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Die Milch macht‘s – oder doch nicht?

von Dieter Schmitt

 

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Viele Lebensmittel, die chemische Veränderungen wie z. B. Haltbarmachung erfahren, besitzen anschließend nicht mehr ihre ursprüngliche „Lebendigkeit“. Somit dürften diese dann auch korrekterweise nicht mehr die Bezeichnung „Lebensmittel“ erhalten, selbst wenn diese aus chemischer Sicht immer noch aus der gleichen Materie bestehen wie vor der Veränderung.
Anhand der Milch möchte ich klären, ob dieses „Lebensmittel“ nach seiner Verarbeitung tatsächlich noch als „Lebens-Vermittler“ bezeichnet werden darf.

Mit dem Begriff „Milch“ verbinde ich in erster Linie die „Kuhmilch“, was auch rein rechtlich richtig ist. Um diese weiße Flüssigkeit nicht mit der von anderen Tieren zu verwechseln, müssen diese mit dem Namenszusatz wie zum Beispiel „Ziegenmilch“ gekennzeichnet sein.
Glauben wir der offiziellen ernährungswissenschaftlichen Auffassung, dann zählt Milch zu den Eiweißlieferanten, deren „hohe biologische Wertigkeit“ unstrittig ist. Das beinhaltete Protein kann somit sehr gut in körpereigenes umgewandelt werden. Der vorhandene Milchzucker (Laktose) unterstützt eine gesunde Darmflora, fördert die Verdauung und begünstigt die Kalziumaufnahme, sofern man nicht unter Laktoseintoleranz leidet.
Weiterhin enthalten Milch und Milchprodukte Kalzium, das nicht nur wichtig für den Knochenaufbau ist, sondern auch die Arbeit unserer Nerven und Muskeln unterstützt.

Die in der Milch enthaltenen Vitamine sollten auch genannt sein:
– Vitamin B2 (Riboflavin), das für den Zellstoffwechsel und die Energiegewinnung von Bedeutung ist.
– Vitamin A, das als Hautschutzvitamin gilt.
– Vitamin D, das im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.
– Vitamin B12, dessen Mangel zu Blutarmut führt.

Wissenschaftler entdeckten vor über zwei Jahrzehnten einen gesundheitsfördernden Stoff im Milchfett, eine veränderte Form der Linolsäure: Die konjugierte Linolsäure (CLA), der eine Krebs hemmende Wirkung nachgesagt wird und weiterhin die Wärmeproduktion im Körper ankurbelt. Nebenbei bemerkt, enthält Biomilch, sowie Milch von frei laufenden Weidetieren, ein Vielfaches mehr an konjugierter Linolsäure als konventionell erzeugte Milch. Demgegenüber steht die Behauptung von Prof. Hengstmann, dass Biobauern teilweise jodiertes Viehfutter verwenden, was sich letztendlich auf die daraus gewonnenen Molkereiprodukte auswirkt.

Mengenmäßig beinhaltet Milch allerdings überwiegend gesättigte Fettsäuren (vor allem Palmitin- und Stearinsäure) und nur in geringem Maße einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure). Ein Übermaß an Milch oder Milchprodukte führt also letztendlich nicht zu einer gesunden Fettzusammensetzung unserer Ernährung, sondern das Gegenteil ist der Fall.
Es wäre angebrachter, Milch als Nahrungsmittel zu benennen, anstatt als Getränk, da diese je nach Tierart so viele Kilokalorien enthält, was einer Zwischenmahlzeit entspricht. So beinhalten 250 ml je nach Fettgehaltsstufe zwischen 125 (fettarme Kuhmilch) und 240 (Schafsmilch) Kilokalorien.

Benötigt der menschliche Körper überhaupt Milch?

Von Natur aus enthält Muttermilch alles Lebensnotwendige für den Säugling und das Kleinkind, was erklärt, warum das Stillen so wichtig für die künftige Gesundheit des Kindes ist. Wissenschaftler fanden heraus, dass Säuglinge, die vor dem 2. Lebensmonat Kuhmilch erhielten, in späteren Jahren doppelt so häufig einen Diabetes Typ I entwickelten wie gestillte Kinder. Zur Vorbeugung der juvenilen Zuckerkrankheit sollte deshalb so lange wie möglich gestillt werden.

Milchkritiker behaupten: „Kuhmilch ist für Kälber ideal und Muttermilch für Säuglinge. Wer etwas anderes tut, handelt gegen die menschliche Natur.“ Begründet wird unter anderem diese Aussage, dass in der Tierwelt nach der Geburt des Jungtieres dieses möglichst schnell aufstehen und der Herde folgen muss. Hierbei hilft die kalziumreiche Milch. Betrachten wir unseren menschlichen Nachwuchs, so liegt dieser ca. 9 Monate und hat ausreichend Zeit, die Knochen heranzubilden. Daher sind die Übermengen an Kalzium aus der Kuhmilch auch nicht notwendig.
Daher ist es unter anderem sinnvoll, einem Säugling keine Milch zu verabreichen, sofern ein Familienangehöriger für Allergien empfänglich ist. Kuhmilch zählt in Deutschland zu den Hauptauslösern einer Allergie, die als Heuschnupfen, Hautausschlag oder asthmatischer Husten in Erscheinung treten können.
Alternativen, die statt Kuhmilch getrunken werden, wie z. B. Ziegen-, Stuten- oder Schafsmilch, kann der Körper ebenfalls abweisen, was sich durch Unverträglichkeiten (Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Luftaufstoßen) bemerkbar macht. Letztere ist nur in Einzelfällen eine Alternative, da beide unseren Körper ähnlich allergisch reagieren lassen.

Produziert ein in Mitleidenschaft gezogener Darm noch geringfügig Laktase, verträgt der Betroffene nach wie vor kleine Mengen an Milchprodukten, wobei gesäuerte Erzeugnisse, z. B. Jogurt, erfahrungsgemäß bekömmlicher sind als Milch oder Sahne. Es ist wichtig, die Signale des Körpers ernst zunehmen, wenn bereits kleine Mengen an Milch Beschwerden auslösen. In diesem Falle ist eine milchzuckerfreie Kost zu bevorzugen.
Milchprodukte mit einem geringen Laktoseanteil, wie z. B. Weich- und Schimmelkäse, Schnittkäse, Emmentaler, Mozarella, Gouda, Camembert oder Butter, führen meist zu keinen Beschwerden.

Bei Laktoseunverträglichkeit sollte man speziell auf die Zutatenliste von Lebensmitteln achten, da diese teilweise Milchpulver enthalten können. Besondere Vorsicht ist bei Schokolade, Trinkkakao, Puddingspeisen, Nuss-Nougat-Cremes, Backwaren, Fertigsoßen und -gerichten, Instant-Kaffeepulver, sowie - je nach Ausprägung der Intoleranz - bei Arzneimitteln auf Milchzuckerbasis geboten.
Ein weiterer Grund, der gegen die Milch spricht, ist, dass ein hoher Milchkonsum Schleim bildend wirkt, wie Naturheilkundler feststellten. Häufiger schleimiger Husten oder Schnupfen sind Hinweise darauf, sparsam mit Milch und Milchprodukten umzugehen. Wer an einem Reizdarm leidet, sollte probieren, mit einer gänzlich milchfreien Ernährungsweise auszukommen. Patientenuntersuchungen zeigen, dass der Genuss von Milch die Symptome wie Durchfall oder Blähungen verstärken kann.

Das Ferment Katalase aus der Kuhmilch ist ein so genannter Sauerstoffräuber und unterstützt bei vielen Menschen alle möglichen Mangelkrankheiten. Diese Kettenreaktion fängt mit der durch die Katalase verminderten Aufnahme von Sauerstoff in das Blut und damit in den gesamten Organismus an. Sauerstoff jedoch ist das wichtigste Element für unseren Organismus.

Wie ein Leben fast ohne Mich oder Milchprodukte aussehen kann, zeigen uns Millionen Asiaten, die sogar in wesentlich geringerem Maße Osteoporoseerkrankungen aufweisen als in der westlichen Welt. Obwohl die Amerikaner einen hohen Milchkonsum ausweisen, tritt dort diese Erkrankung häufiger auf. Ein chinesischer Speiseplan weist täglich wesentlich mehr kalziumreiches, grünes Gemüse (z. B. Fenchel, Brokkoli, Lauch, grünes Blattgemüse) und oft auch kalziumreichen Sesam (z. B. in Form von Sesam-Mus) auf, im Vergleich zu den USA. Sojaprodukte bereichern ebenfalls die Speisen und damit die darin enthaltenen Phytoöstrogene, welche die Knochen aufbauenden Zellen anregen, um uns so vor Knochenschwund zu schützen.

Grüne Gemüsesorten und Kräuter
als Milchersatz?

Obwohl Milchprodukte zwar bekanntermaßen viel Kalzium aufweisen, finden wir darin jedoch auch Phosphor, das die Verwertung von Kalzium im Körper behindert. Der hohe Phosphatanteil sorgt somit dafür, dass Milch und Milchprodukte nicht als Kalziumspender, sondern als Kalziumräuber anzusehen sind. So ist vermutlich ein Grund für die höhere Osteoporoserate in unseren westlichen Ländern der Konsum von phosphathaltigen Limo- und Cola-Getränken. Doch aufgepasst: Selbst bei Quark, Schmelz- und Frischkäse überwiegt der Phosphatanteil, weswegen diese Produkte nicht zu den optimalen Kalziumlieferanten zählen.
Ein Zuviel an tierischem Eiweiß wirkt sich ebenfalls negativ auf unseren Kalziumhaushalt aus, da der Mineralstoff dann vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. Eben diese hohe Eiweißaufnahme über tierische Produkte in den westlichen Ländern wird als Grund dafür angesehen, dass - trotz Milchgenuss - Osteoporose häufig auftritt.
Der übermäßige Konsum von Milch, Käse und anderen Milchprodukten ist deshalb nicht vorteilhaft für unsere Knochen. Wichtig ist daher generell eine ausgewogene Ernährung, in der nicht nur Milchprodukte als Kalziumlieferanten hergezogen werden, sondern auch phosphat- und eiweißarme grüne Gemüsesorten und Kräuter (wie z. B. Petersilie, Dill, Schnittlauch) zum Speiseplan gehören sollten. Eine ausschließlich einseitige Ernährungsweise, in der nur Milch als Kalziumlieferant angesehen wird, fördert die Entstehung von Osteoporose.
Angeblich falsch ist die Behauptung, dass das Kalzium aus Milchprodukten generell im menschlichen Körper nicht verwertet werden kann. Dieser ist, wie schon erwähnt, bei Milch, Jogurt und den meisten Käsen vom darin enthalten Phosphor abhängig. Vitamin D und der Milchzucker unterstützen die Kalziumresorption im Körper. Es ist also aus ernährungsphysiologischer Sicht eine Frage der Menge, ob Milchprodukte den Körper mit Kalzium bereichern oder dafür sorgen, dass er über die Nieren wieder ausgeschieden wird!

Weitere Gründe, warum Milch und Milchprodukte in ausgewogenen Mengen gesünder sind als im Übermaß, ist beispielsweise die Substanz Homocystein. Sie entsteht auf natürliche Weise im Stoffwechsel durch den Abbau der Eiweißsubstanz Methionin, welche die Entstehung von Arteriosklerose fördert. Eine ständig erhöhte Aufnahme dieser Aminosäure über tierische Lebensmittel kann zu einer Erhöhung der Homocysteinwerte im Blut führen. Eine Folge davon ist die vermehrte Verkalkung der Blutgefäße. Deshalb sollte man tierische Produkte meiden bzw. nur maßvoll zu sich nehmen.


Rohe oder pasteurisierte Milch?

Durch unterschiedliche Behandlungsformen der Kuhmilch nach dem Melken entstehen verschiedene Varianten von Milch, die sich teilweise deutlich im biologischen Wert unterscheiden. Aus ganzheitlicher Sicht ist eine milchfreie Ernährung das Beste. Wenn schon Milch, dann prinzipiell eine völlig unbehandelte, jedoch kann diese Keime enthalten.

Ein Großteil der Milch wird pasteurisiert, um Mikroorganismen abzutöten.
Dabei wird die Milch entrahmt, anschließend für 35 bis 40 Sekunden auf 71-74° C erhitzt. Der Rahm wird ebenfalls einer Wärmebehandlung unterzogen. Um einen konstanten Fettgehalt in der konventionellen Milchwirtschaft zu erreichen, wird durch Zugabe von Sahne der exakt gewünschte Fettgehalt, z. B. auf 1,5 Prozent (fettarme Milch) oder 3,5 Prozent (Vollmilch), eingestellt. Der Fettgehalt unbehandelter Milch schwankt in der Natur je nach Jahreszeit und Fütterung zwischen 3,6 und 3,9 Prozent. Die unbehandelte Milch von Biomolkereien unterliegt daher dem natürlich schwankenden Fettgehalt.
Nach der Pasteurisierung (Erhitzungsvorgang) erfolgt meist die Homogenisierung, wobei die Milch mit hohem Druck durch feine Düsen gejagt wird. So zerteilt man Fett, das sich normalerweise nach einigen Stunden auf der Milch absetzt, in kleinste Tröpfchen und verteilt diese so in der gesamten Flüssigkeit. Durch diese Verarbeitungsform steigt das allergische Potenzial durch die Milch, weshalb manche Biomolkereien keine homogenisierte Milch anbieten.
Wegen der langen Haltbarkeit kaufen viele Verbraucher ultrahoch erhitzte H-Milch. Diese lässt sich in der geschlossenen Verpackung ohne Kühlung etwa sechs Wochen aufbewahren. Da während des Erhitzungsvorgangs die Temperatur mehrere Sekunden lang auf 135 bis 140° C erfolgt, gehen durch die starke Wärmeeinwirkung auch mehr Vitamine verloren bzw. Enzyme sterben ab, die der Körper dringend benötigt, um Vitamine aufnehmen zu können.
So verbindet sich beispielsweise bei hohen Temperaturen der Eiweißstoff Lysin mit dem Milchzucker, wodurch die essentielle Aminosäure dem Körper nicht mehr zur Verfügung steht.

Milch aus biophysikalischer Sicht

Was die Haltbarmachung von Lebensmitteln für Veränderungen bewirken kann, möchte ich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Untersucht man frische, unveränderte Kuhmilch nach wissenschaftlichen Kriterien (siehe Oxford-Studie) chemisch-analytisch und biophysikalisch auf ihre Veränderungen hin, lässt sich feststellen, dass diese einen hohen Kalziumanteil und entsprechend viel Eiweiß enthält. Zum Vergleich: Die Natur stellt jedoch in der Muttermilch beim Stillen z.B. nur einen geringen Anteil von 1,2 bis 2,4% Eiweiß zur Verfügung. Aus biochemischer Sicht sind Kalzium oder Eiweiß von großer Bedeutung. Ersteres ist für den Aufbau der Knochensubstanz beim Kalb und Eiweiß in Form von Eiweißbausteinen für die Bildung von Muskeln. Biophysikalisch wurden nun die elektromagnetischen Frequenzmuster im nieder frequenten Bereich untersucht. Hier existiert dank natürlicher ganzheitlicher Strukturen in der unbehandelten Muttermilch ein Energiespektrum unterschiedlicher Wellenlängen.
Die unbehandelte Milch wird nun einer Prozedur nach deutschem Lebensmittelrecht unterzogen, um sie verkaufsfertig aufzubereiten: Durch Pasteurisierung wird sie länger haltbar gemacht. Eine Vermischung mit Milch anderer Kühe findet nicht statt. Auf eine häufig übliche Homogenisierung wird ebenfalls verzichtet.
Der Chemiker untersucht die pasteurisierte Milch, um festzustellen, dass immer noch der gleiche Kalzium- und Eiweißgehalt vorhanden ist. Eine chemische Veränderung fand somit nicht statt. Würde man das Kalb ausschließlich mit pasteurisierter Milch versorgen, stirbt es spätestens nach drei Wochen.
Obwohl rein chemisch keine Veränderung stattgefunden hat, ergibt es solch eine Reaktion? Wie ist so etwas möglich, und was hat sich durch die Behandlung verändert? Die chemisch nicht messbare kristalline Struktur der Milch wurde durch den Vorgang der Pasteurisierung vernichtet. Ohne diese fehlt ihre Geometrie, wodurch keine Energieform mehr messbar ist. Die Milch ist aus biophysikalischer Sicht sozusagen nicht mehr „lebendig“.

Nahrung, die Energie kostet

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die Milch von einem Säugetier trinken. Seit wann dies der Fall ist, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen.
Eine weitere Folge der Behandlung von Kuhmilch ist die, dass sich das ursprünglich organisch vorliegende Kalzium in eine anorganische Form umgewandelt wird. Damit unser Darm jedoch das Kalzium aufnehmen kann, muss es in organischer Form vorliegen. Somit stellt dieses nach der Verarbeitung eher eine Belastung denn einen Nutzen für uns dar. Gemäß dem Gesetz von Ursache und Wirkung trägt das nun anorganische Kalzium nicht mehr zum Stoffwechsel bei, weshalb sich unser Körper der eigenen Kalziumvorräte bedienen muss. Dokumentiert wurde dies in einer Studie an Schulkindern, die eindeutig belegte: Alle Kinder, die sehr viel Milch tranken, besaßen die schlechtesten Zähne und den schlechtesten Knochenbau.

