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Zusatzstoffe in Lebensmitteln
genauer betrachtet

von Dieter Schmitt

 

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Mit jeder Mahlzeit nehmen wir unter anderem eine unbekannte Anzahl von Chemikalien mit auf. Diese addieren sich in unserem Körper auf Dauer zu einem giftigen Cocktail, dessen Langzeitwirkung jeden von uns interessieren dürfte.

Diese sogenannte „Kumulation der Giftwirkung“ ist nichts Neues und schon seit 1956 bekannt. In seinem Buch „Die toxische Gesamtsituation auf dem Gebiet der menschlichen Ernährung – Umrisse einer unbekannten Wissenschaft“ nimmt der Heidelberger Professor und Pharmakologe Fritz Eichholz ausführlich dazu Stellung.
Darin heißt es, dass einzelne, giftige Stoffe in entsprechend geringer Dosierung nicht unbedingt schädlich wirken müssen. Jedoch sieht dies bei einer Vielzahl von synthetischen Substanzen im menschlichen Körper – die sich kumulieren – anders aus. Die Wissenschaft zweifelt nicht daran, dass Rückstände von z.B. Lebensmittelzusatzstoffen, Kunstdünger, Konservierungsmitteln, Pflanzenschutzmitteln, Farbstoffen, Weichmacher usw. in bekannter wie auch unbekannter Weise interagieren und schädliche Auswirkungen auf unseren menschlichen Organismus entfalten können. Vor allem die Wechselwirkung der Giftstoffe untereinander sowie deren Abbauprodukte sind hier zu nennen, die teilweise elementare Körperfunktionen beinträchtigen. Pestizide und ihre zeitversetzte schleichende Wirkung können unser Erbgut verändern, die Entstehung von Krebs fördern oder die Zellteilung stören. Ein geschwächtes Immunsystem oder Allergien können der Grund für die Auswirkungen dieser Giftstoffe sein. Dass die menschliche Fruchtbarkeit unter hormonell wirksamen und schwer abbaubaren Chemikalien leiden, ist den Lesern des „Wasser-Praxisbuches“ bereits bekannt. Dies hat nicht nur für uns Menschen, sondern auch im Tierreich Auswirkungen auf die sinkende Qualität und Quantität der männlichen Spermien.
Es ist daher in meinen Augen ein blanker Hohn, wenn von „unschädlichen Mengen toxischer Stoffe“ in Lebensmitteln gesprochen wird. Ein einzelnes Pestizid oder ein Konservierungsstoff mag für manch einen unschädlich sein, kommen sie im Körper zusammen und entfalten dadurch ihre Wechselwirkung, können die bereits erwähnten Kumulationswirkungen entstehen. Circa 5000 Pestizidwirkstoffe werden weltweit eingesetzt, wovon maximal 1000 zugelassen sind, in der EU sind es 400.
Ungefähr 80% aller Pestizide werden im Obst- und Gemüseanbau sowie im Ackerbau eingesetzt. Selbstverständlich müssen auch hier Grenzwerte eingehalten werden, jedoch gibt es noch keine Summengrenzwerte für die mehrfache Pestizidbelastung. Bereits bei einer einmaligen Überschreitung eines festgelegten Grenzwertes besteht akute Gefahr von Gesundheitsschäden. Unberücksichtigt bleibt, dass jeder menschliche Organismus unterschiedlich mit den Dosen umgeht, weshalb meiner Meinung nach die Grenzwerte viel zu hoch angesetzt sind. Bedenken wir, dass nicht alle Stoffe im Labor restlos nachgewiesen werden können, so sollte uns klar werden, dass die Belastung durch Giftstoffe deutlich intensiver ist als wir vermuten.

