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JOD – Spurenelement und Gift

Jodprophylaxe führt durch Überjodierung zu schweren Erkrankungen

von Dagmar Braunschweig-Pauli M. A.

 

 

Es gibt das schwedische Sprichwort: „Gesundheit ist ein Geschenk, das man sich selber macht“. (*)
Dies bedeutet, dass die Verantwortung für die eigene Gesundheit ausschließlich bei einem selbst liegt und bei niemand anderem sonst.
Was aber, wenn gesundheitspolitische Maßnahmen uns diese Verantwortung für die eigene Gesundheit ungefragt und gegen unseren Willen abnehmen? Alles mit dem Wissen im Hintergrund, dass solche Maßnahmen in Wirklichkeit für viele Bürger eine z. T. hochgradige Gesundheitsschädigung bedeuten?

Dann ist Gesundheit kein Geschenk mehr, das man sich selbst macht – weil einem die Freiheit dazu genommen worden ist –, sondern ein Almosen, das von den Gesundheitsbehörden an bestimmte Menschen verteilt wird, an andere aber nicht.
Gesundheitspolitik, die entmündigt und selektiert? Eine Horrorvorstellung?
Durchaus nicht. Das ist die Realität der nahezu seit 20 Jahren in Deutschland praktizierten Jodsalz- bzw. Jodprophylaxe. Sie führte dazu, dass neben der Verwendung von Jodsalz auch Halb- und Fertigprodukte sowie Viehfutter jodiert werden – was zu einer gesundheitsgefährdenden, weil unkontrollierten Mehr- und Vielfachjodierung der wichtigsten Grundnahrungsmittel geführt hat, leider auch im Biobereich.
Dadurch kann niemand mehr exakt nachvollziehen, wie viel Jod er täglich über Nahrung aufnimmt, und wo es überall drin steckt. Undeklariertes Jod in sehr hohen Mengen – z. B. 2 760 Mikrogramm Jod in 1 Liter deutscher Milch aufgrund der bis 2005 erlaubten 10 Milligramm Jod pro Kilogramm Mineralstoffmischung (*1) – hat deshalb inzwischen bei über 30 % der Bevölkerung zu jodinduzierten Erkrankungen geführt. Allein der Anteil der Betroffenen mit der nur durch Jod ausgelösten Autoimmunerkrankung Morbus Hashimoto ist nach Auskunft des Berliner Schilddrüsenspezialisten Prof. Dr. Jürgen Hengstmann vom 14. November 2007 auf 25 % gestiegen.
In dieser Zahl sind noch nicht die anderen jodinduzierten Erkrankungen wie Morbus Basedow, Heiße und Kalte Knoten, Jodüberschusskröpfe, Jodallergien sowie die Folgekrankheiten wie z. B. Jodkrebs, Tuberkulose und Diabetes (*2) enthalten.

Ursache der Überjodierung

Über Jod wird seit Beginn der Werbekampagne für eine positive Aufnahme der so genannten „kollektiven Jodsalzprophylaxe“ zu Beginn der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts viel berichtet. Zentrales Thema ist, dass Jod für die Schilddrüsenfunktion lebensnotwendig sei und ein Mangel zu schweren Erkrankungen führen würde. Beides ist unbestritten.

Daneben muss man unbedingt die Risiken und Nebenwirkungen einer zusätzlichen Jodaufnahme berücksichtigen, was leider bis jetzt nicht in der gebotenen Ausführlichkeit geschehen ist.

Mit der bereits 1994 vom Bundesumweltamt widerlegten Einschätzung, Deutschland sei ein Jodmangelgebiet, wird bis heute in vielen Berichten geworben. Bei der Notwendigkeit der Jodierung von Salz, Lebens- und Futtermitteln ging man davon aus, dass jeder Bürger unter einem Jodmangel leidet, den man mithilfe von pauschal jodierten Lebensmitteln beheben könnte, wodurch die Schilddrüse gesund erhalten und eine Kropfbildung vermeidbar ist.

