Leseprobe:

Lebensbegleiter
auf dem Weg ins Licht

von Walter Schlandt

Buch

ISBN 3-930403-39-0

   
Leseprobe Kapitel 4
23.-30. Lebensjahr

 

... „Frauen definieren nach C. Gillian (1984) ihre Identität gerade über Beziehungen und die Sorge für andere. Männer definieren sich über eigene Leistungen und Erfolge, betonen dabei eher das Trennende und die Distanz zu anderen Menschen. Frauen dagegen trennen ihr Selbst nicht von Beziehungen; ihr zentrales Problem im frühen Erwachsenenalter ist daher, eigene Bedürfnisse zu erkennen und sich von anderen abzugrenzen.
Als zentrale Lebensthemen des jüngeren Erwachsenen werden wir im folgenden die Weiterentwicklung der Identität, die Entwicklung u. a. intimer Beziehungen, die Sozialisation in die zentralen Rollen von Beruf und Familie, die Auseinandersetzung mit normativen Übergängen und kritischen Lebensereignissen sowie die Entwicklung und Verfolgung von bedeutsamen Lebenszielen betrachten.“ 2/79
Bezüglich der Fortbildung und der Aufstiegschancen bei Frauen wäre folgendes festzustellen: „Der Anteil jener Frauen, die noch während der Berufsausbildung oder direkt nach Abschluß derselben die Berufstätigkeit wegen Heirat bzw. Familiengründung aufgeben, – nimmt nicht zuletzt auch durch die bessere und damit längere Schulausbildung der Mädchen bedingt, mehr und mehr zu. Nach Erhebungen an einem repräsentativen Querschnitt von Arbeitnehmerinnen (20 – 55 Jahre), die das Allensbacher Institut 1968 durchführte, ergab sich, „daß 48,8% eine abgeschlossene Lehr- oder Anlernzeit von mindestens 2 Jahren hinter sich hatten, 13,6% die Lehre abgebrochen hatten und 39,6% keine Lehr- und Anlernzeit durchgemacht hatten.“
„In Untersuchungen an 500 Frauen konnte U. Lehr 1969 nachweisen, daß das Streben nach beruflichen Erfolgen, beruflichem Weiterkommen und auch nach finanzieller Besserstellung für Frauen von weit geringerer Bedeutung ist als für Männer, bei denen die meisten Stellen- und Berufswechsel in dieser Weise motiviert sind.“ (Vgl. auch Livingstone 1953 diesbezüglich.) 3 ...

 

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– Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

Euripides 97
 
– Und setzt ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein.
Friedrich Schiller 318
 
– Wer heiratet tut wohl, wer ledig bleibt, besser.
Sprichwort
 
– Heirate ein schönes Weib, und du heiratest Verdruß.
Sprichwort
 
– Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
himmlische Rosen ins irdische Leben.
Friedrich Schiller 318
 
– Man muß sich selbst verändern, ehe man die Welt da draußen versucht zu verändern.
Motto von Petra Kelly 186
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