|
Die Wirbelsäulentherapie nach Dorn
Woher kam der Name der Methode? Dieter Dorn ist der Namensgeber dieser Therapieform, die viele Jahre eine Methode war, die von den Heilkundigen des Volkes, von Kräuterfrauen und Schäfern praktiziert wurde. Viele Regionen haben Heiler, die Mensch und Tier richten können. Dieter Dorn lebt im Allgäu, besitzt ein Sägewerk und bewirtschaftet einen kleinen Bauernhof. Im Jahr 1973 passierte Dieter Dorn (*1938) das Missgeschick, das er sich bei schwerer Arbeit in seinem Sägewerk verdrehte und so Beschwerden bekam. Er konnte sich nicht mehr richtig bewegen und dachte nach, was zu tun sei. Er wollte seine Arbeit fertig machen da er jemandem das Holz versprochen hatte. Ihm fiel ein, dass es im Nachbarort jemanden gab, der Mensch und Tier einrenken konnte. "Krumm kommen die Menschen rein und grad gehen sie wieder" war die Devise. Dieter Dorn schwang das Bein während der Mann ihm mit dem Daumen ins Kreuz drückte. Er war seine Schmerzen los und konnte seine Arbeit zu Ende bringen. Noch einmal ging Herr Dorn zu diesem Mann, der ihm so schnell helfen konnte. Er brachte ihm eine Flasche Wein, als Dank für seine Hilfe. Dieter Dorn wollte wissen, ob er das auch lernen konnte und wo? Der Bauer zeigte ihm einige Handgriffe und erklärte dazu, dass es ganz einfach sei und er es schon könne. Erstaunt ging Herr Dorn nach Hause und versuchte diese Griffe anzuwenden, denn der Bauer verstarb vier Wochen später, da er schon alt und sehr krank war. Die erste Patientin war seine Frau, sie hatte 15 Jahre Migräne ohne dass ihr die Schulmedizin helfen konnte. Er fühlte die Halswirbelsäule und es war eine Ungleichmäßigkeit der beiden Seiten zu spüren. Vorsichtig drehte er den Hals und drückte die Wirbel. Die Kopfschmerzen waren verschwunden. Beide waren sehr froh darüber. Es gab eine Nachbarin, die sich regelmäßig Milch holte, doch eines Abends kam sie nicht. Herr Dorn ging mit seiner Frau hinüber um nach Ihr zu schauen. Sie lag im Bett und konnte nicht aufstehen, weil sie Schmerzen im Bein hatte. Dieter Dorn fragte ob er sich das anschauen durfte, denn er wollte gern behilflich sein, wenn er denn könne. Die Frau berichtete, dass sie schon ein Jahr wegen dieser Beschwerden in Behandlung sei, aber keine Hilfe bekam, mit den Spritzen und Bestrahlungen. Er stellte fest, dass das schmerzende Bein 5 cm länger war als das andere. Seiner Intuition folgend versuchte er das Bein in einer Bewegung wieder reinzuschieben. Da bei nochmaligem Schauen beide Beine gleich lang waren, und die Bäuerin ganz erfreut sagte, es ginge schon besser, war damit die Beckenübung zum Einrichten des Gleichstandes entdeckt. Nach etwa einer Stunde rief sie aus dem Fenster um zu sagen, dass es ihr wieder möglich sei zu gehen. Bald entdeckte Dieter Dorn, dass es noch mehr Übungen zur Selbsthilfe gibt und das ist seine Idee der "Dorn-Methode", damit sich jeder selbst helfen kann. Immer mehr Patienten kamen zu ihm so stellten sich auch Therapeuten ein, die nun auch diese Heilweise lernen wollten. So wird die Arbeit des Dieter Dorn seit 30 Jahren von ihm und anderen unterrichtet und findet immer mehr Zulauf. Die Arbeit nach Dorn wird an allen Gelenken und an der Wirbelsäule gemacht. Es ist eine Methode die sich für alle Altersgruppen eignet und so manches Kind kann die schulischen Aufgaben nach der Therapie viel leichter bewältigen. Die Preußmassage Es ist in vielen Fällen nötig, den Patienten mit einer Entspannungsform für die Behandlung nach Dorn vorzubereiten. Dazu eignet sich in besonderer Weise die Preußmassage. Sie wurde von Rudolf Preuß (*1899-1990) Kollegen empfohlen wenn es um Rückenschmerzen und Probleme mit der Bandscheibe geht. (Rudolf Preuß ist bekannt geworden mit seiner einfachen Methode der Preuß-Saftkur bei Krebs). Es wird mit bestimmten Bewegungen und warmen Johanniskrautöl der Rücken bearbeitet, so dass sich die Muskeln