Leseprobe:

Lebensbegleiter
auf dem Weg ins Licht

von Walter Schlandt

Buch

ISBN 3-930403-39-0

   
Leseprobe Kapitel 2
8.-15. Lebensjahr

 

... „Es ist wichtig, daß Eltern ihren Kindern Zeit widmen. Kinder brauchen ihre Eltern, und dies nicht nur, wenn sie krank oder unsicher sind. Sie brauchen sie, um sich Rat zu holen bei schulischen oder moralischen Problemen, um zu erzählen, was sie erlebt haben, um gelobt zu werden und gemeinsam zu lachen. Hilfreich ist es oft, Rituale zu schaffen, die gemeinsame Zeiten garantieren. Hierzu kann zum Beispiel ein Ins-Bett-geh-Ritual mit Vorlese- und Kuschelzeit oder für ältere Kinder das gemeinsame Abspülen nach dem Essen gehören.“ 6/10
„Alle Eltern wollen, daß ihre Kinder selbständige, eigenverantwortliche Menschen werden. Den Zeitpunkt wollen sie jedoch auch bestimmen. Oftmals erreichen sie dadurch jedoch genau das Gegenteil. Selbständigkeit bedeutet ja gerade, daß Kinder selbst entscheiden, welche Erfahrungen sie machen wollen. Eltern von heute müssen daher lernen, mit ihren Kindern zu verhandeln, statt ihnen zu befehlen. Verhandeln mit Kindern sollte immer bedeuten, langsam den ‘Thron der Allmacht‘ zu verlassen, ohne jedoch die Elternrolle aufzugeben .... Teilen sie Ihrem Kind genau mit, was sie stört oder was sie beunruhigt und welche Gefühle und Empfindungen sie haben. Vermeiden sie Beschuldigungen und konzentrieren sie sich auf ihre eigene Situation.“ 6/11
„Diskutieren sie mit ihrem Kind die Vor- und Nachteile. Nach der getroffenen Entscheidung vergewissern sie sich, ob ihr Kind wirklich glaubt, mit dieser Lösung leben zu können.“ 6/12
„Die frühe Selbständigkeit des Kindes ist Voraussetzung der Leistungsmotivation. Ein Kind, daß sich schon früh seiner Entscheidungsfreiheit bewußt wird, und das sich selbst ein bestimmtes Ziel setzen darf, wird später eher Leistungsverhalten und Strebsamkeit zeigen als ein Kind, das ständig gegängelt wurde.“ 1/118 ...

 

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– Die Natur will, daß die Kinder Kinder seien, ehe sie Männer werden. Wollen wir diese Ordnung umkehren, so werden wir frühreife Früchte hervorbringen, die weder Saft noch Kraft haben: junge Gelehrte und alte Kinder.

Jean Jaques Rousseau 303
 
– Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden.
Jean Paul 278
 
– Verwöhne dein Kind und du wirst seiner Mutter Kummer bereiten.
Von den Philippinen
 
– Je mehr feste Ordnung ein Kind um sich sieht, desto leichter fügt es sich.
Lebensweisheit
 
– Hat man dem Kind etwas versprochen, so soll man es halten, sonst lernt es lügen.
Aus dem Talmud
 
– Zu sanfter und barmherziger Vater macht seine Kinder unglücklich.
Aus Frankreich
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