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Die Milch macht‘s – oder doch nicht? von Dieter Schmitt
Viele Lebensmittel, die chemische Veränderungen wie z. B. Haltbarmachung erfahren, besitzen anschließend nicht mehr ihre ursprüngliche „Lebendigkeit“. Somit dürften diese dann auch korrekterweise nicht mehr die Bezeichnung „Lebensmittel“ erhalten, selbst wenn diese aus chemischer Sicht immer noch aus der gleichen Materie bestehen wie vor der Veränderung. Mit dem Begriff „Milch“ verbinde ich in erster Linie die „Kuhmilch“, was auch rein rechtlich richtig ist. Um diese weiße Flüssigkeit nicht mit der von anderen Tieren zu verwechseln, müssen diese mit dem Namenszusatz wie zum Beispiel „Ziegenmilch“ gekennzeichnet sein. Die in der Milch enthaltenen Vitamine sollten auch genannt sein: Wissenschaftler entdeckten vor über zwei Jahrzehnten einen gesundheitsfördernden Stoff im Milchfett, eine veränderte Form der Linolsäure: Die konjugierte Linolsäure (CLA), der eine Krebs hemmende Wirkung nachgesagt wird und weiterhin die Wärmeproduktion im Körper ankurbelt. Nebenbei bemerkt, enthält Biomilch, sowie Milch von frei laufenden Weidetieren, ein Vielfaches mehr an konjugierter Linolsäure als konventionell erzeugte Milch. Demgegenüber steht die Behauptung von Prof. Hengstmann, dass Biobauern teilweise jodiertes Viehfutter verwenden, was sich letztendlich auf die daraus gewonnenen Molkereiprodukte auswirkt. Mengenmäßig beinhaltet Milch allerdings überwiegend gesättigte Fettsäuren (vor allem Palmitin- und Stearinsäure) und nur in geringem Maße einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure). Ein Übermaß an Milch oder Milchprodukte führt also letztendlich nicht zu einer gesunden Fettzusammensetzung unserer Ernährung, sondern das Gegenteil ist der Fall. Benötigt der menschliche Körper überhaupt Milch? Von Natur aus enthält Muttermilch alles Lebensnotwendige für den Säugling und das Kleinkind, was erklärt, warum das Stillen so wichtig für die künftige Gesundheit des Kindes ist. Wissenschaftler fanden heraus, dass Säuglinge, die vor dem 2. Lebensmonat Kuhmilch erhielten, in späteren Jahren doppelt so häufig einen Diabetes Typ I entwickelten wie gestillte Kinder. Zur Vorbeugung der juvenilen Zuckerkrankheit sollte deshalb so lange wie möglich gestillt werden. Milchkritiker behaupten: „Kuhmilch ist für Kälber ideal und Muttermilch für Säuglinge. Wer etwas anderes tut, handelt gegen die menschliche Natur.“ Begründet wird unter anderem diese Aussage, dass in der Tierwelt nach der Geburt des Jungtieres dieses möglichst schnell aufstehen und der Herde folgen muss. Hierbei hilft die kalziumreiche Milch. Betrachten wir unseren menschlichen Nachwuchs, so liegt dieser ca. 9 Monate und hat ausreichend Zeit, die Knochen heranzubilden. Daher sind die Übermengen an Kalzium aus der Kuhmilch auch nicht notwendig. Produziert ein in Mitleidenschaft gezogener Darm noch geringfügig Laktase, verträgt der Betroffene nach wie vor kleine Mengen an Milchprodukten, wobei gesäuerte Erzeugnisse, z. B. Jogurt, erfahrungsgemäß bekömmlicher sind als Milch oder Sahne. Es ist wichtig, die Signale des Körpers ernst zunehmen, wenn bereits kleine Mengen an Milch Beschwerden auslösen. In diesem Falle ist eine milchzuckerfreie Kost zu bevorzugen. Bei Laktoseunverträglichkeit sollte man speziell auf die Zutatenliste von Lebensmitteln achten, da diese teilweise Milchpulver enthalten können. Besondere Vorsicht ist bei Schokolade, Trinkkakao, Puddingspeisen, Nuss-Nougat-Cremes, Backwaren, Fertigsoßen und -gerichten, Instant-Kaffeepulver, sowie - je nach Ausprägung der Intoleranz - bei Arzneimitteln auf Milchzuckerbasis geboten. Das Ferment Katalase aus der Kuhmilch ist ein so genannter Sauerstoffräuber und unterstützt bei vielen Menschen alle möglichen Mangelkrankheiten. Diese Kettenreaktion fängt mit der durch die Katalase verminderten Aufnahme von Sauerstoff in das Blut und damit in den gesamten Organismus an. Sauerstoff jedoch ist das wichtigste Element für unseren Organismus. Wie ein Leben fast ohne Mich oder Milchprodukte aussehen kann, zeigen uns Millionen Asiaten, die sogar in wesentlich geringerem Maße Osteoporoseerkrankungen aufweisen als in der westlichen Welt. Obwohl die Amerikaner einen hohen Milchkonsum ausweisen, tritt dort diese Erkrankung häufiger auf. Ein chinesischer Speiseplan weist täglich wesentlich mehr kalziumreiches, grünes Gemüse (z. B. Fenchel, Brokkoli, Lauch, grünes Blattgemüse) und oft auch kalziumreichen Sesam (z. B. in Form von Sesam-Mus) auf, im Vergleich zu den USA. Sojaprodukte bereichern ebenfalls die Speisen und damit die darin enthaltenen Phytoöstrogene, welche die Knochen aufbauenden Zellen anregen, um uns so vor Knochenschwund zu schützen. Grüne Gemüsesorten und Kräuter Obwohl Milchprodukte zwar bekanntermaßen viel Kalzium aufweisen, finden wir darin jedoch auch Phosphor, das die Verwertung von Kalzium im Körper behindert. Der hohe Phosphatanteil sorgt somit dafür, dass Milch und Milchprodukte nicht als Kalziumspender, sondern als Kalziumräuber anzusehen sind. So ist vermutlich ein Grund für die höhere Osteoporoserate in unseren westlichen Ländern der Konsum von phosphathaltigen Limo- und Cola-Getränken. Doch aufgepasst: Selbst bei Quark, Schmelz- und Frischkäse überwiegt der Phosphatanteil, weswegen diese Produkte nicht zu den optimalen Kalziumlieferanten zählen. Weitere Gründe, warum Milch und Milchprodukte in ausgewogenen Mengen gesünder sind als im Übermaß, ist beispielsweise die Substanz Homocystein. Sie entsteht auf natürliche Weise im Stoffwechsel durch den Abbau der Eiweißsubstanz Methionin, welche die Entstehung von Arteriosklerose fördert. Eine ständig erhöhte Aufnahme dieser Aminosäure über tierische Lebensmittel kann zu einer Erhöhung der Homocysteinwerte im Blut führen. Eine Folge davon ist die vermehrte Verkalkung der Blutgefäße. Deshalb sollte man tierische Produkte meiden bzw. nur maßvoll zu sich nehmen.
