|
Werden Sie NICHTRAUCHER von Margarethe Unser
Haben Sie sich erst einmal entschlossen mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es viele Möglichkeiten, Sie bei der Rauchentwöhnung zu unterstützen. Wer raucht muss draußen bleiben, hat der Bundestag mit dem Nichtraucherschutzgesetz für öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel und Gaststätten beschlossen. Historisch betrachtet geht es dabei den deutschen Rauchern noch gut: So stellte 1633 der türkische Sultan Murod IV das Rauchen unter Todesstrafe. Im 21. Jahrhundert wird Tabakkonsum zwar nicht per Gesetz mit dem Tod bestraft. Aber der blaue Dunst ist eine selbst gewählte Lebensverkürzung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sterben jährlich über 42000 Menschen an Krebserkrankungen, die durch Zigarettenrauch ausgelöst werden. Zigarettenrauch, ein tödlicher Cocktail Mit einer Zigarette werden rund 4.000 giftige Substanzen eingeatmet darunter Nikotin, Kohlenmonoxid, Ammoniak, toxische Schwermetalle, Blausäure, Acetaldehyd sowie krebserregende Teerprodukte. Dem Tabak werden außerdem Substanzen wie beispielsweise Zucker, Ammoniumsalze oder Kakao zugesetzt, welche die Suchtwirkung der Zigarette zusätzlich erhöhen. Nikotin Diese Substanz macht schnell süchtig. Innerhalb von sieben Sekunden erreicht Nikotin das Gehirn und vermittelt dem Raucher das Gefühl der Entspannung und Konzentrationssteigerung. Nikotin regt das vegetative Nervensystem an, wodurch Blutdruck und Puls erhöht werden und die körperliche Abhängigkeit entsteht. Gleichzeitig werden ähnlich wie beim Kokain- oder Heroinkonsum Glückshormone ausgeschüttet, was zur psychischen Abhängigkeit führt. Im Herz-Kreislaufsystem verursacht Nikotin eine Verengung der Blutgefäße und führt dadurch zu Durchblutungsstörungen. Kohlenmonoxid Raucher leiden unter einer schleichenden Kohlenmonoxidvergiftung. Das giftige Gas hat eine höhere Bindungsfähigkeit zu den roten Blutkörperchen als Sauerstoff und verdrängt diesen. Teerprodukte Diese Substanzen sind für die Entstehung von Tumoren verantwortlich. Sie verändern direkt das Erbgut der Körperzellen und führen zu einer Entartung, wenn die körpereigenen Reparatursysteme erschöpft oder defekt sind. Die Rauchpartikel schädigen zudem die Schleimhäute der Bronchien und führen zu einer chronischen Bronchitis, die in der Umgangssprache als „Raucherhusten“ und in der Fachsprache als chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) bezeichnet wird. Rauchfrei beginnt im Kopf Jedes Jahr schaffen es etwa 1 Million Raucher, vom Glimmstängel los zu kommen.
Die meisten Exraucher sind mit der Schlusspunktmethode, bei der ab einen bestimmten Tag nicht mehr geraucht wird, zum Nichtraucher geworden. Diese Art des „kalten Entzugs“ erfordert große Disziplin. Hilfreich ist es dabei, sich ein festes Datum für den Rauchstopp zu setzen und möglichst viele aus dem Bekanntenkreis darüber zu informieren. Nach und nach die Zahl der gerauchten Zigaretten zu reduzieren erscheint zwar leichter zu sein, die meisten schaffen es aber leider nicht, endgültig aufzuhören. Bei starken Rauchern, die bereits mehrfach an der Schlusspunktmethode gescheitert sind, hat sich die Reduktionsmethode allerdings bewährt. Viele wenden zur Unterstützung Nikotinersatzpräparate an, um ihre Entzugserscheinungen zu mildern. Sie sind in Form von Kaugummis, Lutschtabletten oder Pflastern in der Apotheke erhältlich. Wer nicht raucht, lebt länger Raucher, die im Alter von 30 Jahren aufhören, gewinnen statistisch etwa 10 Lebensjahre und erreichen damit quasi die Lebenserwartung von Nichtrauchern. Wer als Vierzigjähriger abstinent wird, gewinnt neun wertvolle Jahre an Lebenszeit. Selbst wer noch mit 60 Jahren auf den Zigarettenkonsum verzichtet, verlängert sein Leben immerhin um drei Jahre. Aufhören lohnt sich also in jedem Alter, denn die gesundheitlichen Risiken sind teilweise umkehrbar. Schon bald nach dem Rauchstopp wird der Exraucher durch die ersten positiven Effekte belohnt. Ganzheitliche Raucherentwöhnung Eine Alternative zur medikamentösen Nikotinzufuhr während der Entzugsphase sind ganzheitliche Methoden zur Raucherentwöhnung. Dazu gehören Akupunktur, homöopathische Arzneimittel und Homöosiniatrie (Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen). Ihr Heilpraktiker oder naturheilkundlich aufgeschlossener Arzt bestimmt im persönlichen Gespräch, welche Methode für Sie am wirkungsvollsten ist. Mit Akupunktur werden energetische Punkte des Körpers stimuliert und dadurch das Verlangen nach Nikotin gemildert. Mit Hilfe von bestimmten homöopathischen Arzneimitteln können Patienten auf sanfte Weise ihre Entzugserscheinungen mildern, ohne dem Suchtgift Nikotin weiter ausgesetzt zu sein. So entspricht das Arzneimittelbild von Lobelia inflata (indianische Tabakpflanze) den typischen Nikotin-Entzugssymptomen. Homöopathisch potenzierte Zubereitungen von Lobelia inflata (Antinicoticum mono®) aus der Apotheke können deshalb den Weg zum Nichtraucher auf natürliche Weise erleichtern. Wiederum andere Homöopathika werden verwendet, um Giftstoffe aus dem Körper auszuleiten, die sich im Laufe des Raucherlebens angesammelt haben. Dadurch wird der Organismus entlastet. Erfahrene Therapeuten wenden bei manchen Patienten die Homöosiniatrie an, um eine besonders intensive Wirkung zu erreichen. Bei diesem Verfahren, das eine Kombination aus Akupunktur und Homöopathie darstellt, werden homöopathische Arzneimittel in ausgewählte Akupunkturpunkte der Patienten gespritzt. Weitere Infos zur Anwendung der erwähnten pflanzlichen Mischung mit ausführlicher Beratung erhalten Sie über: Antiraucher-Praxis
|
||
Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |