise gelang es ihm tatsächlich,
das Bein wieder an seinen rechten Platz zu komplimentieren, nachdem
er zuvor noch die harten Gesäßmuskeln weichgedrückt
hatte: „Hartes muss man drücken, Weiches muss man
dehnen – nicht umgekehrt!“ Dorn behagt es, von seiner
gefundenen Methode nach 30 Jahren sagen zu können: „Ich
hab mich noch in keinem einzigen Punkt korrigieren müssen.“ Die
Nachbarin rief jedenfalls zwei Stunden später, als die akute
Entzündung abgeklungen war, aus dem Fenster herüber: „Ich
kann wieder laufen!“, und sie lief noch, bis sie mit 85
Jahren starb, täglich über die Bergkuppe in die Kirche;
von Hüftgelenkoperieren war keine Rede mehr.
Der dritte Patient war ein Sägewerkskunde. Solange Dorn
ihn kannte, hatte er immer gehumpelt. Nun machte er ihm das Bein
rein und es war vorbei damit. Drei Wochen später fiel dieser
Mann vom ca. 6–8 Meter hohen Gerüst. Erst ein Vierteljahr
später kam er wieder und Dorn war natürlich neugierig,
weil er damals glaubte, bei einem Mann, der immer humpelte, könne
doch das eben erst eingerichtete Hüftgelenk bei so einem
Sturz unmöglich gehalten haben. Doch der Mann zeigte ihm
lediglich eine 40 Zentimeter lange genähte Narbe an dem
Bein, am Gelenk fehlte nichts.
Jeden Abend um 18 Uhr, wenn er mit
seiner Arbeit in Hof und Sägewerk fertig war, kamen ca. 15 angemeldete Patienten
und dazu meist ein Praktikant; inzwischen verweist Dorn alle
an seine Schüler. Die Hausaufgabe fällt meist kurz
aus: „Nicht links liegen, nicht rechts bücken, links
strecken.“ Wenn man keine „Hausaufgabe“ bekommt,
soll man zu dem Dorn-Anwender nicht mehr hingehen, empfiehlt
Dorn. „Man muss dem Patienten sagen, was er zu tun hat,
sonst sind die Wirbel bzw. Gelenke gleich wieder draußen“,
meint Dorn.
Die Methode Dorn ist eine sehr patientenfreundliche Methode,
man kann (fast) alle Übungen des Wirbel- und Gelenkeinrichtens
auch selbst machen. Und weil im Gegensatz zur üblichen Chiropraktik
die Bänder nicht gedehnt werden und alle gefährlichen
Manöver unterbleiben, hält das Ergebnis besser und
kann auch von jedem Menschen erreicht werden, wenn er nur ein
wenig sein Gespür entwickelt.
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Sehen wir, wie man „nach Dorn“ vorgeht!
Der Patient liegt auf der Couch zum Messen der Beinlängendifferenz.
Die gestreckten Beine werden gehoben und leicht angedrückt.
An den Schuhsohlen sieht man gut den Unterschied. Der längere
Fuß ist immer der Fuß, der behandelt werden muss!
Orthopädische Einlagen unter den kürzeren Fuß und
Absatzerhöhungen sind fast immer verfehlt; sie verschleiern
und vergrößern das Problem. Warum?
Abgesehen von unfallbedingten Schäden und ganz wenigen Fällen,
wie etwa Kinderlähmung, kommt es zum längeren Fuß immer
durch eine Subluxation: einer Lösung des Gelenkes. Viele
haben das seit der Geburtshilfe, da sie an einem Bein hochgehoben
wurden und dabei das Hüftgelenk auseinander gezogen wurde.
Eine andere Hauptursache für die Hüftgelenksubluxation
ist das Sitzen mit überkreuzten Beinen, wo das Gewicht das
Bein herauszieht. Beim Aufstehen rutscht es nicht zurück,
denn dazu müsste der Druck von der Seite kommen; beim Stehen
kommt er aber von unten, und so verkantet es. Nun reiben Knochen
in der Fehlposition, bis man eine Entzündung und nicht selten
auch ein neues Hüftgelenk bekommt. Nach der Gelenkkorrektur
bewirkt dieselbe Reibebewegung einen guten Stoffwechsel und Regeneration.
So einfach geht das.
Dass wir bis heute in der Regel von einem „verkümmerten“,
zu kurz geratenen Bein ausgehen, zeigt, dass sich die Fachleute
in die Realität weder hineingefühlt noch hineingedacht
noch hineingemessen haben.
