Pflanzenheilkunde

Ganzheitliche Kräuterheilkunde
für Frauen

Von Barbara Wallochny (vormals Grieb)

 

Das Interesse an alternativen Heilmethoden wird immer größer. Viele Frauen möchten Erkrankungen und Wehwehchen vorbeugen oder begleitend selbst behandeln.

Viele Gynäkologen verfügen aber nicht über das Wissen um die alten Heilmethoden, die von modernen Firmen und Apotheken aufgegriffen werden, und längst im Handel sind und unter vorgehaltener Hand von Frau zu Frau weitergegeben werden. Wohlgemerkt, hier handelt es sich nicht um magische Hexenkräuter, die gar dem Abtöten der Leibesfrucht dienen, sondern um hilfreiche Rezepte aus Kräutern, Homöopathie, Blutreinigungskuren und das Wissen um die Mondzyklen.
Bereits in früheren Zeiten wussten die Kräuterfrauen viele Rezepte, um den Frauen das schwere Leben leichter zu machen. Sei es, dass die Frauen durch viele Schwangerschaften und Fehlgeburten erschöpft waren, manche unter unangenehmen Begleiterscheinungen durch den Beischlaf litten, oder auch junge Frauen auf die Menstruation und die Ehe wenig vorbereitet wurden, unangenehme Leiden wie Jucken, Ausfluss, Pilzerkrankungen u. v. m. sind heute genauso weit verbreitet. Von den Frauenärzten verschriebene Salben und Tabletten helfen kurzzeitig, bekämpfen aber nicht die Ursache und den Herd der Erkrankung.

Nicht nur während der Pubertät leiden viele junge Frauen unter Akne. Tiefer gehende Entzündungen führen oft zu Vernarbungen. Akne und Unreinheiten können gezielt von innen geheilt, der Nährboden dazu erst gar nicht bereitet werden.
Hilfreich sind folgende Rezepte:

Teekur bei Akne

50 gr. Frauenmantelkraut
30 gr. Gänseblümchenblüten
50 gr. Gundelrebenkraut
30 gr. Stiefmütterchenkraut
20 gr. Tausendgüldenkraut
20 gr. Walnussblätter

Gänseblümchen
Abb. aus "Kräutermanni" ehem. "Kräutergold"

Diese Teemischung bekommt man in Kräuterläden und auch guten Apotheken zusammengestellt. Man nimmt 6 Teelöffel auf 600 ml heißes Wasser, überbrüht und lässt sie 5 – 10 Minuten ziehen. Täglich aufgeteilt auf 3 Tassen trinken. Diese Mischung ist blutreinigend und kann 4 Wochen lang getrunken werden.

Schüßler Mineralsalze Nr. 9
Natrium phosphoricum D6 und Nr. 11 Silicea
4 Wochen lang 3 x täglich je 2 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen.
Nr. 9 entsäuert den Organismus, Nr. 11 schafft eine neue Grundlage für die Hautzellen.

Aus der Homöopathie kennen wir Sulfur jodatum D4 Globuli:
3 x 5 Globuli täglich 4 Wochen lang.
Sulfur, der Schwefel fördert die Auflösung der Pusteln.
Tiefer liegende Akne wird gut mit Kalium bromatum D4, auch 3 x 5 Globuli, ebenfalls 4 Wochen lang behandelt.
Während der Behandlungszeit 2- bis 3-mal die Woche Gesichtspackungen mit Luvos Heilerde machen. Dieses sanfte Peeling unterstützt den Mineralienhaushalt der Haut durch das Löss in der Heilerde.
Vorsicht ist geboten bei frisch gebräunten Sommergesichtern: Sie werden ausgebleicht.

Dass auch hier die Ernährung eine große Rolle spielt, wissen die Lichtstrahl-Leser seit der Artikelserie „Du bist, was du isst“ von Gräfin Angelika Wolffskeel. Näheres würde hier den Rahmen sprengen.

Blasenentzündungen

Blasenleiden trifft nicht nur Frauen nach Geburten und Gebärmuttersenkungen. Auch junge Frauen lassen beim Lachen oder Niesen immer wieder Harn und können den Urin nicht halten. Eine ganze Industrie lebt davon (Slipeinlagen). Erst einmal steht hier ein ordentliches Blasentraining mit Beckenbodengymnastik an, das sehr gut bei jeder Tätigkeit gemacht werden kann.

Als Kräutertee gibt es den Frauenmantel (Alchemilla) und die Goldrute. Beides sind ganz hilfreiche Pflanzen, die in der täglichen Kräuterteemischung nicht fehlen sollten.
Vor allem der Frauenmantel, vielen bekannt als Gartenpflanze, die mit ihren sanft gewellten Blättern morgens Tautropfen und Guturatinswasser trägt. Sie heißt auch Marienmantel, im Mittelalter Friggas Blume, und wächst auf bescheidenem Untergrund. Die Pflanze hat viele Kinder, sie dehnt sich weit aus und lässt sich leicht teilen und verpflanzen.
Getrocknet als Tee verwendet, findet sie seit vielen Jahrhunderten Anwendung. Sie dürfte in keinem Kräuterbüchlein, z. B. im „Kräutermanni“, fehlen. Die Alchemilla stammt von der Familie der Rosengewächse ab, hat blaues Blut in sich und wird in vielen homöopathischen Verarbeitungen in der Frauenheilkunde angeboten.

Goldrute, Frauenmantel und Brennnessel als Teemischung sollte täglich auf zwei bis drei Tassen getrunken werden. Diese Kräuter reinigen Blut und Harnwege und beugen Blasenleiden vor. Auch Sitzbäder mit diesem Tee helfen hervorragend.

Brennnessel

Abb. aus "Kräutermanni" ehem. "Kräutergold"

Homöopathisch unterscheidet man verschiedene Gemütstypen und die entsprechende Arznei:
Pulsatilla, Küchenschelle, ist für zarte und ängstliche Frauen, die eine Blasenentzündung nach Durchnässung und kühlem Wetter haben. Zudem für sensible Frauen geeignet, die sich einen schützenden Mann als Partner wünschen.
D4 und D6 haben hier eine antibiotikaähnliche Wirkung. D12 wendet man an, wenn die Frau während der Regel zusätzlich aufgeschwemmt wirkt. Hochpotenzen wie D30 sind für Frauen bestimmt, die sehr nah am Wasser gebaut haben und nicht gerne alleine sind.

Staphisagria, das Stephanskraut, hilft Frauen, die nach dem Verkehr unter Blasenbeschwerden leiden. Staphisagria birgt, wie Pulsatilla, die meisten antibiotischen Stoffe der Pflanzenwelt in sich. Es hilft bei Beschwerden nach Operationen, Katheter. Es hilft ebenso, wenn Frauen nach einem Streit mit dem Liebsten ein Brennen beim Wasserlassen und Blasenkrämpfe bekommen. In der Potenz D30 passt es eher zu Frauen, die sich lauthals Luft machen sollten, sich aber nicht trauen.

Kalte Füße sind oft Auslöser dieser unangenehmen Erkrankung. An den Fußsohlen sitzt der Nierenmeridian. Hier sind warme Fußbäder mit Lavendelöl oder Salz, ansteigende Fußbäder und Wechselduschen empfohlen. Und: ROTE Wollsocken.
Wer ständig kalte Füße hat, dem wird auch das Näslein laufen. Manche Frauen frieren ein Leben lang. Der Stoffwechsel arbeitet zu langsam, wenn die Füße kalt sind, und bald wird sich die Niere beschweren. Wer feststellt, dass der Partner auch immer wieder unter diesen Symptomen leidet, sollte ihn gleich mitbehandeln, denn oft ist es ein Ping-Pong-Effekt und man steckt sich gegenseitig an, wie bei Pilz­erkrankungen.

Kräuterheilkunde, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stärkungsmittel
für das Wochenbett

Meine Ausführungen sind Empfehlungen und Vorschläge, wie man einen Kinderwunsch unterstützen kann, es leichter fällt, schwanger zu werden. Zu Beginn bereiten wir ein Nest für das sich einnistende Ei vor.
Vielen gelingt es nicht unbedingt auf Anhieb, sofort schwanger zu werden, wenn sie es wünschen. Auch in früheren Zeiten hatten Frauen teilweise damit Probleme, die nicht zu unterschätzen waren.
Zuerst sollten wir entgiften, was auch häufig in gynäkologischen Praxen angewendet wird, und hier auf pflanzlicher Basis mit den nachfolgenden Kräutern geschehen kann:

20 g Brennnesselblätter
20 g Goldrutenkraut
30 g Frauenmantelkraut
20 g Schafgarbenkraut

Hier finden Sie viele interessante Kräuterrezepte
heilkraeuter
Franz Matz
Blüten- und Heilprflanzen-Elixiere

ISBN 978-3-930403-08-0

bitte vermischen. Davon wird 1 Esslöffel voll mit 200 ml heißem Wasser überbrüht, 8–10 Minuten ziehen lassen und täglich 3 Tassen tagsüber verteilt trinken.

Homöopathisch entgiften kann man mit:
Globuli Sulfur D 6 (Schwefel) 3-mal täglich 5 Globuli über 4 Wochen.
3-mal täglich 20 Tropfen Toxex der Firma Pekana. Damit werden Schwermetalle und Pestizide gelöst und ausgeschieden.

Schleimhautentzündungen:
Leichteste Entzündungen können das Überleben der Spermien behindern, weswegen es wichtig ist, diese auszuheilen. Man kann dies durch ein mikrobielles Vaginalgel unterstützen, indem man vom 6.–12. Zyklustag: Majorana comp. Gelatum (von Weleda) in die Scheide einführt.

Der Mann
wird mitbehandelt, indem er folgende Kräuterteemischung 4 bis 6 Wochen lang, täglich 3 Tassen trinkt :
Zu jeweils einem Teil Angelikawurzel, Berberitzenwurzel, Bibernell-wurzel, Goldrute, Gundelrebenkraut, Weggartenwurzel (lauter Wurzeln) mischen, davon 1 Esslöffel mit 200 ml Wasser überbrühen, 10–15 Minuten ziehen lassen und wie oben genannt trinken.
Die nachfolgenden Nahrungspflanzen befreien unseren Körper von Stoffwechselschlacken und sollten daher unbedingt auf unserem Speisezettel stehen:
Bärlauch, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Koriander, Meerrettich.

Den Eisprung anregen
kann man sehr gut mit folgender Weleda-Salbe: Argentum metallicum D 5 (Silber) als Salbe, indem man in der ersten Zyklushälfte abendlich Bauch und Becken damit einreibt.

Zyklusschwankungen
Damit er und der Eisprung nicht ausbleiben, sollten durch:
Ovaria comp. Globuli (Weleda), 2- bis 3-mal täglich 5 Globuli auf der Zunge zergehen lassen, angeregt werden.
Wer unter Zysten und Myomen leidet, darf diese Globuli nicht anwenden.

Tampons – wirklich sauber
und diskret?

