Wer den Artikel in der 37. Lichtstrahl-Ausgabe „Mineralwasser im Test“ gelesen hat, weiß, dass Plastik-Ein- und -Mehrwegflaschen unsere Umwelt belasten. Bei genauerem Hinsehen stellt man weitere Einflussfaktoren fest, die beim Genuss von Mineralwässern aus PET-Flaschen unser Wohlbefinden belasten können.
Die Vorteile von PET-Flaschen liegen auf der Hand:
– leicht
– unzerbrechlich
– recycelbar
– preiswertere Herstellung als Glas
Letzteres macht ökologisch gesehen lange Transportstrecken erst wirtschaftlich, weshalb es immer häufiger über noch größere Entfernungen transportiert wird.
In manchen Ländern der „Dritten Welt“, wie z.B. Brasilien, gibt es fast ausschließlich diese Plastikflaschen beim Mineralwasser.
Doch PET (= Polyethylenterephthalat) ist alles andere als unbedenklich, da es zum einen aus Erdöl hergestellt wird und zum anderen „verunreinigt“ PET das darin abgefüllte Lebensmittel. Es reagiert damit, wodurch reines Wasser mit verschiedensten Chemikalien kontaminiert wird. Diese Tatsache wird schon seit Langem von Umweltschützern befürchtet und wurde mittlerweile durch wissenschaftliche Studien belegt.
Aufgrund dieser Tatsache machen sich beispielsweise in der Schweiz Verbraucherschützer und Politiker für ein Verbot von PET-Flaschen stark. Eine entsprechende Gesetzesinitiative, die in den Schweizer Nationalrat eingebracht wurde, ist leider im vergangenen Mai mit 106 zu 36 Stimmen abgelehnt worden. Grund dafür könnte der Einfluss der Mineralwasserindustrielobby sein. Um ihren Standpunkt weiter zu stärken, wurde zur politischen Bekämpfung der Anti-PET-Bewegung sogar eine „IG Mineralwasser“ als Propaganda-Werkzeug gegründet.
Dort argumentiert deren Vorsitzender, der gleichzeitig Nationalrat ist, dass ein Verbot von Wasser in PET-Flaschen wirtschaftsfeindlich sei. Da das Verbot eine wichtige Branche trifft, schadet dies nicht nur der Schweiz, sondern verstößt angeblich gegen die Interessen der Konsumenten.
Man vermutet, dass die Anti-PET-Kampagne bewusst vom englischsprachigen Ausland wie z.B. USA, England usw. ins Leben gerufen wurde. Die Mineralwasser-Vertreter leiten dies aus Aktionen der regionalen Trinkwasseranbieter ab, die angeblich für Trinkwasser werben und somit gegen Wasser aus Flaschen seien.
Nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland klären vorbildlich arbeitende kommunale Wasseranbieter wie in München oder Würzburg seit vielen Jahren Verbraucher auf. Wer mein „Wasser-Praxisbuch“ gelesen hat, der weiß, dass natürliches Trinkwasser aus der Leitung nicht immer so schlecht ist wie sein Ruf. Wenn es um bestimmte Inhaltsstoffe geht – und damit meine ich nicht nur Kalk oder Nitrat – so ist dieses mindestens mit 90% der abgefüllten Mineralwasser überlegen.
Wie kommt das Schwermetall
Antimon in die PET-Flasche?
„Mineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon verunreinigt“, so Anfang 2006 das Ergebnis einer Untersuchung der Ruprecht-Karl-Universität in Heidelberg.
Dabei handelt es sich um ein potenziell toxisches Schwermetall, das in oxidierter Form als Katalysator bei der Herstellung von PET eingesetzt wird.
Deshalb enthält herstellungsbedingt jede PET-Flasche meist einige Hundert mg/kg Antimon, welches teilweise ins Mineralwasser übergeht, so zumindest zeigen es die Heidelberger Forschungsergebnisse. Die Forscher leiten dies daraus ab, dass unberührtes, sauberes Grundwasser lediglich nur ca. 2 mg/L enthielt, wogegen das kommerziell in (PET-)Flaschen abgefüllte Mineralwasser diesen Antimon-Wert um das mehrere Hundertfache teilweise überschreiten. Diese Angaben sind sehr schwankend, da je länger sich die Flüssigkeit in den PET-Flaschen befindet, desto mehr Antimon werde ins Mineralwasser abgegeben.
Da ist es für uns Verbraucher nicht sehr beruhigend, wenn die Wissenschaftler und Forscher bestätigen, dass sich diese Werte noch im Rahmen der erlaubten Grenzwerte für Mineralwasser bewegen. Meiner Meinung nach ist eine ständige Abgabe des Schwermetalls Antimon aus der Plastikflasche an die darin enthaltene Flüssigkeit auf Dauer in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.
Acetaldehyd in billigen
Mineralwässern aus der Einweg-PET
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnte bereits im Juli 2008 vor der Chemikalie Acetaldehyd im Mineralwasser von Plastikflaschen. Grundlage dieser Behauptung ist eine Untersuchung von Stiftung Warentest in der vor „minderwertigem“ Kunststoff bei der Herstellung von 1,5-Liter-PET-Flaschen für Discounter gewarnt wurde. Die Untersuchung zeigte, dass ...
Fortsetzung im "Wasser-Praxisbuch"
Quelle: "Das Wasser Praxisbuch", Edition Sonneklar, ISBN 978-3-86982-009-5
Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 16 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich.
Durch sein Hobby „Wasser“ entstand das „Wasser-Praxisbuch“ das Themen, die im direkten Zusammenhang mit Wasser stehen, ebenso behandelt.
Dieter
Schmitt
E-Mail: info (at) belebtes-wasser.de