Wir wollen auch nicht übersehen, dass heute noch Menschen
herumhinken, denen man einige Zentimeter Knochen aus dem Oberschenkel
des zu lang erschienenen Beines herausoperiert hatte: „Die
kurzgesägten langen Beine waren manchmal schon nach kurzer
Zeit zu kurz, gerade um die eine herausgesägte Kleinigkeit.“ Ein
Opfer solcher Beinverkürzung ist mir begegnet: Erst war
das rechte Bein angeblich 3 Zentimeter zu lang, nach der OP war
es gleich lang und nach versehentlichem Stolpern war es 3 Zentimeter
zu kurz, weil dabei der Gelenkkopf wieder in die Pfanne gerutscht
war. Ein Dorn-Therapeut hätte mit einfachem Hebelgriff das
tatsächliche Problem gelöst: Bein anwinkeln, mit der
Hand vor dem oberen Ende des Oberschenkels einhaken und herziehen,
während das Bein abgelegt (bzw. abgestellt) wird. Meist
ist es das Hüftgelenk, das betroffen ist. Auch die Korrekturbewegung
für Knie- und Sprunggelenk ist einfach. Ich beschreibe hier
die Selbstübung: Fürs Kniegelenk schiebt man beim Aufstehen
aus dem Sitz oben am Unterschenkel nach vorn. Fürs Sprunggelenk
bewegt man stehend das Bein so weit wie möglich nach vorne
und nach hinten.
Wenn Gelenke luxiert waren, sind die Haltebänder gedehnt.
Das bedeutet, dass sich das Gelenk bei Fehlbelastung leicht wieder
lösen kann, und dass die Korrekturen wiederholt werden müssen,
bis es wieder hält. Logischerweise ist in der Regenerationszeit
jede Dehnung zu unterlassen, da diese ja das Gelenk wieder auseinander
zieht und weiter instabil hält, also: kein Yogasitz, kein
Stretching, nicht die Beine übereinander schlagen, nicht
in die Hocke gehen, sondern stattdessen die Knie beugen! Auch
bei der Krankengymnastik sind alle Dehnübungen zu unterlassen.
Wer sündigt, kann das Ergebnis messen. Er braucht sich nur
die gestreckten Beine hochheben lassen und die Schuhsohlen vergleichen.
Somit erübrigt sich jede medizinische Theoriediskussion.
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Wenn wir das längere Bein korrigiert haben, kommt es nicht
selten vor, dass nun plötzlich das andere Bein länger
ist.
Wenn es mit dem Einziehen der Hüfte nicht auf Anhieb klappt,
kann der Therapeut etwas helfen, indem er das Bein leicht nach
außen dreht.
Wie die unteren Gelenke, geradeso
einfach werden ggf. Finger-, Hand- und Armgelenke richtig gestellt.
Wenn die Basis stimmt, geht es an die Wirbelsäule. Und das Richten der Wirbel hilft
beileibe nicht bloß, wenn der Rücken schmerzt. Einem
einjährigen Baby, das nicht essen wollte, half Dorn am Tage
meines Besuches; der 5. Brustwirbel (Nerv zur Leber) war blockiert
und wurde korrigiert. Ein zwei Monate altes Baby war auch schon
da. Bei der Geburt hatte es die Wirbelsäule krumm, der Arzt
meinte, da müsse man 2 Monate warten. Nach zwei Monaten
meinte er dann, das hätte man vor zwei Monaten machen müssen.
Aus vielen Situationen heraus kommen immer wieder Hilfesuchende
zu Dorn und er muss dann nicht nur mit den Händen arbeiten;
auch die Seele will aufgerichtet werden. Dabei hilft ein Humor,
der aus der Erkenntnis der Wachstumsmöglichkeiten nach oben
zielt und den Blick auf das Leben lenkt.
Die „Praxis Dorn“ fand in der Küche des Bauernhauses
statt. Die Atmosphäre bestimmte dort nicht das Leid oder
sterile Praxismonotonie, sondern die Freude über die Befreiung
aus den Nöten und die erlebte Besserung. Wenden wir uns
nun der Wirbelkorrektur nach Dorn zu!
Diese findet zunächst im Stehen statt. Der Patient stützt
sich auf die Tischkante. Der Therapeut tastet mit beiden Daumen
die Wirbelsäule links und rechts von unten nach oben ab
und erspürt die Wirbelfehlstellungen. Zunächst wird
die Muskulatur mit Erdnussöl, das mit Hirtentäschel-,
Brennnessel- und Lavendelextrakt (entspannend und entzündungshemmend)
versetzt ist, gelockert. Für den Lendenwirbel- und unteren
Brustwirbelbereich bleibt der Patient stehen. Während der
Therapeut auf den Wirbel drückt, pendelt der Patient mit
dem gegenüberliegenden Bein. Für den oberen Brust-
und Halswirbelbereich wird die Therapie sitzend fortgesetzt,
dabei macht der Patient mit beiden Händen Pendelbewegungen
wie beim Laufen. Selbst das Einrichten der Halswirbelsäule
geschieht auf sanfte und völlig ungefährliche Weise.
Nachdem die Muskeln gelockert sind, wird der Kopf leicht auf
die Seite geneigt und der Patient macht fortwährend Nein-Bewegungen,
während der Therapeut auf den Wirbel Druck ausübt,
bis er an die richtige Stelle zurückgleitet. Dabei werden
keine Bänder gedehnt und keine Nervenleitungen beschädigt,
es geht alles ganz friedlich zu. Nicht nur die Kinder sagen „Kuscheln“ zu
dieser Halswirbelsäulenkorrektur.