Durch unterschiedliche Behandlungsformen der Kuhmilch nach dem Melken entstehen verschiedene Varianten von Milch, die sich teilweise deutlich im biologischen Wert unterscheiden. Aus ganzheitlicher Sicht ist eine milchfreie Ernährung das Beste. Wenn schon Milch, dann prinzipiell eine völlig unbehandelte, jedoch kann diese Keime enthalten. Ein Großteil der Milch wird pasteurisiert, um Mikroorganismen abzutöten. Milch aus biophysikalischer Sicht Was die Haltbarmachung von Lebensmitteln für Veränderungen bewirken kann, möchte ich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Untersucht man frische, unveränderte Kuhmilch nach wissenschaftlichen Kriterien (siehe Oxford-Studie) chemisch-analytisch und biophysikalisch auf ihre Veränderungen hin, lässt sich feststellen, dass diese einen hohen Kalziumanteil und entsprechend viel Eiweiß enthält. Zum Vergleich: Die Natur stellt jedoch in der Muttermilch beim Stillen z.B. nur einen geringen Anteil von 1,2 bis 2,4% Eiweiß zur Verfügung. Aus biochemischer Sicht sind Kalzium oder Eiweiß von großer Bedeutung. Ersteres ist für den Aufbau der Knochensubstanz beim Kalb und Eiweiß in Form von Eiweißbausteinen für die Bildung von Muskeln. Biophysikalisch wurden nun die elektromagnetischen Frequenzmuster im nieder frequenten Bereich untersucht. Hier existiert dank natürlicher ganzheitlicher Strukturen in der unbehandelten Muttermilch ein Energiespektrum unterschiedlicher Wellenlängen. Nahrung, die Energie kostet Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die Milch von einem Säugetier trinken. Seit wann dies der Fall ist, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Damit unser Körper überhaupt das so wichtige Kalzium nutzen kann, benötigt er im richtigen Verhältnis dazu Magnesium, nämlich 2:1. Ein Teil Magnesium kann also 2 Teile Kalzium aufschließen, sodass es für den Körper (Knochen- und Zahnaufbau) sinnvoll verfügbar ist. Trinkt der Mensch nun ein Glas Milch, das ca. 20 mg Magnesium enthält, kann dieses ca. 40 mg Kalzium aufschließen. Tatsächlich befinden sich jedoch ca. 240 mg Kalzium in einem Glas Milch, worauf die Milchindustrie in ihrer Werbung stolz hinweist. Was passiert nun mit den überschüssigen ca. 200 mg Kalzium, die nicht aufgeschlossen werden können, da die entsprechende Menge Magnesium fehlt? Besteht hier ein Zusammenhang zu Nierensteinen und Ablagerungen und Verengungen in den Adern? Selbst wenn das Verhältnis Kalzium und Magnesium im richtigen Verhältnis in den Lebensmitteln vorliegt, gibt es noch einen weiteren Faktor, der die sinnvolle Aufnahme für unseren Körper beeinflusst: Er benötigt die richtige Phosphormenge, wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt. Leider herrscht hier ebenso ein deutlicher Überschuss aufgrund der Dinge, die wir täglich zu uns nehmen, sodass eine vollständige Verwertung für den Körper nicht möglich ist. Um Kalzium umwandeln zu können, sodass der Körper es sinnvoll benutzen kann, braucht er neben dem richtigen Verhältnis von Phosphat und Magnesium auch noch Vitamin D – das allerdings produziert der Körper nur bei ausreichendem Sonnenlicht. Also auch bei großen Mengen Kalziumtabletten, und wenn dann auch noch das richtige Verhältnis Magnesium dabei ist und die Menge an Phosphor im Körper stimmt – ein Mensch, der viel Alkohol konsumiert (Alkohol verhindert in der Leber die Arbeit von Vitamin D) und nicht genügend Sonnenlicht hat, kann mit der besten Nahrungsmittelergänzungen fast nichts anfangen.
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |