Coaching ist ein individueller Beratungsprozess, in dem der/die
Gecoachte (Klient/in) und sein/ihr Coach (Begleiter, Berater,
Mentor) gemeinsam an vorher miteinander vereinbarten Themen und
Zielen arbeiten.
Coaching unterstützt lern- und entwicklungsbereite Menschen
(insbesondere Führungskräfte) dabei, ihr volles Potenzial
zu entfalten und ihre Leistungs-, Führungs- und Handlungsfähigkeit
zu verbessern.
Die kommunikative und psychologische Berater-Kompetenz des Coaches
hilft deutliche Verbesserungen in den Ergebnissen, in der persönlichen
Zufriedenheit und im Wohlbefinden des Gecoachten zu erzielen.
VORAUSSETZUNGEN FÜR
COACHING
Eine Grundvoraussetzung für ein gutes
Coaching ist vollkommene Unabhängigkeit des Coachs von seinem
Kunden und völlige Unvoreingenommenheit gegenüber dessen
Umfeld. Der Coach muss alles von verschiedenen Seiten betrachten
können und hervorragend darin sein, den Gecoachten in die
unterschiedlichen Wahrnehmungs-Positionen (assoziiert, dissoziiert
und neutrale Meta-Ebene) zu führen.
„Jedes Ding sollte von drei Seiten betrachtet werden.“
(Leonardo da Vinci)
Eine weitere unabdingbare Voraussetzung ist volles Vertrauen des
Klienten zu seinem Coach sowie dessen absolute Verschwiegenheit
gegenüber Dritten.
ZIELE UND INHALTE DES COACHINGS
Coaching ist ziel-, zukunfts- und lösungsorientiert.
Nicht die Ursachen der Probleme (Schuldsuche), sondern die erforderlichen
Strategien zu ihrer Lösung stehen im Mittelpunkt. Der Coach
unterstützt die Führungskraft dabei, ihre Ziele klar
zu definieren und geeignete Möglichkeiten zu finden, sie
bestmöglich zu erreichen.
Im Coaching geht es weniger um Wissensvermittlung wie in Seminaren
oder Trainings, auch wenn der Coach sein Know-how durchaus einbringen
darf. Er wird dies im Idealfall so geschickt durch gezielte offene
Fragen tun, dass die gecoachte Führungskraft selbst die Lösungen
entdecken und sich aneignen kann.
Hilfreiche Methoden zum effektiven und effizienten Umgang mit
den eigenen Ressourcen und Möglichkeiten stehen im Vordergrund.
Es geht auch darum, großes Einfühlungsvermögen
und hohe Flexibilität im Umgang mit den Mitmenschen (Kunden,
Mitarbeiter, Kollegen, Management, Partner, Familienmitglieder
etc.) zu erreichen.
Es ist Aufgabe eines guten Coaches, dem Klienten in jeder Situation
zu einem guten inneren Zustand und zu vielen Wahlmöglichkeiten
zu verhelfen, um die Unabhängigkeit und Selbständigkeit
des Gecoachten zu fördern. Hilfe zur Selbsthilfe steht an
erster Stelle.
Der Coach ist nicht derjenige, der weiß, wie alles besser
geht, und auch nicht der Problemlöser und „Rat-Schläger“.
Er hilft beim Sortieren und neu Betrachten. Für den Gecoachten
passende persönlichkeits- und systemorientierte Lösungen
zu entwickeln erfordert oft ein Wegkommen von vorschnellen, vordergründigen
Sachlösungen.
Manchmal liegen die Lösungen jenseits des Zauns (der eigenen
Grenzen des Coaches). Der Coach sollte daher auch mit unkonventionellen
Methoden dazu anregen, vom gewohnten Weg abzukommen und die Gegend
kennen zu lernen.
WOZU COACHING?
Menschen sind oft einsam. Doch sie brauchen
ehrliche Rückmeldung (Feedback) darüber, wie sie und
ihr Verhalten wahrgenommen werden. Die Selbsteinschätzung
kann erst zusammen mit der Fremdeinschätzung eine realistische
Gesamteinschätzung erbringen. Doch wie viel „ungeschminkte“
Rückmeldung erhalten sie im Alltag?
Menschen reden viel, doch selten über sich und ihre Gefühle.
Wie gut sie sich präsentieren, sagt jedoch wenig darüber
aus, wie erfüllend sie leben. Wer darauf aus ist, von anderen
respektiert zu werden aufgrund seiner Leistungen, kann leicht
den Kontakt zu sich selbst verlieren.
WOBEI HILFT COACHING?
Durch Coaching holen sich Menschen unabhängige,
kritische, ehrliche und wohlmeinende Rückmeldung und konstruktive
Unterstützung. Weil der externe Coach nicht in Rollen und
Strukturen eingebunden ist, hilft seine Sicht, weit über
den Tellerrand hinaus zu blicken, und ermöglicht so neue
Perspektiven, Ideen und Erfolge.
„Der Problemraum ist nicht der Lösungsraum.“
(Einstein)
ZUM GEWINNER WERDEN
DURCH COACHING
Das Bedürfnis nach Echtheit und Glaubwürdigkeit,
die Forderung von stimmigem, authentischen Verhalten (Reden und
Handeln) nimmt beständig zu. Das verwundert nicht, denn eine
der weit verbreitetsten Störungen heutzutage ist inkongruentes
Verhalten, d. h. Denken, Fühlen, Wollen, Sagen und Tun eines
Menschen stimmen nicht überein.
Nur wer sich kongruent verhält, wird wirklich respektiert
und erwirbt wahres Ansehen. Natürliche Autorität und
Charisma werden nicht durch Anhäufen von Wissen erworben,
sondern nur durch Entwicklung der Persönlichkeit und des
Charakters zu innerer Harmonie gewonnen. Seelenfrieden ermöglicht
Kongruenz, die Voraussetzung für Vertrauens- und Glaubwürdigkeit.
Das sind die wertvollsten Qualitäten einer wahren Führungspersönlichkeit.
Daher gehört es zu den Hauptaufgaben eines Coachs, den Klienten
zu innerer Balance zu verhelfen. Denn ungelöste Konflikte
zwischen beruflichen und privaten Werten oder Zielen führen
zu starken Belastungen, die Depression, Sucht oder Krankheit nach
sich ziehen können. Unterschiedliche Werte, Prioritäten
und handlungsbestimmende Motive zu erkennen und sie in Einklang
zu bringen, ist eine der edelsten Aufgaben eines Coachs.
Wenn er es schafft, den Gecoachten wieder in Kontakt mit seinen
Ressourcen und mit der Quelle seiner intuitiven Lebensweisheit
zu bringen, auf Dauer flexible Zielerreichungs-Strategien etabliert,
Selbsterkenntnis, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen herstellt,
dann führt er seinen Klienten zur Selbstverantwortung und
macht sich selbst als Coach überflüssig. Damit sind
alle Beteiligten Gewinner geworden und die Aufgabe des Coachs
ist erfolgreich beendet.
Kontakt:
Praxis für Coaching,
Clusteranalyse
und Naturheilkunde
Gerd Paul (Heilpraktiker)
Theaterstr. 8
97070 Würzburg
Fon: 09 31/809 21 29 (AB)
www.gerdpaul.de