In der Pro-Jod-Kampagne bleiben die Risiken und Nebenwirkungen, die bei einer generellen Jodierung der Lebens- und Futtermittel bei Menschen und Tieren auftreten können, somit in großer Wahrscheinlichkeit bei vielen Verbrauchern weitgehend unberücksichtigt. Dies führt zu einer grundsätzlichen und allgemeinen Fehleinschätzung der Jodgefahren durch Mediziner, Lebens- und Futtermittelhersteller, Medien und Verbraucher. Daraus wiederum resultiert im großen Umfange in der Gemeinschaftsverpflegung, in Restaurants und Kantinen, Krankenhäusern und Altenheimen sowie Haushalten ein geradezu fahrlässiger Umgang mit meist vielfach jodierten Lebensmitteln, deren Jodgehalte sich durch Summation im menschlichen Körper oft im toxischen Bereich befinden.
Nicht nur für Menschen mit
Überfunktion gefährlich

Seit man weiß, dass Jod eine medikamentöse Wirkung auf die Schilddrüse hat, so lange ist auch schon bekannt, dass vermehrte Jodgaben für Menschen mit einer Überfunktion der Schilddrüse, für Betroffene mit so genannten Heißen Knoten und Morbus Basedow zu einer gravierenden Krankheitsverschlimmerung – sogar mit Todesfolge – führen können.

Spätestens seit der japanische Mediziner Dr. Hashimoto die Autoimmunerkrankung Morbus Hashimoto erstmals beschrieben hat, weiß man außerdem, dass zu viel Jod diese Schwersterkrankung, bei der sich die Schilddrüse selber zerstört, bei Gesunden überhaupt erst auslöst. Vor Beginn der Jodprophylaxe war Morbus Hashimoto, die nun die jodinduzierten Schilddrüsenerkrankungen anführt, in Deutschland praktisch unbekannt.

Bekannt ist ebenfalls, dass bei Jodempfindlichkeit oft eine genetische Disposition vorliegt, was zur Folge hat, dass Menschen mit dieser bestimmten genetischen Veranlagung immer durch Jod geschädigt werden. Mit dem so genannten „flächendeckenden“ Einsatz von Jod und Jodsalz, wie bei uns praktiziert, kann man folglich Menschen mit einer bestimmten genetischen Veranlagung treffen, d. h. schädigen. In der Praxis bedeutet das eine Selektion, die jedoch verfassungswidrig ist.
Schulmedizin weiß um
die Risiken

In der Schulmedizin sind die Risiken einer Jodprophylaxe bekannt.
In seinem Aufsatz „Jodinduzierte Hyperthyreosen unter Berücksichtigung des Morbus Basedow“ schreibt Prof. Dr. K. Mann: „So haben epidemiologische Untersuchungen gezeigt, dass bei einer Erhöhung der Jodzufuhr die Inzidenz thyreoidaler Autoimmunphänomene zunimmt. (...) Zusammenfassend lassen die bisherigen Beobachtungen am Menschen und tierexperimentelle Befunde erkennen, dass nur gewisse Individuen und nur bestimmte Linien derselben Tierart auf exzessiv hohe Joddosen mit der Entwicklung einer Autoimmunthyreoiditis reagieren. Die genetische Disposition erscheint daher wesentlich.“ (in: R. Großklaus/A. Somogyi (Hrsg.): Notwendigkeit der Jodsalzprophylaxe, bga-Schriften 3/94, S. 51)

Depressionen, Herzbeschwerden,
Osteoporose und Krebs

Aus über neunzig durch Jod ausgelösten oder verstärkten Erkrankungen finden sich in der medizinischen Fachliteratur u. a. als jodinduziert beschrieben: die Hauterkrankung Dermatitis herpetiformis Duhring, Licht- und Jodallergie, Jodakne, Depressionen, Angst- und Panikattacken, Aggressionen, Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Hyperaktivität, Magen-Darm-Störungen, Impotenz, Tuberkulose, Diabetes mellitus Typ I und Krebs. (*2)

Krebs hat in diesem Zusammenhang eine besondere Qualität, weil hier jeder Einzelne betroffen ist, unabhängig von seiner genetischen Disposition. Man muss also keine genetische Disposition für eine durch Jod ausgelöste Schilddrüsenerkrankung haben, um einen durch Jod ausgelösten Krebs zu entwickeln.
Jod erhöht die Nitrosaminbildung um mindestens das 6-Fache. Dadurch können Primärtumore ausgelöst und/oder die Entwicklung bereits bestehender Tumore beschleunigt werden. (*1)

