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Mineralwasser von Dieter Schmitt
Als Bio-Unterstützer kaufen wir dementsprechend viele Demeter-Lebensmittel im Naturkostladen oder Bio-Supermarkt. Dort liegen immer mehr interessante Zeitschriften aus, die meine Frau gerne mitnimmt und zuhause „durcharbeitet“. Alles, was im Entferntesten mit dem Thema „Wasser“ zu tun hat, landet anschließend bei mir zur Information. So gelangte auch ein Artikel über Mineralwässer in Naturkostläden aus einer weit verbreiteten Naturkostzeitschrift auf meinem Schreibtisch. Nachdem ich den „verkaufsfördernden“ Artikel über Mineralwasser gelesen habe, sind mir einige wichtige Punkte aufgefallen, die nicht erwähnt wurden – aus welchen Gründen auch immer. Nachfolgend daher meine ergänzenden Informationen dazu: Das Thema des Artikels sind Mineralwässer aus Naturkostläden und die Frage, ob diese mehr oder weniger Mineralstoffe enthalten sollen, da hierzu die Meinungen auseinander gehen. Wer mein „Wasser-Praxisbuch“ gelesen hat, den bitte ich um Nachsicht, wenn hier einiges aus meinem Buch zur neutralen Meinungsbildung erscheint. Was bezeichnen wir als Es stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, deren zufließendes Wasser nach dem Abregnen beim Versickern durch verschiedene Gesteinsschichten unterschiedliche Mineralstoffe aufnimmt, um ausgewogen und gesättigt zu sein. Wie viel Calcium, Magnesium, Sulfat, Natrium oder Schwermetalle vorhanden sind, bestimmt der Boden bzw. die Umwelt, durch die es fließt. Zu guter Letzt gibt es das Tafelwasser, das überwiegend aus Trinkwasser, Mineralstoffen, Kohlensäure oder anderen erlaubten Zutaten zusammengesetzt ist. Wie im genannten Buch von mir beschrieben, sind die chemischen Behandlungsmethoden für die Trinkwasseraufbereitung nicht jedermanns Sache. Mineralstoffe in Mineralwässern Es ist unbestritten, dass unser Körper zum Überleben unter anderem Mineralstoffe benötigt. Diese organischen Mineralien erhält der bewusst lebende Mensch in erster Linie aus rohem, biologischem Obst und Gemüse, einen wesentlich geringeren Teil aus gekochten Lebensmitteln. Mineralwasser – egal wie hoch auch der Mineralanteil sein mag – mit seinen anorganischen Mineralien ist nicht dafür geeignet, unsere Mineraldepots zu füllen (siehe Kapitel 1 „Mineralhaushalt“ und „Organische und anorganische Mineralien“ des genannten Buches). Nicht dehydrierendes Mineralwasser sollte unserem Körper Flüssigkeit zur Verfügung stellen, um die Nährstoffe zu den Zellen und deren Abbauprodukte (z.B. Harnstoffe) abtransportieren zu können. Viele Mineralwasser-Anbieter im Naturkostbereich vertreten die Ansicht, dass dieser Abtransport am besten mit niedrig mineralisiertem Mineralwasser funktioniert. Dieser Behauptung gegenüber steht die Aussage des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM), dass selbst Mineralwässer mit 1000 mg/l gelöster Feinstoffe dies zuverlässig tut. Ich frage mich: Was soll ich als Konsument nun glauben? Calcium, Magnesium Im Verhältnis von 2:1 wären Calcium und Magnesium in organischer Form (aus Obst und Gemüse) optimal. Die anorganischen Mineralien im Mineralwasser (aus Gestein gelöst) sind nur bedingt für den Körper hilfreich, vorausgesetzt, das richtige Verhältnis liegt vor, was bei den meisten Mineralwässern nicht zutrifft. Genauso wie bei Milch schaden die Mineralien letztendlich dem menschlichen Körper. Sportlern ist zu empfehlen, vorab ausreichend frisch gepresste Säfte zu trinken – ebenso beim Saunagang – und im Nachhinein ebenso – die richtigen Smoothies helfen auch, die beide durch das richtige Obst und Gemüse die notwendigen, organischen Mineralien enthalten, die der Körper beim Sport / Saunieren verloren hat. Keinesfalls sollten Sie industriell gefertigte Limonaden oder Energiedrinks zum Ausgleich des Mineralhaushaltes trinken, da diese überwiegend dehydrierend wirken. Unbekannte Mineralien im Jeder kann sich im Internet die Mineralwasser- sowie die Trinkwasserverordnung anschauen, um zu vergleichen, auf wie viele Stoffe die jeweiligen Wässer untersucht werden. Schnell wird klar, dass Trinkwasser wesentlich weniger nachteilige Stoffe enthalten darf im Vergleich zu Mineralwasser. Auch die Grenzwerte der zuletzt genannten Wässer sind nur begrenzt vorgeschrieben. Würde die Trinkwasserverordnung auf Mineralwässer angelegt werden, würden sicherlich die meisten durchfallen, wie dies ein Test vor Jahren schon bestätigt hat. Nur für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gibt es bei einigen Stoffen (z.B. Nitrat, Uran) niedrigere Grenzwerte, wie in der MTV vorgeschrieben. Ich frage mich: Warum werden diese nicht prinzipiell auf alle Mineralwässer angewandt? Haltbarkeit von Mineralwässern Was das betrifft, empfehle ich Ihnen, in meinem Buch im dritten Kapitel das Thema „Haltbarmachung von Mineralwasser“ genauer anzuschauen. Das Thema wird in jedem meiner Wasservorträge angesprochen. Kohlensäure ist in erster Linie da, um die Haltbarkeit zu verlängern und hat nichts mit „Prickeln und Frische“ zu tun, wie häufig geworben wird. Damit werden Keime und Bakterien abgetötet, die beim Spülvorgang übrig geblieben sind. Wenn schon auf dem Etikett steht „Mit Kohlensäure versetzt“, dann wurde Kohlensäure zugesetzt, damit gelöste Stoffe nicht ausfallen und das Mineralwasser trüben. Zerlegen Sie das Wort „Kohlen-Säure“, so dürfte jeder verstehen, dass zu viel davon unserer Pufferkapazität (siehe Kapitel 1 „Verminderte Basenpufferkapazität“ in meinem Buch) nicht hilft. Auch als „Stille“ Mineralwässer gekennzeichnete Flaschen enthalten noch Kohlensäure, allerdings nicht so viel wie handelsüblich. Mineralwasser in Glasflaschen Im Bioladen dürften meiner Meinung nach nur Mineralwässer in Glasflaschen angeboten werden. Im dritten Kapitel meines Buches „PET – Mineralwasserflaschen“ beschreibe ich, warum. PET-Flaschen sind unter anderem nicht gasdicht und so kann Umgebungsluft eindringen und nicht nur den Geschmack verändern. Ebenso gelangen Weichmacher ins Mineralwasser, wenn es sauer genug ist, was die meisten Mineralwässer sind. Und wenn sie einmal basisch sind, dann tut die zugesetzte Kohlensäure im Körper den Rest ... Resümee Wenn schon „Bio“-Mineralwasser im Naturkostladen, dann sollte es zumindest unserem Wohlbefinden auf Dauer nicht nachträglich sein, indem es beispielsweise durch seinen pH-Wert (unter 7) unsere Pufferkapazität reduziert. Keines der genannten Mineralwässer dürfte meiner Meinung nach aus qualitativen Gründen ein Bio-Siegel erhalten. Berücksichtige ich die teilweise immensen Preise von bis zu 1,- Euro pro Liter und mehr, dann geht es günstiger und für unseren Körper hilfreicher, wie ich es in meinem „Wasser-Praxisbuch“ beschreibe. Man erkennt wieder mal ganz deutlich, was die richtige Werbung alles erreichen kann ...
Die Informationen des Artikels wurden der nachfolgenden Quelle entnommen. Quelle: "Das Wasser Praxisbuch", Edition Sonneklar, ISBN 978-3-86982-009-5 Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 16 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich.
Dieter
Schmitt
E-Mail: info (at) belebtes-wasser.de
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Ein
Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |