Leseprobe:

In mir betet
eine tiefe Sehnsucht

von Sabine Marx

Gedanken und Gefühle

ISBN 978-3-930403-23-3

 

Das Sterben in ein unbekanntes Land hinein

Die Leere schweigt und schreit zugleich.
Die Wege leuchten.
Lass meine Füße sie gehen, mein Gott.

Ich weiß, dass du mich nie verlassen hast.
Und doch möchte ich rufen:
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Nur um etwas zu sagen,
um das Schweigen in mir zu brechen.

Die Bitterkeit zu brechen,
und den langsamen Tod,
der nach mir sucht.

Dieser Schrei: „Vater, warum hast du mich verlassen?“, lässt etwas Neues auferstehen,
bricht uns das Herz
und heilt uns durch die Tränen,
die er schenkt.

 

 

Ich habe keine Sehnsucht,
ich bin Sehnsucht

Ich habe keine Träume,
ich bin der Traum.

Ich bin die Vision
und ich bin Nichts.
Ich bin nicht,
und ich bin so tief Alles,
dass ich Nichts mehr bin
als Alles.

Ich bin die weiße Wand,
vor der mein Geist steht.

Und ich bin der Geist,
der vor mir steht, wie eine weiße Wand.

Und ich bin ein Lichtfleck,
der diesen Geist spiegelt, der vor mir steht.

Und dieser Geist spiegelt diesen Lichtfleck.

Ich bin ein Lichtfleck
im blauen Raum der Ewigkeit.

Wer holt mich heim in die Zeit?

ISBN 3-930403-23-4 (alt)
ISBN 978-3-930403-23-3

 

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