Gesundheitlicher Scherbenhaufen
in der Schweiz

In allen Ländern, in denen eine Jodierung der Lebensmittel und des Salzes vorgenommen wurde, stellten sich prompt schwere Gesundheitsschäden in der Bevölkerung ein. Am überzeugendsten sind die Beispiele aus der Schweiz, weil gerade dieses Land, das seit über 70 Jahren die Salzjodierung praktiziert, für deutsche Jodbefürworter als Paradebeispiel für eine vermeintlich gelungene Jodsalzprophylaxe herhalten muss. Aber auch hier hat die Jodierung einen gesundheitlichen Scherbenhaufen verursacht. Dokumentiert und beschrieben werden die Auswirkungen der Schweizer Jodsalzprophylaxe u. a. in zwei kritischen Artikeln des Schweizer Gesundheitsmagazins „Pulstipp“: in Thomas Grethers Artikeln „Künstliches Jod im Essen fordert Opfer. Behörden verordnen Jod im Übermaß: Jetzt reagieren immer mehr Menschen in der Schweiz mit Allergien“ (*3) und „Ärzte warnen: Wir essen viel zu viel Jod! Nach Pulstipp-Artikel: Ärzte und Jod-Allergiker fordern eine sofortige Deklaration“. (*3) Darin wird der Schweizer Schulmediziner und Naturheilexperte Jürg Hess folgendermaßen zitiert: „Jodiertes Speisesalz ist mit Vorsicht zu genießen. (...) Die Anzahl von Patienten mit Schilddrüsenproblemen hat deutlich zugenommen. Viele Überfunktionen stehen in direktem Zusammenhang mit Jod.“ (*4)

Überdosierung mit
fatalen Folgen für
Kinder und Jugendliche

Im selben Artikel kommt auch der bereits erwähnte deutsche Schilddrüsenspezialist Prof. Dr. Jürgen Hengstmann aus Berlin zu Wort. Hengstmann warnt: „Täglich etwa 300 Mikrogramm Jod über die Nahrung aufgenommen, reichen, um eine Überfunktion der Schilddrüse auszulösen.“ (*4, S. 13)
Besonders für Kinder und Jugendliche kann die Überjodierung der Lebensmittel fatale Gesundheitsschäden zur Folge haben, denn sie brauchen, laut Hengstmann, täglich höchstens 50 bis 100 Mikrogramm Jod. Wird diese Menge überschritten, „kann bei Pubertierenden die Struktur der Schilddrüse“ verändert werden, was „spätere Krankheiten an diesem Organ“ begünstige.“ (*4, S. 13f.)

Die Jodierung der Lebensmittel hat in Deutschland leider „flächendeckenden“ Charakter angenommen: Jod wird dem Salz, den meisten verarbeiteten Lebensmitteln, dem Viehfutter und den Mineralstoffvormischungen für Geflügel zugesetzt. Lecksteine und Leckschalen für Vieh und Wild (!) sind meist ebenfalls jodiert. Jodierung total, kein Verbraucher kann mehr ausweichen.
Dies entspricht einer Zwangsmedikation, die weder juristisch noch ethisch haltbar noch von unserem Grundgesetz her gedeckt ist.

Es besteht dringender Handlungsbedarf – für den mündigen Bürger, der es sich nicht gefallen lassen darf, dass ihm sein „Geschenk“ Gesundheit durch die Zwangsjodierung aus der Hand geschlagen wird. Angesprochen sind auch alle Politiker, die sich einer demokratischen Partei zugehörig fühlen, unsere christlichen Kirchen, und nicht zuletzt Presse und Medien, die endlich, nach viel zu vielen Jahren der Unterstützung der Jodkampagne die Werbekampagne „Jod ist gesund“ kritisch unter die Lupe nehmen sollten.

Literaturnachweis:
* (zitiert nach Landrat Norbert Hofmann in: Weg zur Gesundheit, Mai/Juni 2002)
*1 in: Dagmar Braunschweig-Pauli: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, Trier 2007, S. 251
*2 in: Das Lexikon der Jodkrankheiten von Dagmar Braunschweig-Pauli: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, München 2006
*3 in: Th. Grether in Pulstipp Nr. 4, April 2002, S. 4–5
*4 in: Pulstipp Nr. 5, Mai 2002, S. 13

Die Autorin:

Dagmar Braunschweig-Pauli M. A.
Sachbuchautorin
An der Pferdsweide 60
54296 Trier
Tel.: 0651/ 9963677
www.jod-kritik.de
braunschweig-pauli@web.de

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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.