... „Die neueren Untersuchungen zeigen
zusammenfassend, daß die Frage nach einer universellen
Krise im mittleren Lebensalter eindeutig zu verneinen ist.
Die Diskussion um die ‘midlife-crisis‘ hat uns
gezeigt, daß Entwicklungsprozesse im mittleren Erwachsenenalter
nur, Kohortenspezifisch, geschlechtsspezifisch und lebensspezifisch
beschreibbar sind, daß sie von individuell unterschiedlichen
Wegen ausgehen.“ 2/122
„E. W. Busse und C. Eisdorfer untersuchten 1970 Veränderungen
der Partnerschaftskontakte von insgesamt 2 172 Jahren
des Ehelebens und faßten ihre Daten dahingehend zusammen,
daß ‘glückliche‘ Frauen Ehepartner haben,
die älter sind (im Durchschnitt um 5,9 Jahre), während
die Männer der ‘weniger glücklichen Frauen‘ nahezu
gleichaltrig sind. Von den ‘weniger glücklicher
Frauen‘ zeigten 57%, von den weniger ‘glücklichen
Männern‘ 43% psychoneurotische Symptome, die bei
den ‘glücklichen‘ Frauen (20%) und Männern
(13%) signifikant seltener gefunden wurden. Hinsichtlich sexueller
Potenzen zeigten sich keine Unterschiede in beiden Gruppen,
allerdings hatten ‘glücklichere‘ Partner signifikant
häufiger sexuelle Beziehungen. Bei den weniger glücklichen
Paaren zeigten die Frauen signifikant höhere IQ’s
und ebenso entsprechende Unterschiede beim Rorschach-Test,
bei dem diese Frauen mehr Antworten gaben als ihre Partner.“ 3/259
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