Damit unser Körper überhaupt das so wichtige Kalzium nutzen kann, benötigt er im richtigen Verhältnis dazu Magnesium, nämlich 2:1. Ein Teil Magnesium kann also 2 Teile Kalzium aufschließen, sodass es für den Körper (Knochen- und Zahnaufbau) sinnvoll verfügbar ist. Trinkt der Mensch nun ein Glas Milch, das ca. 20 mg Magnesium enthält, kann dieses ca. 40 mg Kalzium aufschließen. Tatsächlich befinden sich jedoch ca. 240 mg Kalzium in einem Glas Milch, worauf die Milchindustrie in ihrer Werbung stolz hinweist. Was passiert nun mit den überschüssigen ca. 200 mg Kalzium, die nicht aufgeschlossen werden können, da die entsprechende Menge Magnesium fehlt? Besteht hier ein Zusammenhang zu Nierensteinen und Ablagerungen und Verengungen in den Adern? Selbst wenn das Verhältnis Kalzium und Magnesium im richtigen Verhältnis in den Lebensmitteln vorliegt, gibt es noch einen weiteren Faktor, der die sinnvolle Aufnahme für unseren Körper beeinflusst: Er benötigt die richtige Phosphormenge, wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt. Leider herrscht hier ebenso ein deutlicher Überschuss aufgrund der Dinge, die wir täglich zu uns nehmen, sodass eine vollständige Verwertung für den Körper nicht möglich ist.

Um Kalzium umwandeln zu können, sodass der Körper es sinnvoll benutzen kann, braucht er neben dem richtigen Verhältnis von Phosphat und Magnesium auch noch Vitamin D – das allerdings produziert der Körper nur bei ausreichendem Sonnenlicht. Also auch bei großen Mengen Kalziumtabletten, und wenn dann auch noch das richtige Verhältnis Magnesium dabei ist und die Menge an Phosphor im Körper stimmt – ein Mensch, der viel Alkohol konsumiert (Alkohol verhindert in der Leber die Arbeit von Vitamin D) und nicht genügend Sonnenlicht hat, kann mit der besten Nahrungsmittelergänzungen fast nichts anfangen.
Durch den Konsum von „toten Mitteln“ statt von „lebendigen Mitteln“ (Lebensmitteln) erhält unser Körper nur leere Kalorien, anstelle von wichtigen Informationen. Statt Lebendigkeit und Energie muss er sogar noch Energie aufwenden, um die „toten Mittel“ zu verdauen und auszuscheiden. Ein lebendiges Nahrungsmittel stellt dem Körper Energie zur Verfügung, anstatt diese zu entziehen.
Unser Organismus ist zwar sehr wohl in der Lage, sich ständig verändernden Umwelteinflüssen anzupassen, jedoch ist eine Voraussetzung dafür, dass dieser über ausreichend Energie verfügt. Dadurch kann unser Körper in einem gewissen Maß Schadstoffe ausscheiden, damit sich solche nicht ab- oder einlagern.
Warum weisen Veganer trotz Verzicht auf tierisches Eiweiß keine B12-Mangelerscheinungen auf?
8000 Veganer (Menschen, die keinerlei tierische Produkte zu sich nehmen) wurden auf ihren B12-Haushalt hin untersucht. Ergebnis: Keine Mangelerscheinung bzw. ein ausgeglichener Vitamin B12-Haushalt, obwohl dieses Vitamin angeblich nur im Tiermagen produziert wird. Durch diese Untersuchung wird bestätigt, dass ein intakter Darm in der Lage ist, Vitamin B12 selbst herzustellen. Somit ist das Argument, Milch sei notwendig, um B12 zu erhalten, entkräftet. Angesichts der genannten Tatsachen sollte jeder nun neu für sich überdenken, ob oder wie viel Milch überhaupt für uns Menschen sinnvoll ist.

 


Dieter Schmitt

 

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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin.