Der iranische Arzt Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj (1931–2004) – sowie viele Naturheilkundler – behaupten, dass „Zivilisationskrankheiten” wie z.B. Migräne, Asthma oder Übergewicht durch chronischen Wassermangel im Körper entstehen. Batmanghelidj geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er sich sicher ist, dass einige Krankheiten „Konservierungsprogramme“ des Körpers sind. Sind wir gar nicht krank, sondern nur durstig und wissen es nicht?
Nachdem die Ajatollahs den Schah von Persien gestürzt hatten, wurden viele angesehene und schahtreue Anhänger, so auch der Arzt F. Batmanghelidj, enteignet und eingekerkert. Er wartete im Jahre 1979 mit vielen anderen auf seine Hinrichtung, da schwerste Beschuldigungen gegen ihn erhoben worden waren.
Selbst im Angesicht des Todes versuchte F. Batmanghelidj seinen Mitgefangenen zu helfen, obwohl keine Medikamente verfügbar waren. Aus seiner Not heraus gab der Arzt einem Patienten – dessen Magengeschwür ihn mit sehr starken Bauchschmerzen peinigte – zwei Glas Wasser zu trinken. Erstaunt stellte er fest, dass die Schmerzen wenige Minuten später nachließen. Dieses Erlebnis setzte den Impuls, die medizinische Wirkung von Wasser auf stressbedingte Beschwerden näher zu untersuchen.
Batmanghelidj wurde der Prozess gemacht und zum Tode verurteilt. Zu seiner Verteidigung legte er dem Gericht einen Artikel über die Behandlung von Magengeschwüren mit Wasser vor, was ihm das Leben rettete. 1982, kurz nach der Entlassung aus dem Gefängnis, floh er nach Amerika. Dort hoffte er, auf offene Ohren und die Unterstützung seiner Kollegen zu stoßen, damit seine Erkenntnisse möglichst bald bestätigt und zum Nutzen der Menschheit angewandt werden könnten. Leider vergeblich, daher forschte er alleine weiter und gründete eine Stiftung mit dem Namen „Foundation for the Simple in Medicine“. Denn die universellste und „simpelste“ Medizin ist und bleibt das Wasser.
Diese Erkenntnis ist alles andere als neu, denn schon zu Lebzeiten von Jesus wussten die Essener, wie wichtig Wasser bei allen physiologischen Abläufen des Körpers ist, Bescheid. Daher sollten wir uns dieses Wissen wieder zurück in unser Gedächtnis holen und anwenden, unabhängig davon, ob die Medizin diese Zusammenhänge anerkennt oder nicht.
Es ist unbestritten der Verdienst von F. Batmanghelidj, diese interessanten Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Der mittlerweile verstorbene Arzt hat zahlreiche Bücher zu diesem Thema veröffentlicht. Ein weiterer Pionier in Bezug auf das Wasser ist Viktor Schauberger, der durch seine Erkenntnisse von Naturvorgängen Tür und Tor für die heutige Wasserbehandlung öffnete.
Warum erleiden wir Wassermangel?
Dafür gibt es prinzipielle Gründe:
Die Medizin, welche noch immer glaubt, Körperwasser habe im Körper lediglich Transportaufgaben zu verrichten.
Wir selbst haben verlernt, die Sprache unseres Körpers zu verstehen.
Wir schenken also dem Körperwasser nicht genügend Bedeutung und interpretieren die verschiedenen Durstsignale unseres Körpers nach dem richtigen Wasser falsch.
Wir essen zu viel, weil wir teilweise den Durst als Hunger interpretieren, oder schlucken Medikamente gegen Beschwerden, mit denen der Körper uns auf eine drohende Austrocknung hinweisen will.
Dies beginnt schon bei Babys und Kleinkindern, wenn jedes Mal etwas zu essen bzw. Säfte oder Tees gegeben wird, wenn Kinder schreien und wir denken, dass diese Hunger haben. Ein Schluck gutes Wasser vorher hilft hier auch teilweise, und so entwickeln sie von klein auf ein gesundes Durstgefühl. Verschwindet das Hungergefühl nicht, wird tatsächlich etwas Essbares gebraucht. Gutes Wasser ist geruchs-, geschmack- und farblos. Wenn es getrunken wird, durchläuft es den Körper, ohne bestimmte Reaktionen hervorzurufen.
Trinken wir z. B. Bier, Säfte, Kaffee, Tee, Limonaden usw., so sind darin Geschmacksstoffe, Zucker etc. enthalten. Gelangen diese in den Magen, so geht ein Signal ins Gehirn, wodurch die Verdauung aktiviert wird. Jahrzehntelang signalisiert unser Körper Durst, und wir führen eine Flüssigkeit zu, die unsere Verdauung aktiviert. Kein Wunder also, wenn unser Körper im Alter das Durstgefühl einstellt.
Makro- und Mikrokosmos
Gutes Wasser ist nicht nur im übertragenen Sinn die Essenz physischen Lebens. Auch unser menschlicher Körper (Mikrokosmos) ist im Grunde nur Körperwasser mit einigen „Zusätzen“ (siehe, S. 37*). Wie die Oberfläche des Planeten Erde (Makrokosmos) besteht auch er idealerweise zu drei Vierteln aus Wasser. Das Gehirn als sensibelstes Organ ist zu 75% reines, hochstrukturiertes Körperwasser und die harten Knochen immerhin noch zu einem Fünftel. Das Blut als Lebenssaft enthält 83 Prozent Körperwasser und der Speichel gar 98 Prozent (siehe S. 38/39*). Aufgrund dieser Zahlen wird jedem deutlich, dass ein Mangel an Körperwasser gravierende Schäden hervorrufen muss. Deshalb sind die wasserreichen Körperteile besonders empfindlich und erhalten im Notfall auch die höchste Priorität in der körpereigenen Wasserverteilung. Selbst wenn genügend Körperwasser verfügbar ist, steht die Versorgung unseres Gehirns an erster Stelle, erhält es doch fast ein Fünftel des zirkulierenden Blutes, wobei sein Anteil am Körpergewicht gerade mal ein Fünfzigstel ausmacht.
Betrachten wir die einzelnen Zellen, so enthalten diese große Mengen Körperwasser, worin der kleine Zellkern schwimmt. Diesem intrazellulären Körperwasser steht ein wahrer Ozean an extrazellulärem Körperwasser gegenüber, denn außerhalb, zwischen den Zellen, befindet sich ebenfalls hochstrukturiertes Körperwasser (Lesen Sie in diesem Zusammenhang die Ausführungen des Autors zum Thema „Wasser und Salz*“ um zu verstehen, warum ein zu hoher Salzkonsum schädlich ist.). Selbst unsere Atemluft enthält Wasser. Wir sind also sozusagen durch und durch von Wasser umgeben. Da erstaunt es auch nicht, dass fast alle Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus an Körperwasser gebunden sind...
Fortsetzung im "Wasser-Praxisbuch"
Quelle: * „Das Wasser-Praxisbuch“, überarbeitete Neuauflage, April 2011
Edition Sonneklar, ISBN 978-3-86982-009-5,
Der Autor, Dieter Schmitt, beschäftigt sich seit über 16 Jahren mit gesundheitlichen Themen aus dem naturheilkundlichen Bereich.
Durch sein Hobby „Wasser“ entstand das „Wasser-Praxisbuch“ das Themen, die im direkten Zusammenhang mit Wasser stehen, ebenso behandelt.
Dieter
Schmitt
E-Mail: info (at) belebtes-wasser.de