Wichtig ist es auch, auf die seelischen Probleme einzugehen,
die herauskommen. Hier hat Dorn durchaus den Vorteil, dass er
nicht in der Praxis, sondern in der Wohnstube behandelte, in
dieser warmen Atmosphäre ergibt und erledigt sich manches
seelische Problem fast nebenbei.
Anfangs wunderte sich Dorn, wenn die Leute kamen: „Ich
möchte auch meinen Fersensporn weggemacht bekommen“,
denn er hatte auf keinen Fersensporn geachtet, sondern nur den
3. Lendenwirbel reingedrückt. Bei anderen waren durch die
Wirbelbehandlung Hühneraugen verschwunden, und wenn nun
die Nachbarn kamen und auch die Hühneraugen weggemacht haben
wollten, konnte Dorn nur sagen: „Das kann ich nicht.“ Und
er konnte es doch. Langsam merkte er, dass es Zusammenhänge
zwischen den Wirbeln und allen Organen und Stellen des Körpers
gab. Entscheidende Hilfe kam hier von einem Orthopäden aus
Norddeutschland, der ins Allgäu gezogen war, von Dorns Praxis
hörte und ihn mit seiner Frau aufsuchte. Dorn hatte damals
gerade 10 Jahre Praxis ohne irgendwelche medizinischen Kenntnisse.
Dr. Thomas Hansen war „beeindruckt und in der Folgezeit
mehr und mehr überzeugt von dieser Methode sowie von der
liebevollen und integren Persönlichkeit ihres Namensgebers“,
versorgte ihn mit grundlegender medizinischer Literatur und organisierte
dann Dorns Seminare.
Heute zieht Dorn besten Nutzen aus seinen erworbenen medizinischen
Kenntnissen, und es ist ihm ein Herzensanliegen, dass Wissen
nicht zur gegenseitigen Abgrenzung, sondern zum Wohle des Menschen
integrativ genutzt wird.
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Vom Knie zur Blase gibt es keine Ader, keinen Muskel, keine Nervenleitung;
lediglich eine unsichtbare, physikalisch nicht messbare Energieverbindung – der
Blasenmeridian – bildet den Zusammenhang. Wird diese Energiebahn
an bestimmten (Akupunktur-)Punkten stimuliert, die weit vom betroffenen
Organ entfernt sein können, so tritt Besserung ein. So bessert
die Korrektur des 3. Lendenwirbels nicht nur Blasen-, sondern
auch Knieprobleme.
Selbstverständlich wirkt die Akupunktur oder Akupressur
wesentlich intensiver, wenn zuvor „nach Dorn“ die
Wirbelsäule korrigiert ist und damit schon einmal wichtige
physische Blockaden beseitigt sind. Dorn behandelt zwar nicht
mit Akupunktur, aber die Akupunkturlehre bestätigt seine
Ergebnisse. Der große Zeh hängt mit dem 7. Halswirbel
zusammen und seitliches Kopfweh über die Galle mit dem 4.
Brustwirbel. Der 2. Brustwirbel ist der Herzwirbel.
Dorn hat über 30 Jahre Praxis mit Problemlösung. Er
kennt auch seine Grenzen, aber er kann auch Zuversicht verbreiten.
Schmerzen und Wasser – ein Zusammenhang?
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Infos |
Vom 2 Wochen alten Baby bis zum 96-jährigen Greis sind
Dorns Patienten, gelegentlich ist auch ein Vierbeiner dabei.
Die Erfolgsquote liegt über 80 Prozent, was beachtlich ist,
da doch viele zuvor z.T. schon jahrelang nirgendwo wirksame
Hilfe fanden. Es gab immer wieder Patienten, die mit Bandscheibenvorfall
kamen und sich die Operation ersparten. Doch Dorn ward nicht
müde, darauf zu verweisen, dass dies keineswegs immer der
Fall sein muss.
Zu den Grundsätzen der Dorn-Methode gehört, dass man
grundsätzlich nicht – wie z.B. in der Chiropraxis üblich – über
die Schmerzgrenze hinausgeht. Der Patient muss sich darauf verlassen
können, dass der Therapeut stets an seinem Wohlergehen interessiert
ist und nichts gegen seinen Willen tut.
Nach den ersten vier, jeweils in zweijährigem Abstand stattfindenden
Dorn-Kongressen in Memmingen findet der 5. Deutsche Wirbelsäulenkongress
der Dorn-Therapie 2005 unter dem Motto „Die Dorn-Therapie
dient der Gesundheit“ am 29./30.Oktober 2005 von 9 bis
19 Uhr im Congress-Centrum Würzburg statt. 20 Vorträge,
16 Workshops, ganztägig Demonstrationen der Dorn-Methode
und eine umfangreiche Ausstellung „Gesunder Rücken“ sind
geboten für 20 Euro Tageskarte bzw. 30 Euro für 2 Tage.
Info + Programm sind unter www.dorn-kongress.de im Internet zu
finden bzw. werden zugesandt (Tel. 03681-303413).
Literatur:
Neffe, Franz-Josef: Sanfte Hilfe für den Rücken. Dorn-Therapie – Hilfe
und Selbsthilfe für alle, 5. Aufl., 10 Euro + 3. Selbsthilfe-Kalender
der Dorn-Therapie 2005, 6 Euro.