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Leseprobe Kapitel 3 |
16.-22. Lebensjahr |
... „Der Jugendliche früherer
Zeiten wollte möglichst rasch erwachsen werden. Für
die heutige Jugend ist dagegen der Erwachsenenstatus nicht
sehr attraktiv. Es hat sich jetzt eine eigenständige Jugendkultur
mit zahlreichen spezifischen Merkmalen gebildet: Kleidung,
Haartracht, Sprache und Anredeweise, lässige Umgangsformen,
eine neue und sehr liberale Sexualmoral, Verwischung der Geschlechtergrenzen,
eigene Jugendtreffs, gemeinsame Vorliebe für grelle und
expressiv-rhythmische Musik usw. grenzen die Jugendkultur gegen
die Welt der Erwachsenen scharf ab.“ 1/227
„Der juristische Begriff der Volljährigkeit macht
den Beginn des Erwachsenenlebens relativ eindeutig am Alter fest;
in unserer Gesellschaft sind wir mit dem 18. Lebensjahr volljährig
und damit in juristischem Sinn voll verantwortlich für unsere
Handlungen. Doch nicht alle Jugendlichen werden automatisch mit
18 Jahren, zu, im psychologischen Sinn, erwachsenen Menschen.
Sie haben weder alle die ‘Reife‘, die im Alltag gerne
mit dem Erwachsensein verbunden wird, noch sind sie alle in der
Lage, selbständig und unabhängig zu leben und den eigenen
Lebensunterhalt zu verdienen. Das Alter reicht also offensichtlich
als Kriterium für Erwachsenensein nicht aus. Die Übergangsphase
reicht bis weit in ein Lebensalter hinein, in dem ein Mensch
im juristischen Sinn längst erwachsen ist.“ 1/73 ...
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– Man kann einem Kind nichts besseres
als Erbteil auf den Weg mitgeben, als es ganz auf eigenen Füßen
seinen eigenen Weg gehen zu lassen. |
Isadora Duncan 74 |
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| – In der Kinderwelt steht die ganze
Nachwelt vor uns, in die wir wie Moses ins gelobte Land nur
schauen, nicht kommen. |
Jean Paul 278 |
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– Wer ist weise? Der von jedem Menschen
lernt.
Wer ist stark? Der seine Leidenschaften besiegt.
Wer ist reich? Der mit seinem Schicksal zufrieden ist.
Wer wird von den Menschen geehrt? Der die Menschen ehrt.
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Sprüche der Väter |
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| – Der weise Sokrates belehrte einen
Schwätzer: „Wenn das, was du mir erzählen willst
weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so laß es begraben
sein und belaste dich und mich nicht damit. Liebe das Wahre,
das Gute, das Notwendige.“ |
Sokrates 334 |
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| – Es gibt Dinge, die nicht bestraft
werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit. |
Napoleon Bonaparte 263 |
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| – Vergiß niemals die Heimat
wo deine Wiege stand, du findest in der Ferne kein zweites
Heimatland. |
Sprichwort |
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