Schon vor einigen Jahren hat eine Tamponstudie mit folgenden Erfahrungen die Runde gemacht:
Bereits nach einer Stunde fördern Tampons das Wachstum von Bakterien in der Scheide. Der Abstrich zeigte eine bakterielle Mischflora, wie sie sonst nur nach dem Verkehr zu finden ist. Wenn jetzt ein Tampon über mehrere Stunden oder über Nacht in der Vagina verweilt, bildet sich der ideale Nährboden für Keime. Frauen, die unter Scheidenentzündungen oder Pilzerkrankungen leiden, sollten Tampons nicht immer anwenden, sondern zeitweise auf Binden ausweichen. Durch den Rückholfaden des Tampons ist die Brücke für die Erreger von außen nach innen zu finden, vor allem auch beim Schwimmen.
Ein Test, wie keimfrei das ausgeschiedene Blut ist, kann selbst gemacht werden. Blut, das frisch aus der Scheide geflossen ist, riecht nicht, was normal ist. Tampons mit Blutresten dagegen riechen meist sehr unangenehm. Tampons unterdrücken den Blutfluss.
Wer extrem starke Mensesschmerzen und starke Blutungen hat, sollte am Anfang (zumindest zu Hause) auf Tampons verzichten, denn dadurch staut sich das Blut und die Krämpfe können zunehmen.
Die Bleichmittel in den Tampons steigern das Krebsrisiko. Unser edelstes Organ, die zarte Scheidenhaut, verhornt durch das Einführen und Herausziehen der Tampons. Unter den Verhornungen können Krebszellen entstehen.

Frauen sollten Tampons nur eingeschränkt verwenden, wenn:
– sie unter Regelschmerzen leiden,
– sie zu Unterleibsentzündungen neigen,
– schlechte Pap-Testergebnisse (Abstrich) vorliegen,
– sie die Probleme haben schwanger zu werden.

Die Frauendusche
ist eine Gummipumpe mit einem Applikator, in den die Flüssigkeit zum Spülen eingefüllt wird. Sie ist in Apotheken erhältlich. Damit wird die Spülung direkt in die Scheide gespült. Absolute Sauberkeit auch bei der Reinigung ist danach wichtig, und frische Handtücher sind hierbei unbedingt Pflicht!

Sitzbäder
kennt man schon seit vielen Jahrhunderten und haben nichts von ihrer Wirksamkeit verloren. Die Wirkung ist einerseits der Rundumkontakt mit der Heilpflanze, die aufsteigende Wärme und die Aufnahme über die Haut.
Für viele Frauen ist es eine Möglichkeit, die Badtüre zu schließen und sich zu entspannen, ungestört, um sich wenigstens einmal am Tag auf die Heilung konzentrieren zu können. Man erreicht damit vor allem den äußeren Genitalbereich, wodurch kleine Verletzungen, genitale Ekzeme oder Herpes an den Schamlippen gelindert werden können. Sitzbäder werden auch bei Eierstockentzündungen, Senkungsbeschwerden, Zysten und Myome angewandt. Die Anwendungsdauer beträgt einige Monate lang 2-mal wöchentlich ein Sitzbad.

Wie wird es gemacht?
Heilkräuter (2 Hand voll) und Öle mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen. Dann eine kleine Menge Wasser in die Badewanne einlaufen lassen und den Tee hineingießen. 10–15 Minuten lang darin sitzen bleiben.

Bei einem kleinen Sitzbad ohne Wanne
verwendet man einen großen Wassereimer und stellt einen Stuhl davor. Man hockt sich über den Eimer und hält sich am Stuhl mit einer Hand fest. Mit der anderen langt man vorne in den Eimer und bespritzt die Scheide immer wieder mit Kräuterwasser. Es ist etwas anstrengend, da man sich eigentlich nicht richtig auf den Eimer setzen kann. Diese Art des Sitzbades wurde früher angewandt, als man noch keine Badewanne hatte.

Unterleibsentzündungen

Häufigste Erreger der Entzündungen ist der Candida albicans (Sprosspilz). Er zählt auch zu den häufigsten Erregern von Vaginalsoor. Dieser tritt beispielsweise nach einer Antibiotika-Behandlung durch die Pille und oft in der Schwangerschaft auf. Die Übertragung entsteht beim Verkehr. Kennzeichen sind ein Brennen oder Jucken, wässriger Ausfluss, der Scheideneingang ist gerötet und in der Scheide befinden sich weißliche Beläge.

Chlamydien (bakterienähnliche Mikroben)
Infektion erfolgt durch Geschlechtsverkehr, verläuft beschwerdefrei. Man erkennt ihn am geröteten Muttermund, an Kontaktblutungen, Blasenentzündung und Oberbauchbeschwerden an der rechten Seite.
Die Mikroben führen häufig zu Eileiterverklebungen und Unfruchtbarkeit. Antibiotika und eine Partnerbehandlung sind unbedingt notwendig.

Escheria coli (Darmbakterien)
sind die häufigsten Erreger von Blasenentzündungen und befällt die Scheide. Infektionen entstehen durch mangelnde Hygiene.

Gardanellen
erkennt man nach dem Geschlechtsverkehr, wenn der Ausfluß fischig riecht. Diese sollten bei Beschwerden sowie in der Schwangerschaft behandelt werden, da vorzeitige Wehen ausgelöst werden können.

Staphylokokken (Eiterbakterien)
überwuchern den Darm und führen zu Unterleibsentzündungen, eitrigem gelben Ausfluss mit Juckreiz und Brennen.

Steptokokken (Eitererreger)
erregen ebenfalls Eiter und kommen gehäuft nach Antibiotika-Behandlung vor.

Trichomaden (tierische Einzeller)
werden durch Verkehr übertragen. Der Erstbefall führt zur Scheidenentzündung mit Kribbeln, Brennen, Jucken und Wundheitsgefühl. Ausfluss ist eitrig, grün-gelb, übel riechend, der eventuell schaumig ist. Beim Mann erkennt man den Erreger durch Brennen in der Harnröhre. Die Erreger leben auch noch nach dem Abklingen akuter Beschwerden und sollten daher unbedingt gynäkologisch behandelt werden. Trichomonaden können zu schweren Entzündungen von Blase, Niere, Eileiter und Eierstöcken führen.
Der Partner sollte im Falle eines Befalles seine Harnwege ein bis zwei Wochen lang zusätzlich zur Therapie mit der Lösung Urotruw der Firma Truw reinigen. Eine gynäkologische und urologische (beim Mann) Kontrolle ist unerlässlich.
Bei bakteriellem Ausfluss ist es sinnvoll, die Schleimhaut von innen heraus zu reinigen, damit die Entzündung nicht in die Eierstöcke und Eileiter aufsteigt.
Lokalanwendungen können mit den Tropfen Lamioflur von Heel Pharma, 3-mal täglich 20 Tropfen einnehmen, erfolgen. Zudem das Gel der Firma Wala Majorana com. Gelat. Es ist aus antibakteriellen Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen, reizmindernd und sollte eine Woche lang jeden Abend angewendet werden.
Die nachfolgende Frauendusche ist hilfreich, antibakteriell, antimykotisch und reizmindernd:

Frauenmantelkraut, Schafgarbe, Walnussblätter mischen, davon 4–5 Esslöffel mit 500 ml Wasser überbrühen, 2 Esslöffel Bio-Apfelessig und 3–5 Tropfen ätherisches Lavendelöl dazugeben. Die Frauendusche damit befüllen und eine Woche lang abends spülen. Danach das Majorana Gel anwenden.

Wichtig ist es, die Ursachen zu klären, wozu meistens ein Gespräch mit dem Partner hilfreich ist.
Schüßler Salze zur Unterstützung

Scheide und Schamlippen entzündet: Nr. 3 ferrum phos., Nr. 5 Kalium phos., Nr. 8, Natrium chloratum, 10 Pastillen je Mittel auf den Tag verteilt einnehmen.
Brennende juckende Scheide: Nr. 6 Kalium sulf., Nr. 8 Natrium chlor., Nr.10 Natrium sulf. Auch 10 Pastillen je Mittel auf den Tag verteilt einnehmen.
Trockene Scheide: Nr. 8 Natrium chlor., 20 Pastillen über den Tag verteilt einnehmen.
Einnahmedauer: bis Besserung eintritt.