entspannen und die Bandscheiben sich wieder voll saugen können mit den Stoffen, die im Johanniskrautöl enthalten sind. Dorn-Behandler gehen nicht von Abnutzung der Bandscheiben aus, sondern von einer schlechten Versorgung, die auch mit den etwas verschobenen Wirbeln zu tun hat. Die trockene Bandscheibe saugt sich voll wie ein Schwamm mit dem Johanniskrautöl. Auch wenn keine Arbeit an den Wirbeln zu machen ist, die Preußmassage ist eine Wohltat und eine ideale Vorbereitung für die Arbeit nach Dorn. Die Wirbelsäulentherapie Die Wirbelsäule ist nicht nur das zentrale Stützorgan des Menschen, sondern auch die Verteilautobahn für alle Informationen vom und zum Gehirn. Die Nervenimpulse werden über das Rückenmark zu den Nervenaustrittspunkten geleitet. Die verschiedenen Nervenbahnen treten jeweils an den entsprechenden Wirbeln aus und versorgen so die einzelnen Organe und Organsysteme mit Nahrung und Information. Werden nun ein oder mehrere Wirbel durch Druck, Zug, Unfall, Schock, einseitige Belastungen oder Fehlhaltungen aus ihrer Ideallage herausgebracht, so bilden sich Blockaden. Dies macht sich durch Schmerzen und Bewegungseinschränkung an den betroffenen Stellen, aber auch durch Schmerzen und Fehlfunktion einzelner Organe bemerkbar. Ganz im Gegensatz zur Chiropraktik werden bei der Dorntherapie die Wirbel sanft und mit Bewegung der betroffenen Muskulatur gedrückt, wobei sich die Bandscheiben mitbewegen. Die sanfte Wirbeltherapie nach Dieter Dorn bewirkt eine Korrektur der Wirbel in ihre Ideallage, also gerade und aufrecht, dadurch erreicht der Behandler die Aufhebung der Blockaden. Eine wichtige Voraussetzung für eine gerade, aufrechte Wirbelsäule ist eine waagrechte Beckenlage. Die waagrechte Beckenlage setzt wiederum gleichlange Beine voraus. Die Orthopäden stellen heute bei vielen Menschen einen Beckenschiefstand fest und führen dies auf unterschiedliche Beinlängen zurück. Als Therapie werden dann erhöhte Einlagen oder Absatzerhöhungen verordnet.
Die Erfahrung der Dorntherapie ergibt in über 90 % der Patienten gleich lange Beine. Wenige Ausnahmen sind Folgen einer Operation oder angeboren. Trotzdem stellen wir bei vielen Menschen einen Beinlängenunterschied fest. Die Erklärung ist ein verrutschen des Oberschenkelkopfes im Hüftgelenk, was einige Millimeter bis 4 cm ausmachen kann. Das gesunde Hüftgelenk erlaubt eine große Bewegungsfreiheit beim Laufen, Springen und vielen Sportarten. Nur beim langen Sitzen (Oberschenkel und Hüftgelenk stehen im Rechten Winkel) ist die Verbindung zwischen Hüftgelenk und Oberschenkelkopf nicht so stabil. Das gilt vor allem beim Autofahren (Vibrationen) und in der Sitzposition mit übergeschlagenen Beinen (Aushebelung). Der Oberschenkelkopf rutscht aus der idealen Lage heraus. So entsteht die vermeintliche "Beinlängenverkürzung". Richtiger wäre von einer "Beinverlängerung" zu sprechen. Mit einer einfachen Übung lässt sich dies wieder effektiv korrigieren. Sehr viele Beschwerden lassen sich mit dieser Therapieform beeinflussen oder auch verbessern. Dauerkopfschmerzen, Migräne, Rücken- und Gelenkschmerzen, Lähmungserscheinungen, Schwindel, Hör- und Sehprobleme und auch depressive Verstimmungen können dauerhaft beseitigt werden. Oft ist die Ursache der Rückenschmerzen ein Ereignis, das schon lange vorbei ist. Ein Unfall mit dem Schlitten als Kind, ein Sturz vom Baum oder auf dem Eis, möglicherweise schon Jahre her und der Patient hat keine Erinnerung mehr an das Geschehen. Auch bei der Geburt kann es passieren, dass das Becken sich verzieht und ein Bein ist "länger". Die Beschwerden beginnen eventuell nach dem 40. Geburtstag. Wenn der Patient feststellt, das ein bestimmter Bewegungsablauf nicht Beschwerdefrei möglich ist, wäre ein Schauen nach dem Beckenschiefstand durchaus nützlich. Kontakt: Gabriele Becker
|
|||||
Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |