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Die Entstehung des Wassers von Ivan Engler
Zum komplexeren Verständnis des Wassers folgt ein Einblick in die Vermaschung der sich selbst regulierenden Kreislaufe im Kosmos in Form eines vereinfachten und kurzen Überblicks. Kreisläufe im Kosmos und Über die Entstehung des Kosmos gibt es viele und verschiedene Theorien. Die plausibelste ist, dass sich der Kosmos vor etwa fünfzehn bis zwanzig Milliarden Jahren aus einem Urknall gebildet hat und seitdem bis heute expandiert. Nach einer gewissen Zeitperiode wird das Altall wieder zu seiner ursprünglichen Form zusammenschrumpfen; der Kreis wird sich schließen, zu einem neuen Anfang bereit, um das Ende wieder zu erlangen. Das ist die Polarität des Kosmos. Unter der Wirkung der Schwerkraft schrumpfen die Ursterne. Die freiwerdende kinetische Energie wird in Wärme umgewandelt. Die Erde befindet sich als Sonnenplanet am äußeren Rand von einer der Abermilliarden Galaxien, die Milchstraße genannt wird, die etwa zwölf Milliarden Jahre alt ist und Milliarden von Sternen enthält. Unsere Sonne ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Unter der inneren Temperatur von 107 Kelvin und dem unvorstellbar hohen Druck bildet sich in nuklearer Fusion aus Wasserstoff das Helium, und das ganze Spektrum von Sonnenstrahlen strahlt ins All und auf die Erde. Dieses breite energetische Strahlenspektrum ist im Grunde die einzige Energiequelle für alle Kreisläufe der Natur, für alle Lebewesen auf dem Planeten Erde. Die Sonne liegt auch der Energie aus Holz, Kohle, Öl, Gas, Wasser und Kernenergie zugrunde. Jedes Atom auf unserem Planeten wurde einmal oder mehrmals in so einem Sternbrennofen erzeugt. Nur Wasserstoff hat einen direkten Ursprung aus dem Urknall. So verlaufen im Kosmos und in jedem einzelnen Stern die geschlossenen, vermaschten und sich selbst regulierenden Kreisläufe der ewigen Materie und unerschöpflichen Energie. Es ist Geburt, Leben, Tod und Auferstehung in der unendlichen Dimension ohne Zeitbegrenzung. Ein ewiges Mysterium des Kosmos. Jedes Wassermolekül trägt zwei solcher Atome des Wasserstoffs mit Urabstammung und Erinnerung an den Urknall und die ganze Milliarden Jahre alte Geschichte des Kosmos. Wasserstoff ist also nicht nur das häufigste Element im Kosmos, es spendet auch die Energie der Sonnenstrahlen; es ist die Mutter des Wassers und die letzte Hoffnung der Menschheit auf eine neue, saubere und unerschöpfliche Energiequelle, die Wasserstoffenergie. Die Uratmosphäre und Urerde Unser Planet Erde gehört zu den gesteinshaltigen, äußeren Sonnenplaneten und bildete sich nach den Theorien entweder auf einem ,,heißen“ Weg aus der ausgeschleuderten solaren Materie, die später allmählich abkühlte, oder auf einem ,,kalten“ Weg aus Zusammenballung von Urgas und Staunebel der kosmischen Materie. Diese Temperatur entstand laut der zweiten Theorie durch Umwandlung von der kinetischen Energie von unzähligen Anprallen, von dem radioaktiven Zerfall, der früher stärker war als heute, und von der Schwerkraft. Die Erde war immer ein dynamisches System, wobei alle Schichten und später auch alle zusätzlichen Hüllen wie Hydrosphäre, Atmosphäre und Magnetosphäre in vernaschter Verbindung stehen und sich selbst regulierende Regelkreise und Kreisläufe unterhalten. Das Alter der Erde beträgt etwa fünf Milliarden Jahre. Nach allmählicher Abkühlung der Oberschichten aufgrund günstiger Entfernung von der Sonne bildete sich durch Entgasung der Urerde (ähnlich wie bei der heutigen Vulkantätigkeit) die Uratmosphäre. Sie bestand aus wasserstoffhaltigen Gasen, Wasserdampf (H20), Methan (CH4), Ammoniak (NH3); weiter aus Stickstoff (N), Kohlenmonoxid und ganz besonders aus Kohlendioxid (CO beziehungsweise CO2). Sauerstoff (O2) war noch nicht vorhanden beziehungsweise nur in Spuren. Die Gase Methan und Ammoniak stammten aus dem Erdmantel, der metallisches Eisen enthielt; sie haben sich durch den Kontakt mit Eisen zum Stickstoff, Wasser und Kohlendioxid umgesetzt. Der heiße Urwasserdampf stieg in die oberen, relativ kälteren Schichten der Uratmosphäre.
Durch die Eigenschaft des Wassers, CO2 zu lösen und mittels des nie ganz aufhörenden Urregens in die sich inzwischen gebildeten Urlaken herunterzuschwemmen, kam es auf der Erde zu keinem starken Treibhauseffekt. CO2 absorbiert stark in Wellenlänge 14 bis 16 nm. So bleibt die terrestrische Anstrahlung energetisch in der Atmosphäre. Die Karbonatgesteine, die aus der Uratmosphäre durch das aus dem Urregen ausgeschwemmten CO2 entstanden sind, sind schon 3,8 Milliarden Jahre alt. Der Urregen dauerte Milliarden Jahre, bis sich durch die Senkung der Temperatur der Erdkruste und durch geotektonische Bewegungen das Urmeer gebildet hatte. Der aus Wasserdampf in der Uratmosphäre durch energiereiche Sonnenstrahlen dissoziierte freie Sauerstoff kam neben anderen sogenannten biogenen Elementen wie Kohlenstoff (C), Stickstoff (N) und Wasserstoff (H) ins Urmeer. Durch Auswaschung kamen alle Spurenelemente dazu. Das Urmeer wurde durch Wind, Regen, Ströme und Zuflüsse durchgemischt und durch Erdbeben und geotektonische Verschiebungen durchgeschüttelt. Von Sonnenstrahlen durchgestrahlt und von Blitzen aufgeladen, war die Temperatur des Urmeeres optimal. Die biologische Urbrühe gebar die erste Urzelle vor etwa drei Milliarden Jahren, dann die Mehrzellorganismen, und das Leben kam aus dem Urmeer auf die Urerde. Durch die Photosynthese der Blaualgen im Meer und der grünen Pflanzen der Erde wurden die weiteren Mengen von CO2 aus der Luft gebunden und Sauerstoff erzeugt. Im Kreislauf des Wassers spiegeln sich alle Kreisläufe der Natur, auch der Kreislauf des Menschen, wider. Im feuchten Schoß der Frau wurde das Ei durch Spermien (Yang) befruchtet und im Fruchtwasser unter Wärme der Gebärmutter (beide Yin) ein neues Leben entwickelt. Im Kreislauf des Wassers spiegeln Im Strom von Wasser (Fruchtwasser, Blut, Schweiß, Harn ...) kommt auch heute aus der feuchten Dunkelheit das neue Menschenleben und wird durch das Licht der Sonne und die Bewegung zum Lebendigen, zum Erleuchteten. Die alten Kulturvölker ehrten und beteten zu der Mutter Erde. Das göttliche Prinzip des Wassers und die Lebenspenderin Sonne waren bestens bekannt. Wir haben diese Prinzipien in unserem Zeitalter des Industriekonsums, der Computer, der Atomenergie und der technisierten Wissenschaften verdrängt und vergessen. Wir behandeln Wasser als Konsumgut, Abfalleimer, Energiespender, Transportmittel, Vergnügungsmittel, als Geschäftsgegenstand. Wir haben vergessen, das Wasser zu verstehen, zu schützen und zu ehren als unser lebendiges Lebenselement, wie die Erde, die uns ernährt und trägt, die Sonne, die uns Licht und Wärme gibt, und die Luft, die wir atmen. Wasser lässt sich nicht vermehren, nicht verbrauchen, sondern nur gebrauchen, verschwenden, verschmutzen und biologisch zerstören. Heute steht der Natur und dem Menschen als Teil der Natur nur so viel Wasser zur Verfügung, wie es vor Milliarden Jahren in langen Prozessen gebildet wurde. Die Entstehungsgeschichte des Wassers ist eng mit der Entwicklungsgeschichte unserer kosmischen Heimat verbunden. Es ist ein sonderbares Gefühl, das einige Millionen Jahre im Achatkristall eingeschlossene Urwasser mit ein paar Blasen von Uratmosphären in Händen zu halten. „Jedes Lebewesen, das aus der Idee seiner Gestalt eine sichtbare Form bildet, muss durch ein flüssiges Stadium hindurchgehen. Manche Lebewesen bleiben nahe diesem flüssigen Zustand stehen, nur wenig verdichtet; andere verlassen die Welt des Wassers, verdichten sich stärker und ordnen sich mehr oder weniger den irdischen Gesetzmäßigkeiten ein. Allen gemeinsam ist, dass sich ihr Durchgang durch das Wässrige in ihren Bildungsformen wiedererkennen lässt ... Symbolik des Wassers Symbole zeigen alles was war und was sein wird in einer scheinbar unveränderten Form. C. G. Jung schrieb: Alles bewegt sich und entwickelt sich, auch die Sprache der Symbole. So entwickelte sich zum Beispiel der Dreizack als Symbol der göttlichen und königlichen Macht (indischer Gott Shiva, hethitischer Wettergott, griechischer Poseidon, römischer Neptun, keltisch-irischer Meeresgott Manan) bis zu den wissenschaftlichen Symbolen von heute. Hegel und Marx brachten den Dreizack als These, Antithese und Synthese in die Geisteswissenschaften des Westens ein, wo auch die Naturwissenschaft schon längst die Dreidimensionierung des Raumes kannte. Die drei Spitzen des Dreizacks bedeuten auch die drei Grundmöglichkeiten unseres Denkens und Tuns: Das Deuten von Symbolen ist mit der Person des Deuters, seinen sozialen, geographischen und kulturellen Hintergründen und mit seinem aktuellen Bewusstseinsstand eng verbunden. Wasser als Spender und Träger Das Dreizacksymbol ist auch auf der ehemaligen österreichischen Tausendschilling-Banknote mit dem Bild des Nobelpreisträgers E. Schrödinger und auch auf der englischen Goldmünze mit Der chthonischen (der Erde angehörend, Anm. der Red.) Natur des Wassers legen die alten, heut noch wenig von der Zivilisation berührten Völker in ihrem Weltbild eine wichtige Bedeutung bei. Mythologie und Religion geben Wassergöttern und Quellenkult als Lebens- und Reinigungswasser einen hervorragenden Rang. Bei den zivilisierten Menschen unserer Zeit kommt dem Wasser nur die Bedeutung eines Gebrauchsgegenstandes oder einer Erholungs- und Sportmöglichkeit zu. In der Summe ist das Wasser auf die nackte Formel H20 geschrumpft. Erst in der letzten Zeit wird die Öffentlichkeit auf die Gefahren einer Wasserverunreinigung, Wasservergiftung und auf die Umweltzerstörung durch Wassermisshandlung aufmerksam gemacht. Zusätzlich gewinnt Wasser wieder an Bedeutung als Heilmittel zur Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Ein Naturmensch kann wenig über die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wassers und die tatsächlichen Wirkungen aussagen, ihm ist aber meistens ein tiefer Seelenblick gegeben. Er kann das Wasser in symbolischer Sprache und in mythologischer Logik beschreiben. Der naive Mensch hat noch keine Vorstellung über den Wasserkreislauf; bei ihm entscheidet die allgemeine Bedeutung des Wassers. Deswegen spielt der Quellenkult als polares Geschehen bei allen Völkern der Erde eine so große Rolle. So sind zum Beispiel Sintflutkatastrophen (Bibel, Gilgamesch) in allen alten Kulturen bekannt, und viele Götter (zum Beispiel die Göttin der Liebe, die Venus) sind aus Meerschaum entstanden. Die Polarität Leben – Tod ist offensichtlich. Die chthonische oder polare Eigenschaft des Wassers wird schon bei den alten Völkern durch den Ursprung des Wasser ausgedrückt. Die Quelle, der See und das Meer sind zuweilen als Mutter, als Lebenspenderin eher ruhig, passiv, formgebenden; die Chinesen sagen Yin. Dieses Wasser wird Urwasser genannt. Die beweglichen Wasser des Flusswassers, des Meeressturmes, des heftigen Regens symbolisieren die Bewegung, die Aktivität, die Rastlosigkeit, eine Yang-Funktion mit Kraft, Dynamik, Schnelligkeit, brutaler Wucht usw. Diese männliche Kraft des bewegten fließenden Wassers ist notwendig als befruchtende Kraft. Mit dem befruchtenden Nilwasser soll die stets bereite Erde zu immer neuer Zeugung gebracht werden. Als männlich befruchtend gilt natürlich auch das Himmelswasser, der Regen. Zu dieser Polarität des Wassers sagt Goethe in den Sprüchen „Gott, Gemüt und Welt“: „Da, wo das Wasser sich entzweit, wird zuerst lebendig befreit und wird das Wasser sich lebendig entfalten, sogleich wird sich lebendig gestalten. Da wälzen sich Tiere, sie trocknen zum Flor und Pflanzengezweige dringen hervor.“ In alten Anschauungen sehen wir die doppelte polare Wasserpotenz des stofflich-förmlichen weiblichen und des dynamisch-männlichen Prinzips. Die Bewegung des Wassers dauert immer nur eine gewisse Zeit; bald versickert es wieder, geht unter in die Erde oder kommt zur Ruhe im Meer, das alle Flüsse in sich aufnimmt. Es ist das Wesen der ganzen Schöpfung, dass sie sich in ewig gleichmäßigem Rhythmus hin- und herbewegt in Kreisläufen, wechselt von Ebbe und Flut, Tag und Nacht, dunkel und hell, tot und lebend. Das Altertum, das darin den Ursinn des Lebens erkannte, wurde nicht müde, diesen Doppelsinn in 1 000 Symbolen auszudrücken. Den Doppelsinn von Leben und Tod zeigt am deutlichsten der Styx: die Totenbeziehung als Totenstrom mit Hades, mit Wasser, das tödlich für jedes Lebewesen ist, indem es sie zu Gips erstarren lässt. Die Nachtseite des Styx-Wassers zeigt sich ferner in seiner schwarzen Farbe. Die finstere Macht der Todesgöttin erstreckt sich nur auf die Nacht, während am Tag ihre hellere Lichtseite zur Geltung kommt, wie beispielsweise Styx – Bad des Achilles, das ihm Unsterblichkeit und Unverwundbarkeit verlieh als Lebenswasser. H+ H- Wir sind der Meinung, dass dieses Kapitel über die Symbolik des Wassers uns bei der weiteren Betrachtung der inneren Eigenschaften des Wassers, der Wasserstruktur und der polaren Wirkung des Wassers zum besseren Verständnis dient und wir das Wasser auch unter dem Gesichtspunkt seines „göttlichen“ Naturelementes verstehen werden, das uns nicht nur als Gebrauchsgegenstand zur Verfügung stehen soll. Wir sollen Wasser als jenes Element schätzen, aus dem sich unser Leben entwickelt hat und mit dem wir unsere Zukunft, Leben oder Sterben, bestimmen. Laotse, ein älterer Zeitgenosse des Konfuzius (6. Jahrhundert v. Chr.), lehrte: „Das Tao, das enthüllt werden kann, ist nicht mehr das ewige Tao.“ Wir versuchen, zu zeigen, dass dynamische Änderungen (Yang) der inneren Wasserstrukturen (Yin) eine maßgebliche Rolle auf das Verhalten des Wassers und seiner Wirkung im Sinne des Polaritätsgesetzes ausüben. In der christlichen Symbolik bedeutet Wasser einerseits die elementare Erfahrung als bedrohende vernichtende Flut, andererseits die Quelle des Lebens und der fruchtbaren Fülle, als reinigend und heilend. In der Bibel wird öfters erwähnt: Er hat die Wasser geschaffen, ihnen ihre Grenzen gesetzt und damit die Chaosmächte überwunden – Im Wasser seiner Taufe als Träger und Spender des heiligen Geistes – Der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser – So wird aus Wasser Blut werden – Wird ekeln, das Wasser zu trinken – Da hatte das Volk kein Wasser – Es ist böses Wasser – Das Haus entsündigen mit frischem Wasser – Der Herr wird euch in Ängsten Wasser geben – Sie werden zergehen wie das Wasser – Sollst den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen – Nahm Pilatus Wasser und wusch die Hände ... Das intrazelluläre Wasser des Erythrozyten hat nach Trincher (1981) die Ordnungsstruktur eines Kristalls, ist aber zugleich auch flüssig, was die Formveränderbarkeit des Erythrozyten ermöglicht. Das intrazelluläre Wasser in kristallinem Zustand geht im Moment des Zelltodes in den Zustand des Extrazellulärwassers über. Das lebende Wasser (Biowasser) ist zu nicht lebendem Wasser übergegangen. (Rechte by Spurbuchverlag, 96148 Bamberg) Ein interessantes Buch von Ivan Engler ist das „Handbuch ionisierter Sauerstoff“ ISBN 978-3-88778-202-3. „Dieses Werk gehört in die Hand jedes jungen Mediziners, Therapeuten, Forschers, der sich mit dem modernen Stand der Forschung und Entwicklung vertraut machen oder gar selbst zur weiteren Entfaltung beitragen möchte. Es ist eine Bibel der modernen Ganzheitsmedizin“ so der Verlag.
Weitere Informationen zum Thema Wasser finden Sie auch auf der Internetseite:
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Ein Artikel aus dem Lichtstrahl-Magazin. |