Candida
Frauen, die unter immer wiederkehrenden Candida-Infektion leiden, sollten erst einmal den Darm sanieren.
Als Nächstes erfolgt eine Ernährungsumstellung: kein Zucker, kein Rind oder Schweinefleisch. Viele Kräuter und Gewürze, Knoblauch, Meerrettich und Naturjoghurt essen.
Unterstützend ist eine Kur mit Vagiflor Vaginalzäpfchen der Firma Asche.

Lamioflur Tropfen der Firma Heel tragen zur Schleimhautsanierung bei. Die Anwendung erfolgt wie auf dem Beipackzettel beschrieben.

Imbak Tabletten Firma Mucos 3-mal täglich 4 Tabletten (vor dem Essen).

Tampon mit Naturjoghurt befeuchten und in Scheide einführen. Nach zwei Stunden austauschen. Dies ist das Notfallmittel, wenn eine Entzündung am Wochenende auftritt und man es vor Brennen und Jucken nicht mehr aushält.

Schwangerschaft

Der Frauenmantel begleitet uns in der Schwangerschaft bis hinein in die Stillzeit. Er stärkt – als Tee getrunken – die Muskeln im Unterleib und sorgt für eine reibungslose Geburt, da er alles im Unterleib kräftigt.
Empfehlenswert ist es, während der Schwangerschaft täglich eine große Tasse Frauenmanteltee zu trinken, den man gerne mit anderen Kräutern mischen kann.
Sitzbäder sind ebenso angebracht, jedoch von Vaginalspülungen ist dringend abzuraten.
Bei Gelbkörperhormonmangel kann sich eine befruchtete Eizelle nur schwer in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Frauenmantel gleicht diesen Mangel aus.
Weiterhin kräftigt er die Venen und hilft bei Übelkeit oder Erbrechen.
Man kann Frauenmanteltee auch als Alchemilla Urtinktur, in Tropfenform, kaufen und 1- bis 2-mal täglich 10 Tropfen einnehmen.

Kräutertee für die Schwangerschaft

Um unseren Körper in dieser Phase zu unterstützen, ist die nachfolgende Kräutermischung als Tee hilfreich:
Brennnessel (liefert das Eisen und unterstützt den Stoffwechsel)
Frauenmantel (Gebärmuttertonikum)
Goldrute (Nierenheilpflanze)
Himbeerblätter (wirkt Gewebe kräftigend)
Melissenblätter (unterstützt Kreislauf und Nerven)
Schafgarbe (wirkt blutreinigend, blutungsstillend)

Man gibt 2 Esslöffel dieser Mischung auf 200 ml kochendes Wasser, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.

Mutterkräuter für
die Schwangerschaft

1.–3. Monat
Um den Eisenspiegel aufzufüllen:
Täglich 2 Tassen Frauenmanteltee mit Brennnesseltee, 1 bis 2 Glas rote Säfte.
Bei Bedarf kann man noch 1 bis 2 Messerspitzen Hämatit Trituration der Firma Weleda zugeben (Es ist das Steinpulver des Hämatit-Steines, des Blutsteines).

Vitamine zuführen
Folsäuremangel ist neben Eisenmangel in der Schwangerschaft sehr weit verbreitet. Abhilfe schaffen grünes Blattgemüse und Salate, Magnesium (Schüßler Mineralsalz Nr. 7), frischer Zitronensaft. Rote und gelbe Paprika beugen Vitamin-C-Mangel vor.

Knochenbildung und Zahnschutz
Aufbaukalk der Firma Weleda je 1 Messerspitze Nr. 1 und 2 oder die Schüßler Mineralsalze Nr. 1 und 2 täglich 3-mal 2 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen.

