„Mein Sohn macht mich fix und fertig. Jeden Tag sitze
ich mit ihm stundenlang an den Hausaufgaben und es geht nichts
vorwärts. Spätestens wenn er die Seite noch einmal abschreiben
muss, weil alles voller Fehler ist, gibt es ein Riesengeschrei.
Zur Lehrerin gehe ich schon gar nicht mehr, weil ich doch nur
Beschwerden über ihn höre. Neulich hat er so heftig
mit dem Stuhl gekippelt, dass er mitsamt der Bank umgefallen ist.
Die Kinder haben ihn ausgelacht und die Lehrerin war natürlich
stocksauer.
Seine jüngere Schwester drangsaliert er auch in einem fort
und sein Vater rastet bei jedem Fünfer in Deutsch und Mathe
aus.
So geht das jeden Tag und ich bin mit den Nerven völlig runter
…“
Der verzweifelte Redeschwall der Mutter von Felix (Name geändert)
ging noch einige Zeit weiter.
Ich will hier nicht alles wiedergeben.
Auf meine vorsichtige Fragen: „Was mögen Sie an
Ihrem Sohn?, Welche Fähigkeiten und liebenswerte Seiten hat
er?, Was kann er besonders gut?“, folgte erst einmal eine
verdutzte Pause ...
Viele Eltern kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie ihr Kind
nur noch negativ sehen können, und oft bemerken sie es gar
nicht, weil sie so sehr auf das Problem fixiert sind.
Wenn ich mich in die Situation von Felix versetze, dann gibt
es niemanden, der im Moment an ihn glaubt bzw. zu ihm hält und
ihm zeigt, dass er wertvoll ist. Die Menschen, die für ihn
am wichtigsten sind, seine Eltern, zweifeln an seinen Fähigkeiten
und nehmen nur noch wahr, was nicht klappt. Was bringt es also,
sich für ihn anzustrengen?
Die neuere Gehirnforschung
belegt, dass gute liebevolle, freundliche Beziehungen, gegenseitiger
Respekt und eine positive Erwartungshaltung die beste Voraussetzung
für leichtes, erfolgreiches Lernen sind:
„... seelische
Erlebnisse werden vom Gehirn in bioelektrische Impulse und
in die Freisetzung von Nervenbotenstoffen umgewandelt. Das
Gehirn macht aus jedem psychischen also einen biologischen
Vorgang. Vom Hirn ausgesandte Signale führen sowohl
zur gegenseitigen Stimulation der Nervenzellen im Gehirn
als auch zur Stimulation zahlreicher Körperorgane.
Wo immer solche von der Psyche ausgesandten Signale bei
einer einzelnen Zellen eintreffen, können sie zu einer
Veränderung der Gen-Aktivität führen ...“
Joachim Bauer: Das Gedächtnis des Körpers, Piper
2004
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Sensible Kinder blockieren leichter
Wer schon einmal beim Kinesiologien war, der weiß,
dass es Wasser zu tinken gibt, um die Testfähigkeit
zu erhöhen
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Wie wichtig Wasser für unseren Organismus
ist, lesen
Sie im
"Wasser-Praxisbuch"
mehr
Infos |
Die Mutter atmet auf und wird ruhiger, als sie erfährt, dass
Schulprobleme und Lernblockaden in der Regel bei Kindern auftreten,
die sensibler und stressempfindlicher sind.
Häufig handelt es sich dabei um besonders intelligente Kinder,
die leichter aufgeben, wenn etwas nicht so schnell klappt.
Mit Hilfe des sanften Muskeltests können wir genau herausfinden,
wo und wann die natürliche Gehirnaktivität blockiert
wurde und wie diese Blockade zu lösen ist. In den Balancen,
die wir mit Felix machen, klären wir außerdem einige
unbewusste, alte Muster, wie:
„Ich kann es nicht allein und neige dazu aufzugeben,
wenn ich keine Hilfe bekomme“, „sich negativ Aufmerksamkeit
zu holen über Kaspern etc.“, „nichts mehr zu
sagen, wenn er sich nicht gehört fühlt“ ...
Darüber hinaus entwickelt er ein positives Selbstbild, mehr
Selbstvertrauen und neue Motivation.
Sehr beschleunigt hat die ganze Sache, indem auch seine Mutter
ihren Stress löste. Nachdem sie eigene Schul- und Versagensängste
geklärt hat, kann sie jetzt viel entspannter mit Felix umgehen
und ihn leichter motivieren. In ihrer Begeisterung hat sie sogar
selbst das Testen und Lösen von Lernblockaden gelernt. Und
die beiden lösen ihren Stress jetzt selbst.
Zum Schulanfang
möchte ich dir, liebe Leserin, lieber Leser, eine kleine
Visualisationsübung zeigen, mit der du dein Kind unterstützen
kannst. Du brauchst ja nicht zu warten, bis Probleme auftreten.
Diese Übung unterstützt alle Kinder, auch die, die keine
massiven Probleme in der Schule haben.
Mit Visualisation positiv stützen
Lege oder setze dich bequem hin und sorge dafür, dass du
die nächsten zehn Minuten nicht gestört wirst.
| 1) |
Nimm eine Hand an die Stirn und die andere an den Hinterkopf.
Beobachte deinen Atem; er kommt und geht, wie eine Welle. |
| 2) |
Wenn du ruhiger geworden bist, denke an die Zeit, als dein
Kind noch klein war. Worüber hast du dich besonders gefreut?
|
| 3) |
Erinnere dich, wie begeistert dein Kind das Laufen (oder
etwas anderes, was es unbedingt wollte) gelernt hat. Sehe,
wie es dein Kind immer wieder versucht, solange, bis es wirklich
klappt, und wie es dir schließlich ganz stolz zeigt,
was es gelernt hat. |
| 4) |
Atme tief in deinen Bauch und stelle dir vor, du siehst
dein Kind in der Gegenwart mit der gleichen Ausdauer und Freude
für die Schule lernen. Spüre deine Freude, wenn
es dir stolz eine gute Note (eine gute Probe etc.) präsentiert.
Genieße euren liebvollen Umgang miteinander und fühle
die entspannte Atmosphäre in der Familie. |
| 5) |
Nehme wahr, wie viel Liebe und Vertrauen von dir zu deinem
Kind fließen. Fühle, wie sich dein Herz weit öffnet. |
| 6) |
Genieße diese schönen Gefühle noch ein paar
Minuten. Vielleicht kommt dir ein ermutigender Satz, wie z.B.
„Ich kann ... (Name deines Kindes) vertrauen“,
den du dann immer wiederholen kannst, wenn du an dein Kind
denkst. |
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Kontakt:
Balance-Institut
Sigrid Limberg-Strohmaier
Leiblstr. 8
90431 Nürnberg
Tel.: 09 11/31 56 07
E-Mail: sigrid@balance-nbg.de
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