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Stressbewältigung

durch Achtsamkeit

MBSR: Das Mindfulness-based Stress Reduction Program

 

 

Stress im Alltag, Probleme, Krankheiten, Verlusterfahrungen, Süchte, ... Jeder erlebt diese Herausforderungen in seinem Leben.

Die spontane körperliche Reaktion in akuten Stresssituationen hilft uns, besonders wach und handlungsfähig zu sein.

Dauerstress, evtl. noch verbunden mit dem Gefühl, der Situation nicht gewachsen zu sein, wird zu einer körperlichen und seelischen Belastung mit erhöhten Krankheitsrisiko und einem enormen Verlust an Lebensqualität.

Das MBSR-Programm basiert auf der Überzeugung, dass diese Herausforderungen des Lebens als Möglichkeiten für inneres Wachstum und Heilung erfahren werden können, wenn wir lernen, uns selbst und dem Leben mit Achtsamkeit zu begegnen.

Was ist Achtsamkeit?

Auch mit unserem Wasser sollten wir achtsam umgehen, da es nur ein bestimmte Menge gibt.

Siehe auch
"Wasser-Praxisbuch"

mehr Infos

Es gibt niemanden, der nicht schon Momente der spontanen Achtsamkeit erlebt hätte: ganz da sein, in diesem Augenblick ...

Die Methode des „Mindfulness-based Stress Reduction“ (Stressbewältigung durch Achtsamkeit) hat Prof. Jon Kabat-Zinn vor über 20 Jahren an der University of Massachusetts, USA, entwickelt und mit seinem Team etabliert. Mehr als 12.000 Patienten nahmen seitdem an dem von der Klinik ambulant angebotenen achtwöchigen Gruppenprogramm teil. Es wird an mehr als 250 Kliniken der verschiedensten Ausrichtungen und an Gesundheitszentren in den USA erfolgreich angewendet.

Es entstand, um Patienten mit chronischen Beschwerden eine Möglichkeit zu bieten, selbst aktiv zu ihrem Heilungsprozess beizutragen, ergänzend zur medizinischen Behandlung.

Das Programm wurde und wird weiterhin kontinuierlich wissenschaftlich ausgewertet und begleitet. Die Untersuchungen ergaben eine langanhaltende Verbesserung von körperlichen wie psychischen Symptomen der meisten Teilnehmer, eine größere Kompetenz bei der Bewältigung von Stresssituationen und eine positive Veränderung in der Einstellung, nicht nur zu den eigenen Beschwerden, sondern auch zu anderen Menschen und der Welt.

Zahlreiche Studien dokumentieren die Wirksamkeit der Methode und den gesundheitsfördernden Aspekt, der sich aus der wachsenden Fähigkeit zur bewussten Selbstregulation des Körper-Geist-Organismus und der damit verbundenen Umstellung des Lebensstils ergibt.

Die positive Wirkung ist bei den folgenden Beschwerden und Krankheiten belegt:

Familien-, Arbeits- oder Krankheitsbedingter Stress, chronischer Schmerz, vor allem Rücken- und Kopfschmerzen, Angst und Panik, Depressionen, Herzbeschwerden, hoher Blutdruck, Krebs, Hautkrankheiten, Fibromyalgie, Nikotinabhängigkeit.

Auch in Deutschland wird die „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ zunehmend erfolgreich eingesetzt. An der naturheilkundlichen Abteilung des Knappschaftskrankenhauses Kliniken Essen Mitte wird das Programm seit mehr als anderthalb Jahren in der Tagesklinik angeboten. Kern des Programms ist eine systematische Schulung der Achtsamkeit durch verschiedene Formen der Achtsamkeitsmeditation.

Es vermittelt Hilfe zur Selbsthilfe, ein Training bewusst(er) zu leben, unabhängig davon, ob die Situation angenehm (z. B. Sonnenuntergang) oder unangenehm (z. B. Versagenssituation) ist.

Es wird in den drei Hauptübungen des Programms, dem Body Scan, einer Übung des Körpergewahrseins (vorzugsweise im Liegen), der Achtsamkeitsmeditation (vorzugsweise im Sitzen und auch Gehen) und der achtsamen Körperarbeit (Yoga), eine nicht wertende, offene Haltung sich selbst und allem anderen gegenüber, eingeübt. Dieses „Nicht Tun“ kann jedoch paradoxerweise Schwerstarbeit sein.

Alte Gewohnheiten, destruktive, konflikterzeugende Gedanken und Verhaltensmuster lösen sich nicht von heute auf morgen auf.

Aber sie treten zurück, je mehr wir lernen, sie aufzuspüren und zu begreifen und wenn wir gleichzeitig mehr und mehr die Erfahrung des „So-Seins“ im Augenblick zulassen können.

Alte Schwierigkeiten können nun in einem anderen Licht gesehen werden und es eröffnen sich uns neue Möglichkeiten des Handelns im Alltag.

Die drei Hauptübungen werden u. a. an den acht dreistündigen Gruppenterminen und am „Tag der Achtsamkeit“ angeleitet. Zusätzlich üben die Teilnehmer 6 x in der Woche zu Hause etwa eine Stunde mit Hilfe von Audiokassetten, die sie als Kursmaterial erhalten. Hinzu kommt die sogenannte informelle Praxis, das Einüben der Achtsamkeit im Alltag. Angefangen bei der Achtsamkeit beim Schuhe zubinden, über das Essen, bis zu achtsamer Selbstwahrnehmung (auch und vor allem des Körpers) beispielsweise in Stresssituationen.

Der „Tag der Achtsamkeit“ findet nach dem 6. Termin statt und wird gemeinsam in Schweigen, in Meditation, mit Übungen, einem Vortrag und achtsamen Essen verbracht.

Schwerpunktthemen, die in Kurzvorträgen, Gruppengesprächen und praktischen Übungen behandelt werden, sind u. a. Umgang mit Stress, körperliche Auswirkungen von Stress, achtsame Kommunikation, Selbstachtung und Mitgefühl und Umgang mit schwierigen Gefühlen, wie beispielsweise Wut oder Angst. Die Teilnehmer bekommen auch ein Arbeitsbuch, das Texte zu den Themen enthält und um die Beobachtungen aus der informellen Praxis und das Einüben der Achtsamkeit im Alltag zu Hause schriftlich festzuhalten. Es ist als Hilfe gedacht sich selbst im Alltag und in den eigenen Denk- und Verhaltensgewohnheiten besser kennen zulernen. Die praktischen Übungen in der Gruppe verbinden das Verstehen auf der kognitiven Ebene mit der Selbsterfahrung.

Das Netzwerk MBSR Deutschland hat sich im Rahmen der ersten deutschen Ausbildung zum MBSR-Kursleitern unter der Leitung von Dr. Linda Myoki Lehrhaupt vom Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung gebildet und steht für die Qualität einer anderthalbjährigen Ausbildung, langjähriger Meditationserfahrung der Kursleiter-Innen und fachlichem Austausch.

Ziel des Netzwerkes ist es, Stressbewältigung durch Achtsamkeit bundesweit anzubieten. Internet: mbsr-netz.de und www.abor-verlag.de Link: MBSR

Kontakt:

Tjorven Figge
Yoga-Lehrerin (BDY/EYU)
Neue Straße 10
97299 Zell
Tel: 09 31/287 71 54

 

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Copyright Dieter Schmitt

 

 

Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.