... „Es ist wichtig, daß Eltern
ihren Kindern Zeit widmen. Kinder brauchen ihre Eltern, und
dies nicht nur, wenn sie krank oder unsicher sind. Sie brauchen
sie, um sich Rat zu holen bei schulischen oder moralischen
Problemen, um zu erzählen, was sie erlebt haben, um
gelobt zu werden und gemeinsam zu lachen. Hilfreich ist es
oft, Rituale zu schaffen, die gemeinsame Zeiten garantieren.
Hierzu kann zum Beispiel ein Ins-Bett-geh-Ritual mit Vorlese-
und Kuschelzeit oder für ältere Kinder das gemeinsame
Abspülen
nach dem Essen gehören.“ 6/10
„Alle Eltern wollen, daß ihre Kinder selbständige,
eigenverantwortliche Menschen werden. Den Zeitpunkt wollen sie
jedoch auch bestimmen. Oftmals erreichen sie dadurch jedoch genau
das Gegenteil. Selbständigkeit bedeutet ja gerade, daß Kinder
selbst entscheiden, welche Erfahrungen sie machen wollen. Eltern
von heute müssen daher lernen, mit ihren Kindern zu verhandeln,
statt ihnen zu befehlen. Verhandeln mit Kindern sollte immer
bedeuten, langsam den ‘Thron der Allmacht‘ zu verlassen,
ohne jedoch die Elternrolle aufzugeben .... Teilen sie Ihrem
Kind genau mit, was sie stört oder was sie beunruhigt und
welche Gefühle und Empfindungen sie haben. Vermeiden sie
Beschuldigungen und konzentrieren sie sich auf ihre eigene Situation.“ 6/11
„Diskutieren sie mit ihrem Kind die Vor- und Nachteile.
Nach der getroffenen Entscheidung vergewissern sie sich, ob
ihr Kind wirklich glaubt, mit dieser Lösung leben zu können.“ 6/12
„Die frühe Selbständigkeit des Kindes ist Voraussetzung
der Leistungsmotivation. Ein Kind, daß sich schon früh
seiner Entscheidungsfreiheit bewußt wird, und das sich
selbst ein bestimmtes Ziel setzen darf, wird später eher
Leistungsverhalten und Strebsamkeit zeigen als ein Kind, das
ständig gegängelt wurde.“ 1/118 ...
|
...
– Die Natur will, daß die Kinder
Kinder seien, ehe sie Männer werden. Wollen wir diese
Ordnung umkehren, so werden wir frühreife Früchte
hervorbringen, die weder Saft noch Kraft haben: junge Gelehrte
und alte Kinder. |