Übelkeit
Mancher Frau hilft schon, wenn sie eine Tasse warmen Tee im Bett trinkt. Wenn der Mann ihn nicht zubereiten kann, dann in eine Thermoskanne abfüllen und ans Bett stellen. Eine Tasse Tee vor dem Aufstehen hilft sehr.
Weleda hat die Tabletten Natusyn entwickelt, ein Mittel, das auch bei Reiseübelkeit hilft. Hier morgens ein bis zwei Tabletten lutschen.

4.–6. Monat
Die Nieren anregen und die Venen kräftigen, indem der Schwangerschaftstee täglich getrunken wird.

Vorzeitiger Wehentätigkeit vorbeugen
Abendliche Einreibungen von Bauch und Becken mit der Salbe „Kupfer Salbe rot“ von Weleda. Diese wirkt Krampf lösend und verbessert die Nierenfunktion.
Baucheinreibungen mit Öl verhüten Schwangerschaftsstreifen.

7.–9. Monat
Verdauung erleichtern
1- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel eingeweichten Leinsamen einnehmen. Zu jedem Löffel wird 1 Glas gutes Wasser getrunken. Bei starken Verdauungsbeschwerden kann Mariendistelkur „Carduus marianus“ von Weleda verwendet werden. Diese stärkt die Leber und macht den Stuhl weicher.

Milchbildung anregen
Hebammen empfehlen bereits in den letzten 4 Wochen vor der Geburt Milchbildungstee zu trinken, der die Gewürze Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel enthält.
Prinzipiell ist die Einnahme von Magnesium und Calcium (z.B. als Schüßler Mineralsalze) wichtig, damit Mutter und Kind ausreichend mit diesen Vitalstoffen versorgt sind.
Magnesium ist dabei für die werdenden Mütter besonders wichtig, weil ein Mangel durch die Schwangerschaft(en) oft niemals wieder vollständig ausgeglichen wird. Das kann zu frühzeitiger Osteoporose führen (und nicht das weniger Milch-Trinken).
Spätestens 4 Wochen vor der Geburt sollte mit Arnica D 12 als Globuli begonnen werden. Diese stärken die Organe noch zusätzlich und erleichtern den Geburtsschmerz. Täglich 3-mal 5 Globuli lutschen, auch unmittelbar vor der Geburt.

Geburt und Wochenbett
Reiche Frauen legte man im Mittelalter auf Kräuterbetten und Kräuterkissen, gefüllt mit Arnika, Frauenmantel, Beifuß und Melisse (Liebfrauenbettstroh). Diese sollten die Wehen erleichtern. Manchmal wurden sie auch um das Kniegelenk gebunden. Diese Kräuter waren auch als „Schlosskräuter“ bekannt.
Längst sind diese durch desinfizierte Kreißsäle, Wehen erregende Mittel und Respekt einflößende Ärzte abgelöst worden. Zum Glück gibt es jedoch noch genug Hebammen, die diese alten Heiltraditionen kennen und sie nicht ablehnen.
Wer in der Schwangerschaft genug von dem empfohlenen Tee getrunken und ausreichend Magnesium und Calcium eingenommen hat, wird einen elastischen Damm besitzen.
Einreibungen des Dammes mit Johanniskrautöl machen ihn schön geschmeidig.
Wird der Alchemilla Urtinktur Extract schon frühzeitig eingenommen, steigen im Blut die Thrombozyten an und Geburtsblutungen werden verhindert.
In Rumänien, wo heute noch Mangel an Arzneimitteln herrscht, wird Frauenmantelkraut angesetzt und zur Entbindung getrunken. Er ist das wichtigste Kraut für das Wochenbett.

Geburtserleichterung
Homöopathische Mittel sollten mit der He-bamme besprochen werden, da jede Frau ein anderer Gemütstyp ist.
Manchmal wird noch ein letzter sanfter Verkehr empfohlen, da Sperma die Gebärmutter zu Kontraktionen anregt. Eisenkrauttee (Verbena) regt ebenfalls die Wehentätigkeit an.

