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Arganöl – das flüssige Gold Marokkos von Dieter Schmitt
Der Arganenbaum zählt heute mit zu den ältesten Bäumen (ca. 25 Millionen Jahre) auf unserer Erde, der leider nur noch im Südwesten Marokkos, in einem mittlerweile zum Biosphärenreservat erklärten Gebiet, zu finden ist.
Alte Berberstämme aus Marokko behaupten zu Recht, dass der bis zu 200 Jahre alte Baum – in Ausnahmen auch 400 Jahre – alles liefere, was sie für ihr Leben am Rande der Wüste benötigen: Brennholz, Schatten, Blätter als Futter für die Ziegen und das wertvolle Arganöl, dessen gepresster Samen unser Wohlbefinden positiv beeinflusst. Ausgefallene Ernte Die Ernte ist ziemlich ausgefallen: Da der Baum durchgehend mit Dornen bewachsen ist, macht dies eine Handernte unmöglich. Daher schickt man Ziegen in die Bäume, damit diese die Früchte fressen, um anschließend den Kern umgehend wieder auszuscheiden. Diese werden dann zusammengelesen und von Frauenhand in Schalen zerschlagen. Zahlreiche Krankheiten werden positiv beeinflusst Die mittlerweile auch in Europa bekannte positive Wirkung auf den menschlichen Körper beschäftigt so langsam die Wissenschaft. Man vermutet, dass der ausgesprochen hohe Gehalt an Vitamin E (Tocopherol) sowie die Vielzahl der Omega-3-Fettsäuren wesentlich dazu beitragen. So scheinen diese unsere Abwehrkräfte und damit unser Immunsystem wieder aufzubauen und auf natürliche Weise zu optimieren. Innere und äußere Anwendung Die Wirkung des wertvollen Öls entfaltet sich sowohl auf der Haut als auch über den Magen-Darm-Trakt. Beide Einsatzbereiche führen zu einer deutlichen Linderung von Beschwerden.
Es ist ratsam, Arganöl gezielt beim Kochen und Würzen zu verwenden, es jedoch nicht zu sehr zu erhitzen, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Ideal wäre es, dieses in den Salat zu geben, oder täglich maximal drei Teelöffel über mindestens sechs Monate hin einzunehmen. Nicht nur Ihr Körper wird sich darüber freuen, sondern auch Ihr Geschmack, da es das Öl auch mit „nussigem“ Aroma gibt. Die Marokkaner nehmen es in der Regel morgens auf nüchternen Magen ein. Sie vermischen einen Teelöffel Öl 1:1 mit Honig, wodurch es zu einer feinen Delikatesse wird. In der Kosmetik wird das kostbare Öl ebenfalls angewendet. So besitzen die Marokkaner bis ins hohe Alter eine beneidenswert gesunde und straffe Haut, da sie sich regelmäßig damit einreiben. Das hochwertige Öl ist entzündungshemmend und wundheilend, pflegt die Haut bei Sonnenbrand und verlangsamt deren Alterungsprozess. Anwender empfehlen sogar bei Neurodermitis und Schuppenflechte das Öl auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Produkte, die auf Arganöl basieren, wie z.B. Shampoo, Seife, Cremes usw. Die Qualitätsunterschiede der einzelnen Bezugsquellen von Arganöl sind erheblich. Deshalb kommt es nicht nur auf den Geschmack alleine an, sondern auch darauf, dass das Öl möglichst konzentriert und rein ist. Sorte und Aufbereitungsverfahren bestimmen ebenfalls die Wirksamkeit des Endproduktes. Weiteren großen Einfluss auf die Qualität des Arganöls hat die Verarbeitungsform – ob manuell oder maschinell – sowie die Art der Samenpressung. Es ist daher ratsam, auf das Bio-Siegel zu achten und sich nicht auf sogenannte Schnäppchen einzulassen, da hochwertiges, biologisches und „echtes“ Arganöl seinen Preis hat.
Kontakt: Weitere interessante Informationen rund um das Thema Arganöl finden Sie unter anderem in Dr. Peter Schleichers Buch „Argan-Öl aus dem Südwest-Verlag
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |