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Zahn- und Knochenschädigungen durch fluoridhaltige Zahnpasten?

von Dieter Schmitt

 

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In vielen Zahnarztpraxen finden wir Broschüren, die auf eine drohende Karies hinweisen, wenn wir nicht rechtzeitig etwas dagegen unternehmen. Über 90% der Bevölkerung sollen davon betroffen sein. Die Werbung verspricht uns Abhilfe, sofern wir fluoridhaltige Zahnpasten verwenden. Bis vor einigen Jahren verzichtete die Naturwarenbranche auf diesen chemischen Zusatzstoff, doch seit Längerem findet man fluoridhaltige Zahncremes im Regal vieler Bioläden.

Mittlerweile benutzen in der westlichen Welt schätzungsweise 80% der Bevölkerung fluoridhaltige Zahnpasten, seit im Jahre 1942 Forscher zum ersten Mal Zusammenhänge zwischen Fluoridaufnahme und Karieshäufigkeit veröffentlicht wurden. Während in den USA das Trinkwasser flächendeckend fluoridiert wird, oder in der Schweiz das Speisesalz, hat sich in Deutschland die Verordnung von Fluoridtabletten für Säuglinge und teilweise auch für Kleinkinder durchgesetzt. Widerstand gegen den Einsatz von Fluorid gab es schon immer, da eine überhöhte Fluoridaufnahme nicht nur die Zähne, sondern auch unsere Knochen schädigt.

Das chemische Element Fluor zählt zu den Halogenen und ist ein giftiges Gas, sofern es nicht an eine organische oder anorganische Substanz gebunden ist. Dann nennt man es Fluorid, das seine akute, giftige Wirkung verloren hat und sowohl im Meerwasser wie auch in der Erdrinde zu finden ist. Sein durchschnittlicher Gehalt in Frischnahrung beträgt ca. 1 mg/kg, während dieser bei Meerestieren mit 5–15 mg/kg deutlich höher ist. Einen noch höheren Fluoridgehalt finden wir in Schwarz- und Grünteeblättern mit bis zu 100 mg/kg. In verschiedenen Mineralwässern, abhängig von den vorhandenen Gesteinsschichten, die es durchläuft, finden wir teilweise Werte bis 5 mg/kg und mehr. Am höchsten sind diese, wenn das Wasser durch Vulkangestein fließt. Somit steuern wir über das, was wir essen und trinken, wie viel Fluorid wir täglich zu uns nehmen und damit unsere Kariesprophylaxe.
Karies ist keine Fluormangelerscheinung, sondern die Folge einer langfristigen mangelhaften Ernährung, sofern man sich nicht vollwertig ernährt.

Prof. Claus Leitzmann weist auf eine mögliche toxische Wirkung des Fluorids hin, da es nicht nur Enzyme, die an der Kariesentstehung beteiligt sind, hemmt, sondern auch wichtige körpereigene Enzyme in ihrer Funktion behindert. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Schädlichkeit einer überhöhten Fluoridaufnahme, wie z.B. bei der Dentalfluorose, die speziell bei Kindern bis zum 9. Lebensjahr auftritt. In den 90er Jahren waren davon bis zu 400000 Bundesbürger betroffen, die fleckige Verfärbungen des Zahnschmelzes aufwiesen.

Eine entsprechende Menge fluoridiertes Speisesalz, verschluckte fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtabletten können bei Kindern sehr schnell über das Ziel hinausschießen.
Vor allem das Verschlucken von fluoridhaltiger Zahnpasta kann den Stoffwechsel beeinflussen.

Es geht auch ohne chemische Zusätze in den Zahnpasten, so die einhellige Meinung einiger Zahnärzte und Experten. Nach Aussage von Zahnarzt Dr. Dietrich Volkmer sind dabei einige Dinge zu beachten. Dazu gehören:

– regelmäßiges und gründliches Zähneputzen (idealerweise nach jeder Mahlzeit)
– vermehrt Zahnseide und chemiefreie Zahnpasta verwenden
– eine überwiegend zuckerfreie Ernährung
– regelmäßige Überprüfung beim Zahnarzt

Volkmer zitiert in seinem Buch den amerikanischen Wissenschaftler Dr. Yiamouyiannis, der auf zahlreiche mögliche Schäden durch Fluorid hinweist, wie:
– Schädigung von Körperenzymen
– Knochenfluorose (als Folge Arthritis)
– Schwächung des Immunsystems
– Störung der Bindegewebsstrukturen
– vorzeitiges Altern der Haut

Des Weiteren zweifelt er die Wirksamkeit von Fluoriden an, da man seiner Meinung nach 15 Minuten die Zähne putzen müsste, um eine Wirkung zu erreichen. Auf Fluorlacke, wie sie häufig von Zahnärzten verwendet werden, gehöre seiner Aussage nach ein Giftsymbol.
Ein weiterer bekannter Fluoridgegner ist der Zahnarzt Johann Georg Schnitzer. Seiner Auffassung nach dient der medizinische Einsatz von Fluor lediglich der Entsorgung von Fluorgasen, einem Abfallprodukt der Aluminiumherstellung. Seine Nachforschungen zeigten auf, dass in der Nähe solcher Betriebe die Fluoridkonzentration im Wasser sehr hoch sei, wodurch die kariostatischen Eigenschaften deutlich wurden. Weiterhin führte das Abfallprodukt zu Baum- und Fischsterben, und Vieh ist an Knochenfluorose erkrankt.
Ähnliche Reaktionen beim Menschen ruft eine langjährige Fluoridzufuhr von 10–25 mg Fluorid am Tag hervor.
Professor Werner Becker, vom Bundesverband der naturheilkundlich tätigen Zahnärzte in Deutschland, widerspricht dem. Er behauptet, dass bereits die geringen Dosen, die bei der Fluoridprophylaxe verwendet werden, für „massive Schäden der Knochenentwicklung“ verantwortlich sind. Er begründet seine Aussage damit, dass, seit Fluor eingesetzt wird, die kieferorthopädischen Behandlungen sprunghaft angestiegen sind. Dies führe zu einer Kettenreaktion mit den anderen Knochen, da unser Körper ein eigenes, individuelles Winkelmaß besitzt, welches durch die orthopädische Kieferverengung folgenschwer gestört werde. Somit könnte die körperliche Entwicklung durch Fluorgaben um bis zu drei Jahre verzögert werden. Bei Mädchen könnten sogar Gebärprobleme aufgrund verengter Beckenknochen entstehen.
Zwei amerikanische Studien zeigen ähnliche Beobachtungen auf. Fluorid, das in der Osteopathischen Therapie eingesetzt wird, um die Stabilität der Knochen zu verbessern, führte bei den untersuchten Personen mit fortgeschrittener Erkrankung zu erhöhtem Knochenbruchrisiko.
„Das Fluoridgleichgewicht im Körper könnte durch die Einnahme von Fluoridtabletten so stark gestört werden, dass die Kariesanfälligkeit zeitweise ansteigt“, so die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM). Die Fachleute sind weiterhin der Auffassung, dass vor Durchbruch der Zähne die Gabe von Fluorid wirkungslos für die Zähne ist. Eine Untersuchung der Universität des Saarlandes bestätigt dies. Über eine feinere statistische Auswertung alter Studien kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Wirkung von Fluorid direkt am Zahn höher zu bewerten ist, wie über den Stoffwechsel.

Zum Glück gibt es im Naturkostladen Zahnpasta-Hersteller, die den Einsatz von Fluorid für nicht sinnvoll oder notwendig erachten, selbst wenn es sich dabei um das „hochwertige Aminfluorid“ handelt, das angeblich innerhalb von Sekunden am Zahnschmelz wirksam sein soll. Da es in manchen Naturkostläden Zahnpasten mit und ohne Fluorid gibt, heißt es künftig „Augen auf“ und die Inhaltsstoffe lesen, egal wie kleingeschrieben diese sind, wer nicht versehentlich etwas Falsches kaufen möchte.

Angesicht der individuell nicht vorhersehbaren Nebenwirkungen bei der Verwendung von Fluorid bei Kleinkindern und Erwachsenen sollten wir dessen Einnahme unbedingt vermeiden. Was den Fluoridgehalt im manchen Trinkwässern betrifft, so sind dieser geogen bedingt, wobei es sich dabei in der Regel um Kalziumfluorid handelt, das im Körper nicht derartige Nebenwirkungen hervorruft, wie das Abfallprodukt der Aluminiumherstellung.

 

Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich. Durch sein Hobby „Wasser“ entstand das „Wasser-Praxisbuch“ mit der ISBN 978-3-930403-61-5 aus der Edition Sonnenklar, das Themen, die im direkten Zusammenhang mit Wasser stehen, ebenso behandelt.

 

 

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Kontakt:

Dieter Schmitt
Am Höchberg 34
97234 Reichenberg

 

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Copyright 2000 – 2008 Dieter Schmitt

 

 

Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.