Ein Beispiel für die schleichende, kumulative Wirkung anhand von Aluminium (E 173) und Zitronensäure (E 330): Da die Beweislast der Unbedenklichkeit beim Hersteller liegt, muss dieser die Behörde (für Lebensmittelsicherheit die EFSA in Parma) überzeugen. So werden Studien eingereicht, die Zitronensäure und Aluminium als Einzelstoffe für unbedenklich deklarieren. Nachdem beide Stoffe in den Handel gebracht wurden, können diese im Rahmen der Grenzwerte – sofern vorhanden – in Lebensmitteln unbedenklich verwendet werden. So finden wir beispielsweise Zitronensäure in vielen Erfrischungsgetränken oder Kuchen. Das Leichtmetall Aluminium finden wir beispielsweise im Zuckerguss auf Kuchen oder Keksen sowie in vielen Süßigkeiten. Essen wir beispielsweise ein leckeres Stück Zitronenkuchen mit Zuckerguss, so kann unser Körper unter normalen Umständen das Aluminium wieder ausscheiden. Da es aber zusammen mit der Zitronensäure in den Körper gelangt und Aluminium daran andockt, erkennt es unsere Blut-Hirn-Schranke nicht mehr als Schadstoff und so gelangt dieses ungehindert in unser Gehirn. Die Zitronensäure würde das Aluminium normalerweise auch wieder hinausbefördern, wenn dieses nicht vom Gehirn verstoffwechselt würde. Übrig bleibt das wirksame Neurotoxin Aluminium, das Nervenzellen abtötet. Forscher sind sich einig, dass beispielsweise Alzheimer durch Aluminium früher hervorgerufen wird und es dessen Verlauf beschleunigt. Betroffen hiervon ist leider die jüngere Generation, die ohne „Erfrischungsgetränke“ nicht auskommt. Viele Allergien oder ADHS (Zappelphilipp-Syndrom) können darauf zurückgeführt werden.
Ein weiteres Beispiel für die kumulative Wirkung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln ist die Zunahme von Gicht, einer der häufigsten Stoffwechselerkrankungen in den Industrieländern. Guanylsäure (E 626) darf Lebensmitteln mit bis zu 500 mg/kg zugesetzt werden. Zusammen mit Glutamat (E 620) sind diese für den Geschmack von Fertiggerichten verantwortlich. Empfindliche Menschen reagieren schon wenige Minuten nach Einnahme von Glutamat mit Übelkeit, Kopfschmerzen oder Taubheit in Beinen und Nacken. Guanylsäure dagegen entfaltet seine Wirkung erst schleichend nach Stunden, da es zu Harnsäure abgebaut wird und der Harnsäurespiegel im Blut steigt. Unter ungünstigen Umständen bilden sich dabei Harnsäurekristalle, die für Gichterkrankungen verantwortlich sind. Zum Beispiel in Wurstwaren oder Knabber-Artikel gehören zu den guanylsäurehaltigen Lebensmitteln, die bei häufigem Genuss die Entstehung von Gicht fördern. Ein Verzehr solcher Nahrungsmittel sollte daher überdacht werden.

Welcher Jugendliche kaut nicht gerne einen Kaugummi? Den wenigsten ist jedoch in diesem Zusammenhang der Begriff „Butylhydroxyanisol“ (BHA oder E 320) geläufig. Dieses Antioxidationsmittel sorgt unter anderem in Kaugummis dafür, dass diese frisch bleiben, obwohl in den USA bekannt ist, dass dieser Stoff in großen Mengen krebserregend ist. In Deutschland darf BHA nur in Kinder- und Säuglingsnahrung nicht zugesetzt sein, obwohl aus Tierversuchen schon lange bekannt ist, dass er zu Karzinomen, Krämpfen und Leberschäden führt. Es wird vermutet, dass E 320 in Verbindung mit sehr viel Vitamin C Körperzellen verändert und die DNA schädigen kann. Nicht nur Kaugummis enthalten E 320, sondern ebenso Trockensuppen, Würzmittel, Kuchenmischungen und Knabber-Erzeugnisse aus Getreide.

Zwar gibt es für alle Zusatzstoffe Höchstgrenzen, die aber teilweise leicht überschritten werden, wie das Beispiel „Polyglycerin-Polyricinoleat“ (E 476) zeigt. Die Aufgabe dieses Emulgators ist es, ölige Substanzen im Wasser zu verteilen, wie es bei der Herstellung von Schokolade notwendig ist. Sein Grenzwert für die Einnahme liegt bei 7,5 Milligramm pro Kilo Körpergewicht. In der Schokolade dürfen allerdings bis zu 5000 Milligramm E 476 pro Kilo enthalten sein. Nun kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viel er von diesem Emulgator zu sich nimmt, wenn er eine 100-g-Tafel Schokolade isst ...

In Tierversuchen konnte die krebserregende Wirkung von E 476 nachgewiesen werden. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Leber und Nieren der Versuchstiere deutlich vergrößert waren, was im Zusammenhang mit E 476 steht. Es wird angenommen, dass dieser Stoff die Oberfläche der Darmschleimhaut verändert, wodurch diese für Nahrungsbestandteile, Zusatzstoffe und Rückstände durchlässiger wird. Ein erhöhtes Allergierisiko könnte so erklärt werden.

Die Liste der kumulativen Stoffwirkungen könnte beliebig verlängert werden. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies für bewusst lebende Menschen, die sich einigermaßen davor schützen wollen, frisch zubereitete biologische Erzeugnisse am besten roh (z.B. von Bioland oder Demeter) zu konsumieren. So können wir vermeiden, schleichend vergiftet, krank oder unfruchtbar gemacht zu werden. Auch wenn so immer noch ein paar ungebetene Stoffe in den Körper gelangen, so können diese in Verbindung mit der richtigen Flüssigkeit und einer funktionierenden körpereigenen Entgiftung (siehe Wasser-Praxisbuch) wieder ausgeschieden werden. So ermöglichen wir unserem Körper ein bisschen Entlastung.

 

Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich.
Durch sein Hobby „Wasser“ entstand das „Wasser-Praxisbuch“ mit der ISBN 978-3-86982-009-5 aus der Edition Sonnenklar, das Themen, die im direkten Zusammenhang mit Wasser stehen, ebenso behandelt.


wasserpraxisbuch

 

 

Dieter Schmitt
Am Höchberg 34
97234 Reichenberg

E-Mail: info (at) belebtes-wasser.de

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Copyright Dieter Schmitt
Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.