Der Wochenbett-Blues
Deswegen so genannt, weil alles, was sich ums Wochenbett dreht, sehr mit Gefühlen und auch oft mit Tränen verbunden ist. Aufregend ist der eigentliche Geburtsvorgang, ein Wunder der Natur, immer noch, ebenso erschöpfend die Zeit danach. Auch wenn die Geburt leicht war, der Geburtsvorgang alleine ist eine Anstrengung, die den ganzen Körper der Frau beansprucht.
Jedenfalls ist auch nach der Geburt für 4 Wochen der Tee wieder angesagt. Er hilft zu heilen, schnell zu Kräften zu kommen und das Gewebe zu festigen, damit einer Gebärmuttersenkung vorgebeugt wird.

Tee für die Wöchnerin
Brennnesselblätter (wirkt blut- und eisenbildend)
Frauenmantelkraut (ist blutstillend)
Himbeerblätter (kräftigt das Gewebe)
Johanniskraut (ist ein Stimmungsaufheller)
Melissenblätter (fördern die Kreislauftätigkeit)
Rosenblüten (sind Stimmungsaufheller)
Schafgarbenkraut (wirken antibiotisch)

Diese Kräuter als Tee, 4 Tassen am Tag getrunken, helfen der Regeneration und Rückbildung der Geburtsorgane und geben neue Seelenkraft.

gesundheit
"Gesundheit, die (fast) nicht kostet"
ISBN 978-3-930403-49-3, 18,90 Euro

Nachwehen
Nachwehen hat die Frau erst nach dem zweiten Kind. Diese können ebenso stark sein wie die Wehen selbst. Hier hilft am besten das homöopathische Mittel Bellis perennis (Gänseblümchen) 3-mal täglich 5 Globuli und bei jeder unerträglichen Wehe noch einmal. Bellis stärkt zusätzlich die Gebärmutter.
Unser Wöchnerinnentee sollte mindestens 4 Wochen lang – 2 Tassen täglich – getrunken werden.
Wenn gestillt wird, kommt zusätzlich noch der Milchbildungstee dazu.

Dammpflege
In jedem Fall weiterhin mit Johanniskrautöl einreiben, auch bei einem Schnitt oder Riss wirkt er Narbenbildung entgegen.
Bilden sich Narben oder Wülste, kann später mit Keloid Gel der Firma Weleda eingerieben werden.

Brustpflege
Ein besonders pflegendes Öl, das Milchbildung anregt und Milchknoten vorbeugt, ist Oleum lactagogum von Weleda. Schmerzendes Stillen und blutige Einrisse werden durch Lutschen von Phytolacca D 12 Globuli – 3-mal täglich 5 Globuli – wieder heil.

Milchqualität
Wie bei Kuh, Schaf oder Ziege kann auch die Frau ihre Milchqualität verbessern. Die Kräuterlein Birkenblätter, Fenchel, Koriander, Frauenmantel und Kümmel (im Milchbildungstee enthalten) sorgen dafür, dass die Kinder rascher zunehmen und ausgeglichener sind.

Abstillen
Hier hilft ein Tee aus Hopfenzapfen, Salbei- und Walnussblättern.

Zur Verfasserin:
Barbara Grieb, Jahrgang 1955, ist Buchhändlerin und Gesundheitsberaterin. Sie arbeitet an vielen Volkshochschulen im Landkreis Würzburg und Kitzingen, hält Vorträge über Schüßler Salze, Kräuterheilkunde und Homöopathie.

Kontakt:

"Die Kräuterfee" - Frankens kleines Kräuterzimmer
Barbara Wallachny (vormals Grieb)
Am Fuchsberg 21
97342 Obernbreit
Tel.: 093 32/59 21 92
E-Mail: barbara@frauenmond.com
www.frauenmond.com - Kräuterheilkunde, Kräutertees und mehr ...

 

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Copyright Dieter Schmitt

Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin